O’ Corona, O’ Corona! Wie lang‘ dauerst du noch?

Auch der Weihnachtsmann hält sich an die Corona-Maßnahmen (Bild: Pixabay)

„Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein, auch im Winter, wenn es schneit“. So geht das Lied „O‘ Tannenbaum!“ weiter, passt jedoch genauso gut zur aktuellen Corona-Lage. Covid-19 begleitet uns nämlich bis in das Jahr 2021 und somit auch in die diesjährige Weihnachtszeit. Was genau während der Weihnachtszeit und an Heiligabend auf euch zukommt, und wie ihr damit umgehen könnt, erklärt euch die speakUP-Redaktion. Von Laurenzia Kiesche.

Ganz langsam hat sich der Winter herangeschlichen – plötzlich wurde es eisig kalt und früh dunkel. Für die meisten kommt mit dem Anfang des Winters gleichzeitig auch Weihnachtsstimmung auf. Es werden Kekse gebacken, die ersten Lebkuchen landen im Einkaufswagen und die erste Weihnachts-Deko wird aufgehängt. Doch ist vor allem an kalten Tagen das Risiko sich eine Krankheit einzufangen, besonders hoch. Damit sind natürlich auch die Corona-Infektionszahlen wieder in die Höhe gestiegen. Die weitere Ausbreitung von Corona ist vor allem in einer Zeit, in der normalerweise die ganze Familie zusammenkommt, schwer zu vermeiden. Daraus resultieren weitere Einschränkungen, die das Virus eindämmen sollen.

Corona-Maßnahmen an Weihnachten

Covid-19 ist seit einer ganzen Weile schon das Top-Thema in den Medien. Vor allem neue Beschränkungen und Beschlüsse der Regierung beschäftigen und betreffen uns alle. Worüber wir uns zurzeit auch Gedanken machen, ist, wie die Einschränkungen über die Feiertage aussehen werden. Werden wir an Weihnachten mit unseren Familien zusammenkommen können? Bereits den ganzen November über leben wir wieder mit Beschränkungen, wie zum Beispiel die Schließung der Gastronomie, beziehungsweise die Reduzierung auf den To-Go-Verzehr.

Mit Maske durch die Weihnachtszeit (Foto: Pixabay)

Am 25. November 2020 gab es dann einen ersten Ausblick darauf, wie die Situation über die Feiertage womöglich sein könnte – die neuen Beschlüsse von Bund und Ländern wurden verkündet. Am 13. Dezember wurden dann Maßnahmen eingeführt, die die Lage an Weihnachten noch klarer machen. Denn obwohl der Anstieg der Infektionszahlen schon etwas verlangsamt werden konnte, sind es zurzeit noch hohe Zahlen, mit denen wir leben müssen.

Es bleiben natürlich die Regelungen zum Tragen eines Mundschutzes bestehen (welche zudem etwas erweitert wurden). Neben der bundesweiten Verlängerung des „Teil-Lockdowns“ über den November hinaus, gab es eine Ausweitung der Kontaktbeschränkungen. Private Treffen dürfen nur mit maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushaltes stattfinden (wobei Kinder unter 14 Jahren eine Ausnahme darstellen). Über die Feiertage (vom 24. bis zum 26. Dezember) werden „Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen“ zugelassen.

Hinzu kommt noch, dass ab Mittwoch, dem 16. Dezember, ein sogenannter ‚harter Lockdown‘ in Kraft tritt. Das heißt, dass noch mehr Geschäfte bis zum 10. Januar (in Brandenburg bis zum 15. Januar) schließen. Ausgenommen sind hier zum Beispiel Apotheken und Supermärkte (was alles offen hat, steht hier). Weiterhin wurde in Brandenburg eine Ausgangsbeschränkung beschlossen, die mit Ausnahmen tagsüber und nachts von 22 bis 6 Uhr gilt. Außerdem wird der Verkauf von Feuerwerk verboten, um die Verletzungsrate an Silvester einzuschränken und somit die Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Detaillierte Informationen über die Maßnahmen im Dezember gibt es zum Beispiel hier.

