The New Twenties – Der 8. Universitätsball der Uni Potsdam

Willkommen! (Foto: Christin Huchel)

Am Samstag, den 15. Februar 2020, fand der 8. Universitätsball der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee statt. Das Motto „The New Twenties“ kündigte einen Abend voll Glanz & Glamour und Swing & Charleston an. Ich war für die speakUP vor Ort und erzähle Euch in diesem Erfahrungsbericht, ob der Uniball den Goldenen Zwanzigern und Parties à la Gatsby gerecht wurde. Von Christin Huchel.

Die erste Herausforderung des Abends stellte sich mir ein paar Wochen vor dem Uniball. Was trägt man zu so einem Anlass? Ohne mich in modischen Details zu verlieren, sei so viel gesagt: Lange Abendkleider und Anzüge waren am häufigsten vertreten. Einige Gäste hatten sich aber tatsächlich dem Motto getreu ein Outfit aus den letzten Zwanzigern angezogen (einige sahen darin sehr gut aus, andere hätten auf dem Weg zum Karneval sein können).

Der Universitätsball fand in den sehr schön dekorierten Gebäuden des Campus Griebnitzsee statt. Meine Begleitung und ich waren relativ früh da, sodass der Universitätspräsident Oliver Günther uns sogar persönlich willkommen geheißen und die Hand geschüttelt hat.

Only here for the food: Das Buffet

Ulrike Finck und Universitätspräsident Oliver Günther (Foto: Christin Huchel)

Um 19 Uhr eröffnete ein Conférencier in der Mensa mit den Worten „Wie bitte? Das Leben ist eine einzige Enttäuschung? Egal! Hier bei uns, das Leben ist wunderschön!“ den Abend. Nachdem rbb-Moderatorin Ulrike Finck und Universitätspräsident Oliver Günther ebenfalls ein paar einleitende Worte gesagt hatten, wurde das Buffet eröffnet. Das Studentenwerk hat an dem Abend alte Bekannte aus der Mensa wie Beelitzer Nudeln und Dreierlei Gemüse, aber auch Feineres wie Ochsenschwanzsuppe mit Trüffel-Ravioli, Roastbeef und Pralinen serviert.

Mensa mal anders (Foto: Christin Huchel)

Sobald wir unser Essen hatten, mussten wir jedoch noch einen freien Tisch finden. Es gab teurere Sitzplatzkarten, mit denen man automatisch einen reservierten Platz an einer der langen Tafeln hatte. Wir aber hatten Flanierkarten ohne reservierten Sitzplatz. Ich war davon ausgegangen, dass es trotzdem ausreichend Tische geben würde, aber leider war dem nicht so.

Abgesehen von den langen Tafeln mit reservierten Plätzen gab es nur wenige andere Tische. Es haben tatsächlich Gäste in edlen Abendkleidern und Anzügen auf Bänken gegessen, mit ihren Trüffel-Ravioli auf dem Schoß. Uniball, but keep it classy. So oder so war das Essen aber sehr lecker. Getränke musste man extra bezahlen (Pro-Studi-Tipp: Glas behalten und unter dem Wasserhahn wieder auffüllen).

Swing Life Away: Programm & Tanz

Schicke Sitzgelegenheiten (Foto: Christin Huchel)

Nach dem Essen begann der Unterhaltungsteil des Abends. Akrobat_innen und Tänzer_innen zeigten ihr Können, bevor die Tanzfläche für alle eröffnet wurde. Hatte ich über den angebotenen Tanzkurs vor dem Uniball noch geschmunzelt, verging mir das Lachen schnell. Mein Freund und ich haben gerade so noch einen Walzer auf das Parkett legen können, aber schon beim nächsten Cha-Cha-Cha waren wir raus.

Andere, vor allem ältere, Gäste hingegen waren sehr geübt in sämtlichen Standardtänzen, sodass wir uns bald von der Tanzfläche zurückgezogen und wiederum einen Sitzplatz gesucht haben. Die Live-Musik wurde von der Gala Band Berlin gespielt, die Stimmung war durchgehend gut und die Tanzfläche den ganzen Abend gefüllt. Leider wurden erst zu späterer Stunde moderne Lieder gespielt, zu denen auch anders als im Paartanz getanzt werden konnte.

Let Me Entertain You: Der Rest des Abends

Deko (Foto: Christin Huchel)

Wer nicht tanzen wollte (oder konnte), hatte die Möglichkeit, Fotos von einem professionellen Fotografen oder einer Selfie-Maschine machen zu lassen, Roulette auszuprobieren (ohne Geldeinsatz), an der Tombola teilzunehmen (der Erlös geht an zwei studentische Projekte) und zu raten, welche von den Anwesenden wichtige Persönlichkeiten sind (ich habe immerhin Oberbürgermeister Mike Schubert erkannt). Apropos, unter den Gästen waren alle Altersklassen vertreten. Nach 22 Uhr, mit Erscheinen der Late-Night-Karten-Inhaber_innen, vergrößerte sich die Zahl der Studierenden jedoch merklich. In der Jazz-Lounge spielten dann außerdem die Schwungkollegen der Uni Potsdam, sodass auch hier getanzt werden konnte.

Im Verlauf des Abends traten noch ein Bouncing-Jongleur sowie ein Zauberkünstler auf. Um Mitternacht wurden die besten Preise der Tombola verlost, der Hauptpreis war ein Fahrrad. Danach sind wir gegangen, unter anderem weil meine Füße, die nur sehr selten in High Heels stecken, sehr weh taten. Laut Programm haben ein DJ und eine Saxophonistin den Abend mit ihrer Musik ausklingen lassen.

Fazit

Deko straight outta Twenties (Foto: Christin Huchel)

Ich hatte einen sehr schönen Abend beim Universitätsball. Die fehlenden Sitzplätze an Tischen für Flanierkarteninhaber_innen waren das einzige, was mich wirklich gestört hat. Man zahlt in dieser Preiskategorie zwar nicht für einen festen Sitzplatz, aber für das Essen. Und das sollte man bei einem so schicken Ball auch an einem Tisch einnehmen können. Die Zwanziger-Jahre-Deko und die Atmosphäre waren sehr gelungen. Die Live-Musik und die auftretenden Künstler_innen waren toll, auch wenn meine Tanzfähigkeiten nicht ganz ausreichend waren.

Den 20.02.2021 könnt Ihr Euch schon mal freihalten, wenn Ihr den 9. Universitätsball besuchen wollt! Ein vorheriger Tanzkurs oder viel Mut beim Freestyle-Tanzen ist jedoch zu empfehlen.

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