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campusLEBEN — 26 Oktober 2016
So verführerisch lecker kann der Herbst sein. Fotos: A. Eger.

So verführerisch lecker kann der Herbst sein. Fotos: A. Eger.

Bunte Blätter, buntes Gemüse, und ein neuer bunt zusammen gewürfelter Stundenplan. Kälte, graue Herbsttage und lange Vorlesungen sind wieder da. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben wir uns leckeren Aufwärmübungen und kleinen Snacks für die Seele gewidmet. Probiert es aus und genießt die Früchte des Herbstes! Von Angelina Eger und Katharina Golze.

In großen Schritten nähert sich der Herbst. Gefühlt haben wir das letzte Wochenende noch plantschend am See verbracht, nun stehen wir frierend am Bus, zählen die auf dem Boden liegenden Kastanien und fragen uns, wann wir endlich wieder ins kuschelige Bett zurück können. Willkommen im Wintersemester 2016/2017. Das heißt, …

Die etwas andere Dekoration: Die Möhrencreme vor dem Pürieren.

Die etwas andere Dekoration: Die Möhrencreme vor dem Pürieren.

…also lange Zugfahrten, lange Vorlesungen und lange in der Bibliothek sitzen. Damit diese Zeit etwas erträglicher wird, haben wir a) kleine Happen für Zwischendurch b) etwas, worauf wir uns zum Abendessen nach einem langen Tag freuen können und c) etwas für das Anstoßen auf das neue Semester und die ersten erfolgreiche Referate, vielleicht auch als Lernmotivation, vorbereitet.

Dabei sind uns die Herbstfrüchte Kürbis, Mohrrübe sowie Walnüsse und Haselnüsse zur Hilfe gekommen. Also lasst euch das neue Semester mit Bonbons, Cookies und Likören versüßen. Herzhafter wird es mit einer Kürbissuppe und einem veganen Brotaufstrich.

Karamell zum Lutschen

Das Highlight dieses Monats war für uns, Bonbons selbst zu machen. Das ist total aufwendig und kompliziert? Das dachten wir auch anfangs, aber die Karamellbonbons haben uns vom Gegenteil überzeugt. Bei uns wird es diese Leckerei in Zukunft häufiger geben, denn sie sind schnell gemacht und eignen sich als Geschenk oder als Motivationskick in den Veranstaltungspausen.

Von Weiß zu Braun: So sollte die Karamellmasse nach 25 Minuten aussehen.

Von Weiß zu Braun: So sollte die Karamellmasse nach 25 Minuten aussehen.

Ihr benötigt etwa 3 Euro und: 125 g Zucker, 125 ml Sahne, 30 g Margarine, ein Päckchen Vanillezucker, einen Teelöffel Honig und eventuell Zahnstocher.

Ihr gebt alle Zutaten in einen Topf und bringt die Masse zum Kochen. Unter regelmäßigem Rühren soll die Masse 25 Minuten kochen. Dabei verändert sich die Farbe von einem Weißton in ein wunderbares Karamell. Ein Backblech über den Rand hinaus mit Backpapier auslegen. Die Masse hineingeben.

Bonbons, wohin das Auge reicht.

Bonbons, wohin das Auge reicht.

Nach dem Abkühlen in mundgerechte Stücke schneiden. Beachtet dabei, dass die Bonbons nicht zu groß werden, damit sie gut in den Mund passen! Falls ihr Lutscher lieber habt, dreht  Zahnstocher in regelmäßigen Abständen in die Karamellmasse hinein. Wir haben kleine Pralinenförmchen für die Bonbons verwendet. Eurer Fantasie sind also keinerlei Grenzen gesetzt und wir sind gespannt per Instagram #küchenchaos eure Ideen zu entdecken!

