Wahlmarathon im Juni – Hochschulgruppen im Schlagabtausch

Quelle: Anna Stephan.

Im Juni habt ihr die Möglichkeit gleich zwei Mal (für Potsdamer:innen sogar drei Mal) eure Stimme bei einer Wahl abzugeben. Am Sonntag findet die Europawahl statt, in Potsdam wird gleichzeitig kommunal gewählt und am 20. Juni könnt ihr das neue Studierendenparlament (StuPa) wählen. Deshalb haben wir für euch ein Duell der Hochschulgruppen organisiert. Befragt haben wir sie zu den Arbeitsbedingungen von studentischen Hilfskräften und wie die Wohnsituation für Studierende in Potsdam verbessert werden könnte. Es folgen die Antworten. Von Niklas Heißwolf, Lea Heiden und Anna Stephan.

GHG und Jusos treten bei der Wahl im Bündnis an. Da wir den Artikel vor der Veröffentlichung der StuPa-Wahllisten geplant hatten, sind sie hier als einzelne Hochschulgruppen aufgeführt.

FRAGE 1: Sollten die Arbeitsbedingungen von Hilfskräften an der Universität verbessert werden? Welche Mittel könnte es dafür geben?

Hier die Antworten der Hochschulgruppen:

Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS)

Quelle: rcds-potsdam.de.

Unserer Einschätzung nach sind die Arbeitsbedingungen von studentischen Hilfskräften (SHK) an unserer Universität bereits jetzt gut. Natürlich würden auch wir eine bessere Bezahlung von SHKs begrüßen. Es muss aber darauf geachtet werden, dass die Lehrstühle sich diese auch leisten können und nicht unbeabsichtigt SHK-Stellen vernichtet werden. Erfahrungsgemäß arbeiten SHKs oft mehr als vertraglich vereinbart; dieser Missstand sollte durch eine regelmäßige Arbeitszeiterfassung behoben werden.

JUSO Hochschulgruppe (JUSO HSG)

Quelle: JUSO Hochschulgruppe Potsdam.

Die Arbeitsbedingungen von Hilfskräften an der Universität Potsdam sollten unbedingt verbessert werden. Ein erster Schritt dahingehend wäre eine faire Entlohnung, die ihren Anfang in einem 14-Euro-Mindestlohn nehmen könnte. Des Weiteren würden unter angemessenen Arbeitsbedingungen die Vereinbarkeit mit Familie fallen, sowie die Schaffung einer positiven Arbeitsumgebung. Attraktiv wäre zudem die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen. Letztlich liegt es an der Universität Potsdam, die nötigen Schritte zu unternehmen.

Grüne Hochschulgruppe(GHG)

Quelle: Grüne Hochschulgruppe.

Schluss mit prekären Arbeitsbedingungen an Hochschulen und in der Wissenschaft. In Anbetracht der steigenden Lebenshaltungskosten aufgrund von Inflation und zunehmender unverhältnismäßiger Verteilung des Vermögens fordern wir: Inflationsausgleich für alle (Löhne und BAföG rauf!), sichere Beschäftigungsverhältnisse, einen Tarifvertrag (TVStud) für Hilfskräfte und Tutor:innen (studentische Beschäftigte). Kurze Vertragslaufzeiten, Kettenbefristungen und mitbestimmungsfreie Zonen müssen abgeschafft werden!

Liberale Hochschulgruppe (LHG)

Quelle: Liberale Hochschulgruppe.
Wir stehen hinter den studentischen Hilfskräften an unserer Universität und schließen uns der Forderung nach “guter Arbeit” durch Etablierung von Tarifverträgen für Hilfskräfte an. Für viele Studierende ist ein Nebenjob – um das Studium finanzieren zu können – Pflicht. Wer sich während des Studiums Sorgen um seine Vertragsverlängerung machen muss, kann nicht unbeschwert studieren! Sanssouci muss auch für studentische Hilfskräfte gelten!

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