Küchenchaos: Weihnachtsklassiker reloaded

Es ist angerichtet, Weihnachten kann kommen. Fotos: K.Golze, A. Eger.
Es ist angerichtet, Weihnachten kann kommen. Fotos: K.Golze, A. Eger.

Wir haben gebacken, ihr habt genascht. Auf dem Campus-Weihnachtsmarkt konntet ihr Bratapfellikör, Spekulatiuscreme und Stollenkonfekt probieren, hier sind die Rezepte – zum Selbstbeschenken oder um jemandem noch eine kleine selbst gemachte Freude zu machen. Von Angelina Eger und Katharina Golze.

Weihnachtszeit ist Backzeit. Das hat sich auch das Küchenchaosteam auf die Fahnen geschrieben – Plätzchen, Stollen und Knödel haben wir geknetet und gebacken. Für diese Ausgabe standen wir ausnahmsweise einmal nicht nur zu zweit in der Küche. Wir hatten tatkräftigte Unterstützung von unserer Chefredakteurin Maria. So konnten wir eine Vielzahl, insgesamt acht verschiedene Rezepte (nur eine Auswahl veröffentlicht), bewältigen.

Bei dem Campus-Weihnachtsmarkt am Neuen Palais haben wir euch zum Verkosten eingeladen.
Bei dem Campus-Weihnachtsmarkt am Neuen Palais haben wir euch zum Verkosten eingeladen.

Die Resultate konntet ihr am vergangenen Mittwoch auf dem Campus-Weihnachtsmarkt am Neuen Palais probieren. Das Feedback zum Geschmack war großartig – besonders die Marmeladendoppeldecker und der Bratapfellikör wurden gelobt. Also traut euch ruhig, Nudelholz und Backblech zu schnappen und Freunden und Familie eine kleine Weihnachtsüberraschung mitzubringen – ihr werdet hundertprozentig mit Lob und Begeisterung empfangen!

Unser Tipp für die Weihnachtszeit: Kauft euch ein Nudelholz oder trinkt vor dem Backen eine Flasche Glühwein aus, die ihr alternativ zum Ausrollen des Teiges benutzen könnt.

Das Generationsplätzchen – der Doppeldecker

Noch vor dem Verzieren mit Marmelade oder Schokolade...
Noch vor dem Verzieren mit Marmelade oder Schokolade…

Dieses Weihnachtsgebäck war in unserer Küche etwas ganz Besonderes: 1. Ist das Rezept für den Teig von Angelinas Oma und wird seit Generationen weitergeben. 2. Ist die verwendete Marmelade von den fleißigen Händen von Marias Oma zubereitet worden. Aber auch wenn ihr keine Oma-Marmelade habt, bietet dieses Rezept einen großen Vorteil: Das Backen geht wirklich fix und die Kekse machen dennoch viel her – der Geschmack wurde mehrfach gelobt.

Ihr benötigt drei Groschen für: 150 g Butter, 70 g Vanillezucker, 1 Eigelb, 260 g Mehl und Marmelade, bestenfalls Gelee. Wir haben Johannisbeerengelee aus eigener Oma-Produktion verwendet. Ihr wollt alles selbst machen und die Marmelade in eurer Küche kochen? Dann stöbert in unseren Rezepten zu Orangenmarmelade oder Johannesbeer-Kirsch-Marmelade.

Wir haben geknetet, was das Zeug hält...
Wir haben geknetet, was das Zeug hält…

Für die Plätzchen alle Zutaten miteinander zu einem festen Teig vermengen, die Masse auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und dann mit euren Lieblingsausstechern ausstechen. Die Kekse in Elch- und Stiefelform (oder welche Formen ihr sonst noch toll findet) auf ein Backblech legen und bei 180 Grad Umluft 7 – 12 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen.

Die Marmelade in einem Topf kurz erhitzen. Auf eine Hälfte des Plätzchens die Marmelade streichen und eine passende Hälfte auf das bestrichene Plätzchen drücken. Zur Dekoration könnt ihr die fertigen Werke mit Puderzucker bestäuben.

