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Seid ihr gefangen im Strudel der Bücher? Wir geben euch hier Tipps, um diesem zu entkommen. Foto: pixabay.com

Schon ist es wieder so weit: Kaum sind die Klausuren vorbei, stehen für viele die Hausarbeiten an. Besonders Erstsemester_innen, aber auch Studierende höherer Semester begehen hier leicht Fehler. Mit unseren kleinen Ratschlägen könnt ihr diese vermeiden und entspannter sowie besser an euren Hausarbeiten arbeiten. Außerdem weisen wir euch auf Angebote rund um das Thema “wissenschaftliches Arbeiten” an der Uni Potsdam hin. Von Julia Hennig

1. Rechtzeitig anfangen

Viele haben sicherlich schon von den kursierenden Gerüchten um Hausarbeiten gehört, die in einer Nacht und auf den letzten Drücker geschrieben wurden, manch eine dann sogar noch mit einer guten Note. Die Regel sollte dies aber nicht sein: Für eine erfolgreiche Arbeit braucht ihr vor allem genug Zeit und solltet den Beginn der Arbeit nicht zu lange hinauszögern. So könnt ihr nicht nur die verschiedenen Schritte beim Recherchieren und Schreiben besser meistern, sondern seid zudem auch noch entspannter. Sollte es aber kurz vor dem Abgabetermin dennoch mal zu eng werden, informiert ihr eure_n Dozent_in am besten frühzeitig und schildert ihm_ihr eure Gründe wie Mehrfachbelastung wegen Nebenjob etc. oder Krankheit. Hilfreich ist bei einer Bitte um eine Verlängerung der Frist auch gleichzeitig den aktuellen Stand der Arbeit zu schildern.

2. Das passende Thema finden

Oft ergeben sich Themen aus Referaten, die ihr im Seminar gehalten oder gehört habt oder die ihr in Vorlesungen interessant fandet. Das persönliche Interesse am Thema hilft euch später beim Schreiben, da es nur dann mehr Spaß macht und ihr euch besser motivieren könnt. Zudem sollte es ausreichend Literatur zum Thema geben. Nach diesen Vorüberlegungen solltet ihr das Thema so eingrenzen, dass ihr es in eurem Zeitrahmen und in der vorgesehenen Länge der Hausarbeit bearbeiten könnt. Überlegt euch danach eine klare Fragestellung für eure Arbeit. Schreibt diese in einem Satz kurz und prägnant auf und sprecht euer Thema, die Fragestellung und eine erste Gliederung unbedingt mit dem_der Betreuer_in der Arbeit ab.

3. Richtig recherchieren

Google reicht bei Hausarbeiten nicht aus! Foto: pixabay.com

Während bei privaten Recherchen Google oft die erste Wahl ist, landet man bei Hausarbeiten damit oft in der Sackgasse. Hilfreicher ist es, sich anhand von Handbüchern einen ersten Überblick über das Thema zu verschaffen und die Literaturverzeichnisse der Handbücher nach geeigneten Publikationen zu durchsuchen. Literaturempfehlungen der Lehrenden sollten hier ebenfalls berücksichtigt werden. Neben diesem “Schneeball-System” gibt es noch die professionelle Recherche in Datenbanken. Hierfür solltet ihr euch vorab wichtige Begriffe für euer Thema notieren, die ihr auch in einer Mind-Map visualisieren könnt. Die passenden Datenbanken für die Recherche in eurem Fachgebiet findet ihr in den Fachinformationen der Unibibliothek Potsdam.

4. Bücher über Bücher…wo stand das nochmal?

Euer gelesenes Wissen nützt euch jedoch nur etwas, wenn ihr es auch sinnvoll auswertet. Daher solltet ihr euch die jeweiligen Informationen zu eurem Thema gezielt aus den Publikationen raussuchen und dies entweder elektronisch oder manuell festhalten. Vergesst dabei aber auf keinen Fall zu notieren, wo genau ihr die jeweilige Passage gelesen habt. Wer dies elektronisch tun möchte, kann die kostenfreie Campuslizenz für das Literaturverwaltungsprogramm “Citavi” nutzen. In jedem Fall müsst ihr eure Publikationen einheitlich zitieren. Erkundigt euch daher vorab bei dem_der Betreuer_in, ob er_sie spezielle Zitierrichtlinien bevorzugt.

5. Die Gliederung: Das Fundament der Arbeit

Vor dem Schreiben solltet ihr euch noch eine logische und stringente Gliederung überlegen, die sich “wie ein roter Faden” durch die Arbeit zieht. Dabei kann euch eure erste Gliederung helfen, die ihr nach eurer Literaturrecherche verbessern und mit Inhalten füllen könnt. Achtet auch darauf, dass eure Gliederung nicht zu kleinteilig wird und übersichtlich bleibt. Parallel könnt ihr euch schonmal überlegen, welchen Umfang die Kapitel haben sollen und erste Stichpunkte dazu aufschreiben. Hier zeigt sich, wie realistisch eure Gliederung in Bezug auf den Umfang ist. Anschließend ist es sinnvoll, die Gliederung mit dem_der Dozent_in abzusprechen.

6. Keine Angst vor dem leeren Blatt!

Statt schönen Sätzen Buchstabensalat. Foto: pixabay.com

Habt keine Angst davor, dass der nächste Satz so gedruckt wird und ihr ihn nie mehr verändern könnt. Dank Laptop & Co muss nicht jeder Satz perfekt sitzen, sondern kann später nochmal überarbeitet werden. Notiert euch vor dem Schreiben am besten in Stichpunkten, was ihr in dem Abschnitt schreiben wollt. So wirkt das Ganze übersichtlicher und strukturierter. Rohtexte, in denen ihr “einfach drauf losschreibt”, können euch helfen, in den Schreibfluss zu kommen. Während des ganzen Schreibprozesses ist es wichtig, das Geschriebene immer abzuspeichern und am besten in mehreren Versionen auf mindestens zwei Speichermedien wie Laptop und USB-Stick zu sichern.

7. Last, but not least: Das Korrekturlesen

Der letzte Punkt mag von manchen unterschätzt werden, ist aber ebenso wichtig. Nach dem Schreiben solltet ihr eure Arbeit eurer Familie, Bekannten, Freund_innen oder Kommiliton_innen geben. Dabei könnt ihr natürlich auch eure Arbeiten tauschen, so dass ihr auch noch etwas über andere Themen lernt. Dieser letzte Schritt ist wichtig, da andere Leser_innen einen anderen Blick auf euer Thema haben und daher eure inhaltliche Argumentation aus einem unbeteiligteren Blickwinkel prüfen können. Zudem können Grammatik-und Rechtschreibfehler verbessert werden, die später bei der Bewertung nur unnötigen Abzug geben würden.

Angebote an der Uni Potsdam: die Schreibberatung

Einen ersten Eindruck von den Angeboten der Schreibberatung erhaltet ihr im Interview, das wir im Januar 2017 mit dem Team der Schreibberatung geführt haben. Auch im Februar und März 2018 bietet die Schreibberatung wieder Workshops zu allen Schritten des Schreibprozesses an. Im März findet zudem die vierwöchige Schreibwerkstatt statt, bei der ihr an acht Terminen verschiedene Techniken und Methoden für eure fertige Hausarbeit erlernt. Daneben gibt es noch individuelle Schreibberatungen an allen drei Uni-Standorten. Auf der Webseite der Schreibberatung findet ihr auch noch weitere angrenzende Angebote der Uni Potsdam.

Die speakUP Redaktion wünscht allen Studierenden viel Erfolg bei ihren Hausarbeiten!

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