10 Jahre speakUP: Unsere ehemaligen Chefredakteur_innen berichten von ihrer Zeit

Die speakUP wird im Dezember 10 Jahre alt. (Foto: pexels)

Im Wintersemester 2009/10 hatten einige Studierende die Idee, die Universität Potsdam um eine Hochschulgruppe reicher zu machen. Sie gründeten die Studierendenzeitschrift speakUP und setzten damit den Grundstein für eine mittlerweile zehn Jahre andauernde Geschichte. Zum Jubiläum haben wir unsere ehemaligen Chefredakteur_innen darum gebeten, uns zu erzählen, was sie mit der speakUP verbinden. 

Wer sich einmal den gesamten Artikelbestand der speakUP durchlesen wollen würde, müsste dafür wahrscheinlich ziemlich viel Zeit einplanen. Ganze 83 Seiten voller spannender, vielfältiger und bunter Artikel zählt unser Webseiten-Archiv. Hinter jedem der über 800 veröffentlichten Texte steckt ein Redaktionsmitglied, das seine Zeit und Energie in dieses Herzensprojekt gesteckt hat.

In unserer bald zehnjährigen Geschichte als Studierendenzeitschrift müssen wir uns natürlich in erster Linie bei unseren Leser_innen bedanken, die uns auch nach einem Jahrzehnt die Treue halten und dafür sorgen, dass die Universität Potsdam ein studentisches Medium hat. Ein ebenso wichtiges Dankeschön geht aber an jede_n der zahlreichen Redakteur_innen, die in den letzten Jahren dafür gesorgt haben, dass unsere Texte geschrieben, unsere Redaktionssitzungen organisiert und unsere Arbeit getan wird. Wir möchten daher das Wort abgeben an vier speakUP-Mitglieder, die dafür gesorgt haben, dass es uns heute noch geben darf: Die ehemaligen Chefredakteur_innen Denis, Maria, Peter und Eileen.

Von Denis Newiak

Denis Newiak (Foto: Kathleen Friedrich)

Als ich mich Anfang des Wintersemesters 2009/10 aus einem Anfall von nicht zu bändigendem Ersti-Aktionismus heraus mit (offensichtlich ebenfalls nicht ausgelasteten) Gleichgesinnten zusammengesetzt hatte, um eine neue Studi-Zeitschrift an der Uni Potsdam zu gründen, hätte ich es mir nicht träumen lassen, dass eben jenes Magazin irgendwann einmal ein zehnjähriges Jubiläum feiern würde.

Es grenzte für mich schon an ein Wunder, dass die speakUP schon fünf Jahre überlebt hatte, als ich mich Anfang 2016 schweren Herzens als Chefredakteur verabschiedet hatte. In der Zwischenzeit war mir die Arbeit bei der speakUP genauso ans Herz gewachsen wie die vielen lieben Menschen, die ich durch sie kennenlernen, dann mit immer neuen Ideen und Rechercheaufträgen tyrannisieren und letztlich (und das bis heute) zu meinen besten Freund_innen und geschätzten Weggefährt_innen zählen durfte.

Mit einem lachenden und weinenden Auge blicke ich auf diese Zeit zurück, als wir gemeinsam während unserer endlosen Redaktionssitzungen den Sauerstoffgehalt eines ganzen Seminarraums aufbrauchten, uns im Dienste der Studis auf der Suche nach Antworten durch massive Aktenberge gruben, uns immer wieder gegenseitig gelesen und Feedback gegeben haben, um die perfekte Story zu liefern – und letztlich unsere 250 Kilo schwere Auflage am Palais, in Griebnitzsee und Golm bei Minustemperaturen den arglosen Studis in die Hand(schuhe) drückten. Was für ein erhabenes und beflügelndes Gefühl, nach allen Entbehrungen, Klagen und Schweißperlen endlich das eigene Heft durchblättern zu dürfen! (Und wie bitter, natürlich sogleich einen Druckfehler finden zu müssen… ARRRG!).

Wenn ich heute sehe, was nun die speakUP-Redaktion in den letzten Jahren alles auf die Beine gestellt hat, wie sie es auch im Zeitalter kürzester Aufmerksamkeitsspannen im digitalen Zeitalter zwischen seelenlosen Instagram-Puppen und bedeutungsarmen Lifestyle-Blogs geschafft hat, sich selbst und ihrer Zielgruppe treu zu bleiben, dann bin ich nicht nur beeindruckt, sondern auch ein bisschen stolz – und habe die berechtigte Hoffnung, dass es Brandenburgs wichtigste Studi-Zeitschrift auch in zehn Jahren noch geben wird. Herzlichen Glückwunsch, liebe speakUPer_innen, vielen Dank für eure unermüdliche hervorragende Arbeit, die nie einfach ist, und alles Gute für die nächsten 817 fesselnden Artikel! Haut in die Tasten! Euer treuester Leser Denis Newiak

Von Maria Dietel

Maria Dietel (Foto: privat)

Alles Liebe zum 10. Geburtstag! Vielleicht sagt man das nicht zu einer Zeitschrift? Eigentlich auch egal, denn wäre die speakUP wie ein Kind, und bisweilen fühlt es sich für mich entsprechend an, dann würde sie schon in die vierte Klasse gehen. Einem Kind gratuliert man ja schließlich auch.