Unser Tipp: Nehmt kleine und nicht verschnörkelte Formen – Kreise, Sterne und Herzen eignen sich am besten. Alternativ könnt ihr auch Linzer Sterne backen: Dafür müsst ihr einen Stern normal ausstechen, in den „Deckel“ stecht ihr mit einem kleineren Stern (oder einer anderen Form) ein Loch, sodass dieses Plätzchen der Rand für die Marmeladenfüllung wird. Nach dem Backen werden Grundform und „Rand“ ebenfalls mit warmem Gelee zusammengeklebt. Danach kann das „Loch“ mit weiterer Marmelade aufgefüllt werden.

Spekulatius für’s Brot

Es gibt sie in dunkel und hell, mit und ohne Mandeln – Spekulatius. Wir alle lieben sie, doch Spekulatius selbst backen, das war uns zu einfach. Daher haben wir eine Alternative für’s Frühstücksbrötchen gezaubert: Eine weihnachtliche Spekulatiuscreme.

Wir haben unseren Spekulatius mit dem Smoothie-Maker gehaxelt.
Wir haben unseren Spekulatius mit dem Smoothie-Maker gehaxelt.

Für diese benötigt ihr vier Euro im Geldbeutel für: 200 g Gewürzspekulatius, 125 g Kondensmilch (10% Fett), 75 g brauner Zucker, 50 g Butter, 1 TL Zimt.

Zuerst zerkleinert ihr den Spekulatius in einer Tüte oder mit einem Mixer. Die Konsistenz sollte ein feiner Puder sein. Danach sollte dieses Pulver mit dem Zimt gemischt werden. Die Kondensmilch, den braunen Zucker und die Butter in einem Topf oder in der Mikrowelle erhitzen und zu einer glatten Masse verrühren.

Nun Spekulatius-Zimt-Pulver und Butter-Creme miteinander vermengen und mit einem Schneebesen verrühren, bis die Masse glatt ist. Sofort in kleine Gläser abfüllen und dort abkühlen lassen. Im Kühlschrank lagern. Unser Tipp: Wir können dazu frisches Weißbrot empfehlen.

Rosinenstollen zum Mitnehmen

Klein und fein zum Vernaschen.
Klein und fein zum Vernaschen.

Wir haben uns bereits im vergangenen Jahr bei unserer ersten Edition – ja, Küchenchaos gibt es mittlerweile seit einem Jahr, ein Jubiläum – an einem großen Christstollen versucht. Dieses Jahr wollen wir uns aber an die kleinen Dinge des Lebens wagen. Daher haben wir uns für Stollenkonfekt entschieden. Die kleinere und handlichere Variante, welche besser zum Mitnehmen in die Uni ist und die man besser in einem hübschen Tütchen verschenken kann.

Zum Backen braucht ihr etwa 6 Euro für: 200 g Butter, 150 g Zucker, 300 g Quark, 600 g Mehl, 2 TL Zimt, 1 Päckchen Backpulver, 100 g gehackte Mandeln, 100 g Rosinen, 100 g Zitronat, 250 g Puderzucker.

Auch der Teig vorher hat schon zum Naschen eingeladen.
Auch der Teig vorher hat schon zum Naschen eingeladen.

Mehl und Backpulver vermischen und kurz zur Seite stellen. Butter und Zucker schaumig rühren, dann den Quark untermischen. Nun das Mehl-Gemisch hinzugeben und verrühren. Unter weiterem Rühren Mandeln, Rosinen und Zitronat (die Variante mit Orange schmeckt genauso gut) hinzugeben. Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Walnussgroße Portionen formen und zu kleinen Stollen rollen. Diese 10 – 15 Minuten backen.

Butter zerlassen und den Puderzucker sieben. Die kleinen Stollen nach dem Abkühlen in der Butter wenden oder damit bestreichen, und mit dem Puderzucker bestreuen. Die Mini-Stollen eine Nacht gut verschlossen ziehen lassen und dann weihnachtlich verpacken oder verspeisen! Unser Tipp: Legt die Rosinen einen Tag vorher in Rum, dann ist das Geschmackserlebnis noch intensiver.

