Küchenchaos: Sommersnacks und Grill-Supporter

Wir genießen die ersten Sommerabende am Grill. Leckere Beilagen dürfen dabei nicht fehlen. Fotos: K. Golze, A. Eger.
Wir genießen die ersten Sommerabende am Grill. Leckere Beilagen dürfen dabei nicht fehlen. (Fotos: K. Golze, A. Eger)

Was wäre der Sommer ohne seine Sonnenfrüchte Erdbeeren, Rhabarber und Spargel? Und ohne Grillen? Wir Studis lieben es, weil es schnell und unkompliziert mit einem Einweggrill auch an der Havel funktioniert. Wir haben leckere BBQ-Rezepte ausprobiert: von einer Caipirinha-Bowle bis zum Spargelsalat. Von Angelina Eger und Katharina Golze.

Pünktlich zum Mai und den wirklich ersten warmen Sonnenstrahlen haben wir die Sonnencreme ausgepackt, die Füße in der Havel gebadet und die erste Grillparty unter freiem Himmel gefeiert.

Mit Rohrzucker, Minze und Strohhalm schmeckt die Bowle noch viel besser.
Mit Rohrzucker, Minze und Strohhalm schmeckt die Bowle noch viel besser.

Und wir wollten dabei mehr als nur Roster, Steak und Halloumi. Also haben wir sommerliche Rezepte durchstöbert und leckere Snacks, Erfrischer und Beilagen für euch ausprobiert. Unsere Gäste waren begeistert, lobten ohne Ende und waren pappsatt! Da wir wissen, wie wenig Zeit man als Student_in hat, haben wir auf die effizienten Rezepte gesetzt: Kurz, knapp und schnell lassen sie sich super vorbereiten und dienen sowohl als schnelle Notfalllösung, als auch als Mitbringsel zur BBQ-Einladung.

Mischmasch-Bowle

Für das erste sommerliche Prickeln auf der Zunge braucht ihr: 5 Limetten, 3 Zitronen, 1 Honigmelone, 200 g Zucker, 200 ml Rum (oder einen anderen Schnaps eurer Wahl), 2 Flaschen Sekt (wir entscheiden uns für die günstigere Variante: Hugo), Erdbeeren, Eiswürfel und ein hübsches Gefäß. Bei uns musste der große Suppentopf herhalten, denn mehr hatte unsere Studibude nicht zu bieten. Finanziell liegt der Spaß bei ca. 12 Euro.

Zunächst wascht ihr die Limetten und die Zitronen. Presst den Saft, schneidet die ausgedrückten Stücke in Scheiben und legt diese zum Saft. Schneidet nun Erdbeeren und die Honigmelone in kleine Bowle-Happen und vermengt diese mit dem Saft. Gebt den Zucker und den Schnaps hinzu und rührt ordentlich um. Lasst das Gemisch am besten eine Nacht durchziehen.

Das Zitronen und Limetten auspressen war eine saure Angelegenheit.
Das Zitronen und Limetten auspressen war
eine saure Angelegenheit.

Falls ihr genauso spontan seid wie wir, gebt direkt im Anschluss den Sekt dazu. Achtung mit dem Korken! Unser Sekt ist (zum Glück) in meiner Dusche explodiert, er mochte den holprigen Fahrradweg wohl nicht. Also entscheidet euch lieber erst nach dem Kochen zum Wohnung putzen. Je nach Geschmack könnt ihr Zucker oder Wasser hinzugeben. Die Bowle kaltstellen. Kurz bevor die Gäste kommen die zweite Sektflasche hinzugeben und ordentlich verrühren. Eiswürfel hinzufügen und dann hoch die Gläser! Für einen lässigen Caipirinha-Effekt gebt vorher etwas Rohrzucker und Minze in die Gläser.

Rustikaler Schmächtling-Salat

Ihr wisst nicht, was Schmächtling ist? Wir auch nicht. Umgangssprachlich heißt das Spargel. Zwar wissen wir, dass das nicht jedermanns Sache ist, aber mit diesem Rezept lernen auch die Gemüseverweigerer die grünen oder weißen Stangen lieben. Besonders zum frisch gegrillten Steak ist der Salat ein Genuss. Ihr braucht: Eine Hand voll Spargel (grün und weiß), Cocktailtomaten, Olivenöl, Basilikum, Balsamico und Knoblauch. Spargel ist in der  Hochsaison auch für das Studi-Budget erschwingbar, daher haben wir nur ca. 5 Euro ausgegeben.

Farblich ist der Salat schon in der Pfanne ein echter Hingucker.
Farblich ist der Salat schon in der Pfanne ein Hingucker.