Es ist mir eine große Freude und ein noch größeres Geschenk, dass die speakUP Studierendenzeitschrift der Universität Potsdam heute noch immer die Kultur unserer Hochschule maßgeblich formt und mitgestaltet – für viele von uns Alma Mater; erstes zu Hause nach dem Verlassen der Heimat.

Mich selbst hat die speakUP vor sechs Jahren an diesem Punkt aufgefangen. Neu in der Stadt und an der Universität habe ich mich über Studiumplus in das Getümmel und Wirrwarr der unterschiedlichsten Hochschulgruppen vorgetastet und bin schließlich bei der speakUP geblieben. Nicht nur das gemeinsame Lernen, Arbeiten an Texten, Interesse an journalistischen Inhalten, am Schreiben, Organisieren und Veranstalten, auch das darüber hinaus verbindende Element der Zusammengehörigkeit, einer kleinen Familie mit dem Gefühl des Stückchen Heimats in der Ferne haben mich jahrelang dazu veranlasst, mich bei der speakUP zu engagieren.

Genau diese Zusammengehörigkeit, das Zusammenrücken, Bewahren und Ausbauen von einem Herzensprojekt über viele Generationen von Studierendenherzen hinweg, haben mich und meine Studienzeit in Potsdam maßgeblich geprägt.

Ich wünsche der Studierendenzeitschrift speakUP sowie allen ehemaligen und heutigen ehrenamtlich Engagierten der speakUP von Herzen alles Gute.

Auf das nächste Jahrzehnt der speakUP als Institution der Hochschulgruppen unserer Universität.

Maria

Von Peter Schuld

Peter Schuld (Foto: privat)

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Diesen Satz habe ich zuletzt auch wieder einige Male zu hören bekommen, wobei sich meine Freude über das Älterwerden mittlerweile in Grenzen hält. Immerhin noch eine Zwei als erste Ziffer, dachte ich mir da. Verglichen damit ist die speakUP noch im Kindesalter, mit ihren nun zehn Jahren.

Für eine studentische Initiative ist das jedoch eine Leistung. Schließlich muss eine Uni-Zeitung naturgemäß mit häufigen Veränderungen zurechtkommen und lebt ausschließlich vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Redakteurinnen und Redakteure. Als ehemaliger (Chef-)Redakteur freut es mich riesig, das zu sehen – und ja, ich bin auch ein wenig stolz, daran mitgewirkt zu haben. Irgendwie würde auch etwas fehlen an der Uni Potsdam ohne die speakUP. Das wäre wie Suppe ohne Salz. Fad und langweilig.

Das heutige Jubiläum ist besonders der Arbeit der Gründergeneration der Zeitung (die damals noch eine gedruckte Zeitung war) zu verdanken, die alles mit viel Herzblut aufgebaut haben. Das verdient besondere Anerkennung! Auch ich habe im Laufe meiner Zeit bei der speakUP viel dazugelernt, sowohl journalistisch als auch persönlich. Allem voran: Nachfragen lohnt sich. Okay, das wusste ich eigentlich schon vorher. Aber es war trotzdem schön zu sehen, wenn ich mit einem Artikel zum Verständnis für die manchmal etwas schwierig zu greifende Hochschulpolitik beitragen konnte. Das gilt ebenso für die Landespolitik, in der ich heute arbeite. Nachfragen lohnt sich. In diesem Sinne: Auf die speakUP und die kommenden zehn Jahre!

Von Eileen Schüler

Eileen Schüler (Foto: privat)

Meine erste Printausgabe der speakUP hielt ich zum Studienstart 2014 in der Hand. Schon damals war ich total begeistert, dass es so eine tolle Studierendenzeitschrift an der Uni Potsdam gab. Und dachte mir, da will ich unbedingt mitmachen! Mein erster Artikel für die speakUP war ein Veranstaltungsbericht über das Potsdamer Theaterfestival Unidram – viele weitere Artikel rund um die Potsdamer Kulturszene folgten. Die speakUP war meine persönliche Spielwiese. Hier konnte ich mich kreativ ausleben, ausprobieren und über mich hinauswachsen.

Neben dem Schreiben habe ich innerhalb der Redaktion Menschen kennengelernt, die mich inspiriert haben. Zu einigen ehemaligen Redakteur_innen habe ich bis heute Kontakt. Die speakUP-Redakteur_innen sind meine Zeitungsfamilie! Und wenn die speakUP-Nostalgie uns ergreift, treffen wir uns auf einen Drink oder gehen zusammen etwas Essen.

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