Bratapfel mit Schuss

Was wäre die Adventszeit ohne Bratapfel? Doch da man auf den zahlreichen Ausflügen zum Weihnachtsmarkt und beim Sonntagsessen schon genug verspeist, sind wir auf die trinkbare Variante umgestiegen. Den Batapfellikör. Dieser eignet sich als kleines Mitbringsel, Geschenk oder zum eigenen Verzehr beim Märchen gucken oder nach dem Ente essen.

Unser Dessert nach dem Weihnachtsschmaus: Bratapfellikör.
Unser Dessert nach dem Weihnachtsschmaus: Bratapfellikör.

Ihr benötigt ein Budget von 8 Euro für: 2 Liter naturtrüben Apfelsaft, 350 g Zucker, 2 Stangen Zimt, 2 Vanilleschoten und bis zu 750 ml Rum.

Alle Zutaten, bis auf den Rum, in einem großen Topf (oder die Mengenangaben verringern) geben und aufkochen lassen. Nach einem kurzen Aufkochen, die Gewürze herausfischen und abkühlen lassen. Den Rum hinzugeben, probieren und in Flaschen abfüllen. Unser Tipp: Der Geschmack wird intensiver, wenn wir die Flaschen noch ein, zwei Wochen stehen lasst. Mit einer Schleife drum freut sich jeder über dieses Geschenk.

Die Knödel mach‘ ich selbst

Knödel selbst machen ist einfacher als man denkt, und schmeckt so viel besser!
Knödel selbst machen ist einfacher als man denkt, und schmeckt so viel besser!

Nach dem vierstündigen Kneten, Backen und Teig naschen, hatten wir Verlangen nach etwas Deftigem. Wie gut, dass wir alte Brötchen übrig hatten und sowieso schon einmal Semmelknödel selbst machen wollten. Fleischklöße aus dem Ofen und Champignon-Sauce haben wir spontan dazu gemacht – Ente und Rotkohl haben wir uns noch für die Feiertage auf.

Für die Semmelknödel benötigt ihr ein Budget von 4 Euro und: 6 alte (harte) Brötchen, Petersilie, 10 g Butter, 1 Zwiebel, 250 ml Milch, 3 Eier, Salz und Pfeffer. Die Semmelknödel waren bei unserem Abendessen die perfekte Beilage.

Der perfekte Begleiter zu Pilzen und Gehacktem.
Der perfekte Begleiter zu Pilzen und Gehacktem.

Zuerst die Brötchen in kleine Würfel schneiden. Dann die Petersilie und Zwiebel fein schneiden und mit ein wenig Butter in der Pfanne anschwitzen. Dann unter die Brötchenkrümel mischen. Nun die Milch erhitzen und ebenfalls unter die Brötchen mischen. Etwa zehn Minuten quellen lassen. Die Eier verquirlen und mit Salz und Pfeffer unter die Brötchenmasse heben. Alles zu einem festen Teig verrühren und zu tennisballgroßen Knödeln formen.

Einen Topf mit siedenden (leicht sprudelnden) Wasser vorbereiten und die Knödel hineingeben. 20 Minuten köcheln lassen und dann herausnehmen. Unser Tipp: Wir haben anschließende die vorher verwendete Pfanne genutzt und die Knödel darin kurz angebraten.

Mit diesen Rezepten könnt ihr die Weihnachtsklassiker wie Stollen, Bratapfel und Spekulatius neu interpretieren und könnt Freunde und Verwandtschaft auf alle Fälle überraschen. Für diejenigen, die bisher noch keine Geschenkideen hatten, finden hier sicher auch etwas. Viel Spaß beim Nachbacken. Die Rezepte haben wir von Chefkoch.de sowie kaffeeundcupcakes.de. Fröhliche Weihnachten!!

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