Natürlich muss auch jede_r für sich selbst entscheiden, wie die Feiertage am besten verbracht werden können und ob es in so einer Situation sinnvoll ist, einige Tage mit der ganzen Familie zu verbringen. Was sind denn zum Beispiel die Vorteile daran, seine Familie über die Feiertage mal nicht zu sehen?

Holly Jolly Christmas – oder nicht?

Jedes Jahr dasselbe – man ist wieder zu Hause – endlich kommt mal wieder die ganze Familie zusammen. Oft sind es besinnliche Tage, die man gerne im Kreise seiner Familie verbringt. Betrachten wir mal, wie die Feiertage unter normalen Umständen aussehen. Denn neben freudigem Kekse backen, Filmen gucken und gemeinschaftlichem Essen gibt es auch die Schattenseiten von Weihnachten.

Deko an Weihnachten (Foto: Laurenzia Kiesche)

Alle Jahre wieder die großen Fragen: Hast du denn schon eine_n Freund_in?  Hast du einen Job? Und der Bestseller von allen: Wie läuft denn so die Uni? Immer wieder müssen wir Dinge erklären, die wir manchmal selber gar nicht so richtig erklären können (oder wollen). Dazu kommen noch alljährliche Streitigkeiten. Denn, seien wir mal ehrlich, es verstehen sich nicht immer alle untereinander in einer Familie. Natürlich trifft das nicht auf alle zu, jedoch mussten die meisten unter uns sicherlich schon einmal Streitschlichter_innen über die Feiertage spielen.

Letztendlich heißt es immer noch: So wenig Kontakte wie möglich haben. Da Großeltern zur Risikogruppe zählen, ist es natürlich wichtig, gerade diese nicht zu besuchen. Falls wir dieses Weihnachten dann doch unsere Eltern oder unsere (technisch begabten) Großeltern auf sichere Weise sehen möchten, gibt es ja immer noch Videoanrufe. Diese sind dann vielleicht auch mal eine erfrischende Abwechslung zu den ganzen Zoom-Meetings, die wir wöchentlich besuchen müssen.

Obwohl es für uns ziemlich schwer ist, womöglich auf unsere Liebsten verzichten zu müssen, ist so ein anderes Weihnachtsfest doch auch mal eine schöne Abwechslung. Letztendlich muss jede_r selbst entscheiden, wie man das Weihnachtsfest am liebsten verbringen möchte. Hier jedoch ein paar Tipps für ein Weihnachtsfest im kleinen Kreis.

Was man an Weihnachten so machen kann

Wie wäre es denn mal mit einem schönen Fest im Kreise der Mitbewohner_innen? Oder mit der_dem besten Freund_in? Oder mit der_dem festen Freund_in? Selbst ein Weihnachtsfest mit viel Me-Time hat bestimmt auch mal etwas an sich. Anstatt sich an Weihnachten von den Familienmitgliedern bekochen zu lassen, kann man dieses Jahr auch mal ein ganz eigenes Do-It-Yourself-Gericht machen. Vielleicht entsteht ja sogar eine ganz neue, eigene Kreation, die man im Jahr 2021 mit der ganzen Familie teilen kann. Ihr könntet euch sogar etwas ausdenken, was ihr bei späteren Weihnachtsfesten als Tradition einführen könnt. Spaghetti mit Pesto am 1. Weihnachtsfeiertag? Warum nicht? Wie man sich die Zeit sonst noch so vertreiben kann:

  • Pakete mit Geschenken / selbstgemachten Plätzchen usw. an die Liebsten schicken
  • möglicherweise mal Do-It-Yourself-Geschenke für die Familie oder Freund_innen machen, anstatt einfach irgendetwas zu kaufen (vielleicht etwas stricken? Nähen? Eine Kerze oder Keramik bemalen? Irgendetwas Kreatives, womit man sich gleichzeitig die Zeit neben dem ganzen Uni-Stress vertreiben kann?)
  • mal die eigene Wohnung so richtig schmücken – etwas, das man wahrscheinlich eh immer aufschiebt

Und die, die Weihnachten sowieso nicht ganz so mögen, haben zumindest mal Ruhe vor allem Weihnachtlichen.

Kopf hoch! Und eine trotz allem frohe Weihnachtzeit wünscht euch die speakUP!

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