Kleiner Jahresausblick 2021

Was kann 2021 bieten?  (Foto: Pixabay)

Nun ist es wieder so weit: Lockdown. Soziale Kontakte, Freizeitaktivitäten, Univeranstaltungen – das gesamte Leben ist erneut weitgehend eingeschränkt. So war der Start in 2021 nicht geplant. Das Schlimme ist, dass es ja nichts Neues ist. Zuhause fällt die Decke auf den Kopf und jetzt kommt die Winterstimmung noch hinzu. Aber welche Erwartungen gibt es an das Jahr 2021? Und was kann es bieten? Vielleicht hält es ja doch den ein oder anderen Hoffnungsschimmer bereit. Von Lea Hauprich

Hello again…

Die wahrscheinlich längsten Monate dieses Jahres sind angebrochen und erscheinen noch trister als sonst. Daran kann auch heller Schnee nichts ändern. All unsere Hoffnung, all unsere Sehnsucht, dass dieses Jahr schlagartig besser werden würde als das vergangene, wurde von hohen Inzidenzwerten, dem harten und verlängerten Lockdown wohl vollends zerstört. Geschäfte, Restaurants, Cafés, Freizeitaktivitäten; alles bleibt weiterhin geschlossen.

Einen Ausgleich zu schaffen ist aufgrund der Kontaktbeschränkungen und anderer Hürden schier unmöglich. Diese Zeit, sie trifft die Menschen am härtesten. Und sie trifft sie dort, wo langsam keine Reserven mehr sind: Viele sind mit ihren Nerven am Ende. Nicht nur Pflegekräfte, Ärzte und Ärztinnen, systemrelevante Berufstätige, es trifft alle.

Es braucht Geduld

Geduld ist das Stichwort. (Bild: Swantje Hennings)

Es ist nun fast ein Jahr her, dass uneingeschränktes Feiern in Clubs möglich war, und etwa drei Monate her, dass der letzte Kneipenbesuch, das Training im Fitnessstudio oder ein Treffen im Café stattgefunden hat. Wie soll es weitergehen? Zukunftsängste und Sorgen, gepaart mit Langeweile, lösen einen enormen Stress aus. Das Schlimme ist: Es gibt kein festes Datum, an dem dieser Albtraum endet. Niemand kann sagen, ob der Impfstoff die rettende Lösung ist. Aber er ist ein Hoffnungsschimmer! Die kommende Zeit ist ein Hoffnungsschimmer. Alles, was jetzt gefragt ist, ist Geduld. Ja, dieses Wort, das keiner mehr hören möchte, keiner mehr hören kann. Die größte Herausforderung unserer Zeit lautet Geduld.

Diese Welt scheint im Moment nichts Gutes mehr bereitzuhalten und es nützt auch nichts, sie schön reden zu wollen. Überall gibt es Brandherde, angefangen beim Klima, bis hin zu Konflikten und Terrorismus. Alles scheint in leeren Versprechen zu enden.

Zurzeit ist vielleicht nur Akzeptanz, dass wir Teil dieses Zeitgeschehens sind, möglich. Akzeptanz, diese Herausforderungen meistern zu müssen, für uns und unsere Gesellschaft zuhause zu bleiben und dankbar für unsere Gesundheit und das Gesundheitssystem zu sein. Das ist es, was helfen kann, zumindest ein wenig. Zu wissen, dass es besser wird, ein kleiner Trost in diesen tristen Wochen.

Was wird möglich sein?

Wonach sich viele sehnen: Festivals. (Foto: Shutterstock)

Wenn die Inzidenzwerte sinken, werden auch Lockerungen in Kraft treten. Hinzu kommen die steigenden Impfzahlen. Neue Konzepte werden aus-und erarbeitet, bald werden die Restaurants und Cafés hoffentlich wieder öffnen können. Dann kann das langersehnte Lieblinsgetränk zusammen mit der ein oder anderen Freund_in genossen werden. Die Friseursalons werden sich um die außer Rand und Band geratene Frisur bemühen. Und nicht nur das wird ein besseres Körpergefühl vermitteln, sondern auch das Training in den Fitnessstudios. Die Vorfreude auf den Frühling und die länger werdenden Tage mit Sonnenschein beginnt. Spaziergänge um die von der Frühlingssonne glitzernden Seen unternehmen und die ersten warmen Sonnenstrahlen wieder auf der Haut spüren. Die Rückkehr einer Art Normalität durch Lockerungen. Ein bisschen Träumen von gemeinsamen Feiertagen, kleineren Wochenendtouren oder Urlauben.

Im Sommer werden Großveranstaltungen und Festivals wahrscheinlich doch eher im kleinen Rahmen stattfinden können, aber es wird Programm geben. Die Tage am und im See verbringen, abends Kneipen- oder Kinobesuche, lange Sommernächte und kleinere Grillabende. Ein paar Präsenzveranstaltungen und wieder Kommilitonen_innen treffen. Familienbesuche, kleinere Feiern, ja, vielleicht doch der ein oder andere (eingeschränkte) Clubbesuch. Umarmungen und das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit stillen können. Der Herbst wird sich dann vielleicht auch wieder mit einer Halloweenfeier oder einem Sankt Martins Umzug verabschieden. Und im Winter gibt es dann eventuell sogar wieder auf dem Weihnachtsmarkt gemeinsames Glühweintrinken. Es wird nicht „normal“ werden, es wird eingeschränkt bleiben. Aber es wird besser! Um all das zu erreichen, braucht es jetzt noch einmal Ausdauer.

Die Hoffnung nicht aufgeben, die Vorfreude aufrechterhalten und geduldig sein. Dann schaffen wir das, zusammen und dennoch getrennt; jeder für sich und doch als große Gemeinschaft. Und hoffentlich werden wir dann bald einfach wieder nur den Schlüssel statt immer diese Maske (oder am Schlimmsten: Beides) vergessen!

Auf ins neue Jahr, dessen Start mit Anlaufschwierigkeiten etwas holprig wirkt.

Bleiben wir zuversichtlich!

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