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Das Logo von “Potsdamer Wohnzimmerkultur”, abgekürzt: PoWoKu (Foto: Potsdamer Wohnzimmerkultur)

Vor zwei Jahren fing alles an: Tobias Beyer und Christian Leonhardt, beide Ende Zwanzig, gründeten die neue Veranstaltungsreihe “Potsdamer Wohnzimmerkultur”. 25 Mal luden die beiden seitdem schon zu Konzerten, Lesungen, Theater und Zauberervorstellungen ein. Das Charakteristische ihrer Veranstaltungsreihe versteckt sich dabei im Namen: Ort der Veranstaltungen ist dabei möglichst immer ein Wohnzimmer in Potsdam. Aus dem Namen ergab sich schließlich die Abkürzung “PoWoKu” mit der Kuh im Logo. Wir stellen euch die Veranstaltungsreihe und die Bands “Ernstgemeint” und “Sebastian Block” des Jubiläumskonzerts am Samstag, den 28. Juli 2018 vor. Von Julia Hennig.

Wenn die meisten überlegen, wo sie am Wochenende auf ein Konzert gehen können, denken viele erst einmal an Berlin. Aber auch Potsdam hat einiges an Kultur zu bieten und bietet vor allem auch kleineren Künstler_innen eine Bühne.

Die Idee hinter “Potsdamer Wohnzimmerkultur”

Im Interview erzählt Tobias Beyer, dass er im September 2015 selbst auf einem Wohnzimmerkonzert in Magdeburg einen eigenen Text gelesen hatte. Das Konzept gefiel ihm so sehr, dass er überlegte, eine ähnliche Veranstaltung zu organisieren. Parallel entstand daher die Idee, in Berlin eine Lesereihe zu gründen. Mit der Begründung “Berlin hat genug”, änderte sich der Veranstaltungsort zu Potsdam. “Oft ist das Klagen da, es ist so wenig los in Potsdam”, fügt er noch hinzu. Zusammen mit Christian Leonhardt beschloss er, nicht nur Konzerte zu veranstalten, sondern auch für andere Kulturformen offen zu sein. Das Charakteristische von PoWoKu blieb in den zwei Jahren erhalten: ein Potsdamer Wohnzimmer als Veranstaltungsort, das laut Tobias den “Charme des Privaten” biete. Im Sommer kann es aber auch gerne mal nach draußen in den Garten gehen.

Zwei Jahre PoWoKu – ein Blick in die Zukunft

18. PoWoKu im Janaur 2018 mit Martin Sierp: Comedian und Verwandlungskünstler (Foto: Potsdamer Wohnzimmerkultur)

Mit Blick auf die Potsdamer Kulturlandschaf konstatiert Tobias, dass es viele coole Projekte gebe, denen aber ein Podium gegeben werden müsse. Dies könne zum Beispiel eine digitale Präsenz sein, auf der sich alle kulturellen Initiativen zusammen mit einem gemeinsamen Eventkalender vernetzen und so leichter von Interessierten gefunden werden können. Ansonsten, beklagt er, endeten besonders ehrenamtliche Initiativen leider schnell wieder.

Die Zusammenarbeit mit den Künstler_innen funktioniere hingegen so gut, dass sich die beiden Veranstalter inzwischen ein Netzwerk aufgebaut haben. Gesucht werden aber vor allem immer Potsdamer Wohnzimmer (alternativ auch Gärten für den Sommer oder Dachböden) als Veranstaltungsorte. Die Veranstalter übernehmen hierbei die komplette Organisation mit den Künstler_innen und den Gastgeber_innen. Da der Veranstaltungsort erst nach einer Anmeldung per Mail bekannt gegeben wird, muss auch keiner eine “Facebook-Party” befürchten. Vor einer ersten Veranstaltung treffen sich die Organisatoren mit den Gastgeber_innen zum Kennenlernen und schätzen dabei ein, wie viele Leute dort Platz finden werden. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, eine kleine Spende für die Künstler_innen nach eigenem Ermessen wird aber immer gern gesehen.

PoWoKu #25: Ernstgemeint & Sebastian Block

Mit Ernstgemeint spielt eine deutschsprachige Potsdamer Band, die schon einmal vor zwei Jahren bei der PoWoKu dabei war und zum Jubiläumskonzert zurückkehrt. Die Organisator_innen beschreiben die Band als “drei herzliche Narren, denen ein Bierverbot die Existenz kosten würde.” Das Trio vertont dabei mit Gitarre, Gesang und Querflöte, “alles, was ihnen unter die Augen kommt” und bietet dabei einen Mix aus “Metal und Glockenspielromantik”. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann hier weiter lesen und hören.

Der poetische Songwriter Sebastian Block ist im Juni bereits durch ganz Deutschland getourt und tritt nun zum ersten Mal bei der PoWoKu auf. Im Februar 2018 erschien sein drittes Album “Wo alles begann”. Nach der Darstellung auf seiner Homepage bewegen sich die Lieder dabei “zwischen Synthesizer-Pop und klassischem Wurlitzer-Sound, Upbeat und Ballade, schwebender Leichtigkeit und Melancholie”. Auch die Organisator_innen loben den Berliner insgesamt für seine gute Musik mit guten Texten. Mehr Infos zum Künstler gibt es hier.

Anmeldung: Wer beim Konzert dabei sein möchte, schickt einfach eine Mail mit der Anzahl der Personen an wohnzimmerkulturpotsdam@gmail.com. Auch wenn ihr diesmal nicht könnt, aber vielleicht beim nächsten Mal, könnt ihr euch in den Mailverteiler eintragen lassen. PoWoKu erreicht ihr auch über facebook und instagram.

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