wo studieren wir eigentlich?

Neues Palais
Neues Palais

Das Neue Palais ist schon ein sehr schöner Uni-Standort. Studieren direkt am Park Sanssouci, mit Blick auf einen riesigen Palast. Vorlesungen in den Häusern 9 und 11, das ist definitiv attraktiver, als in Berlin im Hochhaus der TU zu grübeln. Aber wozu dienten diese beiden großen Gebäude früher? Von Lisa Büntemeyer

Erklärung liefert ein leicht größenwahnsinniger Herrscher. Friedrich der Große – weitläufig auch unter dem Namen „Alter Fritz“ bekannt – errichtete im 18. Jahrhundert nicht nur das Schloss Sancoussi, sondern auch das Neue Palais. Der alte Fritz trug nämlich gleich zwei Titel: König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg. Klar, dass da eine palastartige Residenz nicht ausreicht. Doch we it gefehlt! Fritz nutze das Neue Palais nicht als eigenes Schlafgemach, sondern als Gästehaus. 200 Schlafräume, vier Festsäle und ein Theater − die Vermutung liegt nah, dass Fritz legendäre Pyjama-Partys gefeiert hat.

Wo viele Gäste untergebracht sind, braucht es eine Küche und Diener, die die Betten ausschütteln und den riesigen Komplex abzustauben. Natürlich wollten auch die irgendwo untergebracht werden. Womit wir zu den heutigen Uni-Gebäuden 9 und 11 kommen. In den sogenannten „Communs“ wohnte und arbeitete Friedric hs Dienerschaft. Diener des Staates, das sind wir irgendwie auch. Aber: Auch das Neue Palais sollte einmal als Unigebäude dienen! Die Parkverwaltung fand das leider nicht so toll…

Später war Haus 11 eine Kaserne, der Platz davor Exerzierplatz. Und wo führten die werten Herrscher ihre Pferde aus, wenn es draußen zu kalt wurde? Keine Frage, nur das Audimax bot genug Platz! Übrigens: Vor knapp 115 Jahren wurden das Neue Palais und die Communs durch einen unterirdischen Tunnel miteinander verbunden. Viel Spaß beim Suchen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.