ich bin dann mal weg

Beim Auslandssemester geht es Svenja (2.von links) nicht nur ums Studieren
Beim Auslandssemester geht es Svenja (2.von links) nicht nur ums Studieren

Martijn sitzt ganz selbstverständlich zwischen seinen deutschen Kommilitonen im Seminar. Er meldet sich viel, bringt sei ne Ideen ein, versteht alles. Was viele nicht wissen: Der gebürtige Belgier spricht erst seit einem Jahr Deutsch! Mit einer Tanpartnerin lernte er die Sprache, um ein Jahr in Deutschland zu studieren. In den Niederlanden studierte der Sechsundzwanzigjährige Kommunikationswissenschaft, jetzt möchte er seinen Abschluss in Potsdam in den Gender Studies machen.

Sein Vermittler: Erasmus. “Die Organisation mit Erasmus war etwas kompliziert”, sagt Martijn. “Aber ich fand das war kein Problem. Die tollen Erasmus-Veranstaltungen und Partys im Nil gefallen mir gut, da lernt man viele kennen.”
Das Erasmus-Programm bietet ein Studium im Ausland zwischen 3 und 12 Monaten. Für den Besuch der Hochschule fallen keine Kosten an – im Gegenteil, die Europäische Union gibt jeden Monat eine Finanzspritze von etwa 190 Euro! Bewerben sollte man sich etwa ein Jahr vor dem geplanten Auslandsaufenthalt. Unis, die für den Aufenthalt in Frage kommen, sind auf der Homepage der jeweiligen Fakultät der Uni Potsdam zu finden. Martijn möchte nach dem Studium in Deutschland arbeiten

Was aber, wenn es über die europäischen Grenzen hinaus gehen soll? Erasmus vermittelt nur europaweit. Natürlich geht´s auch anderen Organisationen. Die Potsdamer Studentin Svenja Schneidereit wagte den Sprung über den großen Teich.

Svenja studiert ein Semester lang an der San Diego Stadt University in den USA. Dort lernt sie mit zwei Freunden aus Potsdam am ‚Communication,  Televion, Film and New Media Department’. Die Organisation lief über ‚College Contact’, die weltweit vermitteln. Die dreiunzwanzig-Jährige hat mit College Contact sehr gute Erfahrung gemacht: „Die Organisation ist kostenlos, pratkisch und die Mitarbeiter sind sehr nett und antworten auf alle Fragen.
Sie haben mir den Kontakt zur Uni hergestellt.“ Einziger Nachteil von College Contact: Die Unis, an die College Contact vermittelt, verlangen meist eine
recht hohe Studiengebühr.

Neben dem Unileben gibt´s in Kalifornien natürlich noch viel zu erleben: “Wir haben noch einige Trips vor, zum Grand Canyon und nach San Francisco. Und in Las Vegas waren wir schon.”

Stipendien
Es gibt zahlreiche staatliche und private Institutionen und Unternehmen wie die Konrad
Adenauer Stiftung oder den Deutsche Akademische Austauschdienst, die Stipendien vergeben. Die Kriterien hierfür sind höchst unterschiedlich: Gute Noten, soziales Engagement, religiöse oder politische Überzeugungen. Infos und Links zu Stipendienprogrammen gibt‘s beim Auswärtigen Amt.

Organisationen und Auslandsstudienvermittler
Generell lassen sich Auslandsaufenthalte über Erasmus am Einfachsten über die Partnerunis des eigenen Studiengangs bzw. Instituts organisieren. Noch einfacher: Den zuständigen Lehrenden ansprechen!
Kostenlose Vermittlung an andere Unis weltweit: http://www.college-contact.com
Andere Auslandsstudiumvermittler: ATLANTIS (USA), Countries Instrument Education Cooperation Programm (Japan, Südkorea, Neuseeland oder Australien).

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