Das war die Quintessenz – Fünf Jahre Improtheaterfestival im KuZe

Noch sind die Stühle leer. Doch das Improfestival Nummer 6 wird schon geplant. Foto: Angelina Schüler
Noch sind die Stühle leer. Doch das Improfestival Nummer sechs ist schon in Planung.
Foto: Angelina Schüler

Neue Formate, Altbekanntes, Spontanes und immer wieder Neues. Das bietet das Improtheaterfestival im KuZe. Dieses Jahr fand die Veranstaltung bereits zum fünften Mal statt. Wir von der speakUP waren dabei. Von Angelina Schüler.

Das diesjährige Improtheaterfestival im KuZe vom 30. Oktober bis 07. November 2015 fand unter dem Motto “Die Quintessenz der 5” statt (speakUP berichtete). Fünf Jahre erfolgreiches Festival wurden gebührend gefeiert. Und immer wieder wurde das Publikum darauf hingewiesen, dass der Besuch eines Improtheaters etwas ganz Besonderes ist. “Wer heute nicht hier ist, hat es verpasst.”, sagte Thomas Jäkel, künstlerischer Leiter des Festivals. Denn Impro passiert im Moment, alles entsteht live auf der Bühne. Getreu diesem Motto waren die Festivaltage immer mit der Zahl fünf verbunden: Fünf Shows am ersten Festival-Wochenende, fünf Spielende kämpften in der ersten Show in einem klassischen Fünfkampf um die Gunst des Publikums, der US-amerikanische Stargast aus San Francisco, John Remak, führte bei seiner Show „Take 5 Stories“ Regie bei fünf Impro-Geschichten, fünf Uni-Gruppen kämpften um den “Bachelor of Impro”: Die Reihe ließe sich mühelos fortsetzen.

Das persönliche Highlight

Neben den klassischen Improvisationsarten wurden eigens für das Jubiläum Formate entwickelt, die bei dem Festival Weltpremiere, Uraufführung und Dernière zugleich hatten. Der rege Andrang an der Kasse, die Wartelisten und das erlesene Programm sprachen deutlich für den Erfolg des Festivals. Persönliches Highlight war die Show von der israelischen Impro-Künstlerin Inbal Lori. Ihre Solo-Improvisation “Fragments of Life” mutete auf den ersten Blick wie eine Therapiesitzung an, in der sie die Psychologin spielt und nach Themen fragt, die das Publikum beschäftigen. Nach ein paar kurzen Sätzen zauberte die zierliche Israelin einen Abend voller Lachen und Nachdenken, in dem sie in verschiedene Rollen schlüpfte. Ein ausgefallener Flug sorgte sogar dafür, dass Inbal Lori und John Remak gemeinsam auf der Bühne standen. Improvisation ist eben auch, wenn aus dem Ärgernis etwas Positives wird.

Das bunte Programm, die Mischung von Profi und Laie, zwischen etabliertem Format und neuen Impulsen, zwischen halb geplant und ganz improvisiert, gefiel uns außerordentlich. Das Team vom KuZe hat der Improvisations-Gemeinschaft wieder einmal einen Bärendienst erwiesen und das einzige studentische Improfestival in Brandenburg hat die Quintessenz dieses einzigartigen Theaterformats in ihrer ganzen Schönheit präsentiert. Wir freuen uns definitiv schon auf den sechsten Geburtstag!

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