Spargel waschen und schälen und in circa 2 cm lange Stücke schneiden. Tomaten und Knoblauch schnippeln. Den Spargel in einer erhitzten Pfanne bissfest anbraten. Etwas Zucker hinzugeben und karamellisieren lassen. Den Spargel, die Tomaten und den Knoblauch in eine Schüssel geben und vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Basilikumblättern würzen. Wir konnten von der frischen Basilikumpflanze auf meinem Fensterbrett zehren. So eine Pflanze ist echt eine super Investition und gibt es schon für einen Euro im Supermarkt. Für die Feinschmecker_innen unter euch könnt ihr gern einen Balsamico-Essig hinzugeben. Wir hatten einen mit Heidelbeer-Note. Sehr lecker dazu ist auch Schafskäse.

Fruchtsalat in Muffinform

In studentischer Platznot muss man experimentierfreudig sein. Das Bad wird zur Küche...
In studentischer Platznot muss man experimentierfreudig sein. Das Bad wird zur Küche.

Endlich sind sie wieder da: Unsere Lieblingssommerfrüchte Erdbeere und Rhabarber. Wir haben diese Vitaminbomben in süßen Muffins versteckt. Ihr braucht: 250 g Erdbeeren, 200 g Rhabarber, eine große Stange, 100 g Marzipanrohmasse, 125 g Butter, 150 g Zucker, 1 Prise Salz, 100 g Joghurt, 80 g Grieß (falls ihr genauso gern Grießbrei esst wie wir), 3 Eier, 150 g Mehl und 1 TL Backpulver. Die meisten Zutaten hatten wir schon in unserer „Vorratskammer“. Daher haben wir nur ca. 5 Euro ausgegeben.

Zuerst müsst ihr Butter und Marzipan verrühren. Den Ofen auf 170 Grad Umluft. Den Zucker, Salz, Joghurt, Grieß und die Eier hinzufügen und gut durchrühren. Hier könnt ihr die Arme trainieren oder den Mixer nehmen. Mehl und Backpulver vermischen und unter die Buttermischung unterheben.

Der Teig lädt direkt zum Naschen ein!
Der Teig lädt direkt zum Naschen ein!

Nebenbei schneidet ihr die Erdbeeren und den Rhabarber klein. Für diejenigen, denen das grüne Stangengemüse fremd ist: Ihr müsst vorsichtig die oberste Schicht abziehen, danach zerkleinert ihr die langen Stangen. Und Finger weg von den Erdbeeren. Die sind für den Kuchen! Immerhin solltet ihr den Teig probieren, bevor ihr ihn in die vorbereiteten Muffinförmchen füllt. Die Muffins circa 35 Minuten backen. Immer wieder die Stäbchenprobe machen.

Schnellgemachtes Grillgut

Der Klassiker der Grillliebhaber_innen und auch für die schnelle Studiküche in der Mittagspause: Ofenkartoffeln mit Frühlingsquark. Ihr braucht: Kartoffeln, Olivenöl, Quark, Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Gewürze und Knoblauch. Wir hatten die Zutaten alle zuhause, daher blieb unser Geldbeutel unangetastet.

Wir haben für den Frühlingsquark das Kräuterbeet geplündert.
Wir haben für den Frühlingsquark das Kräuterbeet geplündert.

Für den Quark den Knoblauch hacken und mit den klein geschnittenen Gartenkräutern und etwas Olivenöl vermengen. Diesen gerne auch bereits am Vormittag vorbereiten, damit der Quark durchziehen kann. Danach die Kartoffeln gründlich waschen und in schmale Spalten schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und leicht mit dem Olivenöl beträufeln. Die Kartoffeln verteilen und mit Salz, Pfeffer und anderen Lieblingsgewürzen verfeinern.

Wir haben wild mit Oregano, Thymian Provence-Kräutern gewürzt. Die Kartoffeln für 25-35 Minuten bei 170 Grad in den Backofen. Die Kartoffeln können bereits am Vormittag vorbereitet werden. Kurz vor dem Grillen kommen sie dann in den Ofen oder werden auf dem Grill nochmals erwärmt. Eine andere Variante wäre es, die Kartoffeln in Alufolie zu wickeln und mit in die Kohle zulegen. Schmecken aber auch kalt sehr lecker!

Und wann startet eure Grillparty?
Und wann startet eure Grillparty?

Die Kohle glüht mittlerweile, die Sonne färbt sich romantisch dunkelrot und ihr könnt nun mit eurer frischen Bowle auf den ersten BBQ-Abend anstoßen. Ihr habt keinen Grill und wollt trotzdem ein leckeres Steak? Im Supermarkt gibt es kleine portable Einweggrills für einen Strandabend an der Havel. Und zudem kann man im Potsdamer Volkspark die freistehenden Grills nutzen. Also genießt den Sommer. Er fängt gerade erst an.

Ein Dank gilt vor allem den kreativen Köch_innen von Chefkoch.de und Kathis Mama.

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