Selbstisolation und Selfcare

Wie können wir in Zeiten der Selbstisolation auf uns Acht geben? (Foto: pixabay)

Soziale Isolation – was manchen leicht fällt, mag für viele Menschen ein Albtraum sein. Doch sie ist notwendig, um uns und unsere Mitmenschen zu schützen. Der Appell unserer Bundeskanzlerin in einer solchen Situation, auch als Person, welche sich nicht zur Risikogruppe zählt, Solidarität zu zeigen, ist richtig und gut. Doch auch auf uns selbst sollten wir Acht geben. Einige Tipps, wie ihr in den folgenden Wochen gut zu euch selbst sein könnt, findet ihr in diesem Artikel. Von Marianne Max.

Routinen einhalten

Routinen beibehalten (Foto: piabay)
Routinen beibehalten (Foto: pixabay)

Es sind weder Ferien, noch seid ihr krank – doch so kann man sich schnell fühlen, bleibt man abends länger auf, kommt erst nachmittags aus dem Bett und verschläft die Hälfte der Mahlzeiten des Tages. Der Körper reagiert auf all diese Umstellungen. Gerade in einer unsicheren Zeit aber geben uns unsere alltäglichen Routinen Sicherheit und symbolisieren unserem Körper, dass alles okay ist.

Darum stellt euch euren Wecker wie sonst auch, macht euch Frühstück, zieht euch an – macht euch fertig, auch für euch selbst. Solltet ihr von Zuhause aus arbeiten, dann plant euch Pausen ein. Ein Timer kann hilfreich sein, um euch aus der Arbeit zurück in die Mittagspause zu holen.

Bewegung

Trotz Ausgangsbeschränkungen – Bewegung an der frischen Luft ist erlaubt. Wer weiß, vielleicht entdecken wir jetzt alle das Laufen für uns.

Bewegung tut gut. (Foto: pixabay)

Aber Vorsicht! Wenn möglich, solltet ihr die schönsten, aber leider auch oft gut genutzten Laufstrecken meiden. Das Havelufer und der Park Sanssouci sind zwar verlockend, besser ist es jedoch, sich eine menschenleere Strecke zu suchen. So müsst ihr auch nicht Slalom um die anderen Jogger_innen laufen. Zuhause angekommen könntet ihr noch ein kleines Home-Workout einlegen. Solltet ihr darauf keine Lust haben, dann macht zwischendurch einfach mal ein paar Stretch- und Lockerungsübungen. Das hält nicht nur den Körper, sondern auch den Geist wach.

Vitamin D

Nicht jede_r hat den Luxus, sich auf den Balkon setzen zu können oder im eigenen Garten zu sitzen. Die Sonnenstrahlen sind jedoch für die Produktion von Vitamin D3 notwendig – ein Vitamin, das nicht nur gut fürs Immunsystem ist, sondern auch für gute Laune sorgt. Daher haltet eure Nase immer mal aus dem Fenster, setzt euch auf den Balkon und wer sicher gehen will, kann und sollte Vitamin D3 supplementieren.

News-Zeiten

Die Menge und die Wucht an Informationen, die uns in den letzten Tagen Minute um Minute auf allen Kanälen überrollt, können überwältigend sein. Das kann Angst machen, Unruhe mit sich bringen und ablenken von sich und dem Alltag. Es kann helfen sich News-Zeiten in den Tag zu integrieren. Nach dem Frühstück, vor dem Abendessen oder auch nur einmal am Tag. Wichtig ist es, sich nicht der permanenten Flut an Nachrichten auszusetzen, um nicht dem Gefühl des Kontrollverlustes zu erliegen. Auch kurz vor dem Einschlafen können die Nachrichten bis morgen warten.

Soziale Distanz nicht auf sozialen Netzwerken

Soziale Isolation hört sich furchtbar an, sind wir doch gerade in schweren Zeiten umso lieber bei unseren Liebsten. Doch im Zeitalter der Digitalisierung können wir genau das sein. Es ist sicher nicht das Gleiche, auf die Umarmung zur Begrüßung zu verzichten, aber Face-Time und Co. kann der Einsamkeit Abhilfe schaffen. Also verabredet euch doch mal wieder!

Der Zeit Sinn geben

Macht euch Gedanken! Wahrscheinlich stand und steht euch nie wieder so viel Zeit zur Verfügung wie jetzt. Was wolltet ihr schon immer mal lernen? Was ausprobieren? Worin besser werden? Jetzt ist die Zeit gekommen! Ob eine neue Sprache lernen, Online-Kurse absolvieren, Programmieren lernen, oder Stricken. Jetzt könnt ihr es tun! Das sorgt nicht nur für weniger Langeweile, sondern auch für ein positives Gefühl.

Seid nicht so hart zu euch selbst

Es ist okay! Es ist okay Angst zu haben, vor dem was ist und was kommen könnte. Es ist okay unruhig zu sein. Es ist okay wütend zu sein und es ist okay traurig zu sein. Wir alle befinden uns in einer Situation, die es vorher so nie gab, auf die wir nicht vorbereitet waren und die unseren Alltag auf den Kopf stellt. Seid nicht so hart zu euren Mitmenschen und auch nicht zu euch selbst. Wir müssen unsere Zeit nicht optimieren und wir dürfen uns auch mal langweilen, mal Frust schieben und mal vermissen. Was uns dann jedoch wieder optimistisch stimmen sollte, ist aber die gute Botschaft: Es wird eine Zeit nach Corona geben!

Darüber hinaus befinden wir uns in Deutschland in einer sehr privilegierten Situation. Wir haben ein hervorragendes Gesundheitssystem, ausreichende Wasserversorgung, die meisten von uns haben ein Dach über den Kopf und ein warmes Bett, in das sie sich jeden Abend einkuscheln dürfen. Wir haben Supermärkte, die jeden Tag die schönsten Leckereien bereithalten, um uns die Zeit der Isolation zu versüßen, und wenn auch das Klopapier gerade knapp ist, so können wir vielleicht einfach dankbar sein, für unsere doch sehr gute Situation in dieser schwierigen globalen Lage.

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