Möhrencreme zum Streichen und Dippen

Im Herbst ist alles orange: die Blätter, die Kürbisse und die Mohrrüben, welche bis Oktober geerntet werden können. Das knackige Wurzelgewächs haben wir vegan verarbeitet und mit weiteren Herbstbegleitern, nämlich Walnüssen, zusammengetan.

Ein Blick von Oben: Nüsse und gedünstete Möhren kommen in den Mixer.

Ein Blick von Oben: Nüsse und gedünstete Möhren kommen in den Mixer.

Ob nun als Dip für die Tortilla oder als Aufstrich zu einem frischen Brot – braucht ihr: Olivenöl, 200 g Möhren, 50 ml Gemüsebrühe, eine kleine Knoblauchzehe, eine Zwiebel, Salz und Pfeffer, Zitronensaft und vier Walnüsse. Der Preis liegt bei etwa 5 Euro.

Die Möhren waschen, mit der Zwiebel und dem Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Pfanne mit dem Öl erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten. Die Möhren und den Knoblauch hinzugeben und für circa fünf Minuten andünsten.

Allein schon die Farbe und der würzige Geruch laden zum Verkosten ein.

Allein schon die Farbe und der würzige Geruch laden zum Verkosten ein.

Die Gemüsebrühe mit Wasser anrühren und in die Pfanne geben. Achtung, kann heiß spritzen! Die Menge köcheln lassen, bis die Möhren weich sind. Das Wasser abgießen und die Gewürze, den Zitronensaft und die kleingehackten Walnüsse zu der Masse hinzugeben und mit einem Pürierstab pürieren. In ein Glas abfüllen und transportfertig in den Alltag hinaustragen.

Hochprozentige Kürbiskerne

Dieses grünliche Getränk mag auf den ersten Blick wie ein schlechter Halloween-Scherz aussehen, und auch wenn Farbe und Geruch etwas ungewöhnlich sind, haben wir beim Semesterauftakt WarmUP! in der Schiffbauergasse am Montag viele mutige Tester überzeugen können.

Für alle neugierigen Leser nun das Rezept mit den herbstlichen Kürbissamen: einen halben Liter Milch, ein Päckchen Vanillepulver, 150 g Zucker, 125 g Kürbiskerne, 250 ml Kornbrand. Budget: circa 8 Euro. Ersatzweise eignen sich auch Wodka oder Rum.

Zunächst haben wir die Kürbiskerne abgewogen und in einem Mixer klein gehackt. Hierzu haben wir den Kaffebohnenmahler verwendet. Alternativ kann dies mit einem Pürierstab versucht werden. Den Topf mit dem Zucker bedecken und 2/3 der Milch hinzugeben. Mit dem restlichen Teil der Milch wird das Puddingpulver angerührt. Wenn die Milch zu kochen beginnt, den Topf vom Herd nehmen, das Pudding-Gemisch einrühren und erneut kochen lassen und abkühlen. In den noch warmen Pudding den Vanillezucker und die zerkleinerten Kürbiskerne hinzugeben. Anschließend den Schnaps hinzugießen und ordentlich verrühren. In Flaschen abfüllen und gleich verkosten. Für einen intensiveren Geschmack den Likör ein bis zwei Tage durchziehen lassen und dann kühl genießen.

Küsschen auf’s Nüsschen

Mehr Nuss als Teig. Dadurch werden die Cookies schön knusprig.

Mehr Nuss als Teig. Dadurch werden die Cookies schön knusprig.

Eichhörnchen, Braunbär und Co. sammeln sie für ihren Wintervorrat, wir sammeln sie für die kleine Nascherei zum heißen Kakao: Haselnüsse und Walnüsse. Wer nicht in Nachbar’s Garten plündern will oder bei den kalten Temperaturen lieber nicht das Haus verlassen möchte, findet verschiedene Nussmischungen fertig abgepackt im Supermarkt. Wir haben uns für ein veganes Rezept entschieden.

Dafür braucht ihr etwa 5 Euro und: 250 g Margarine, 200 g Zucker, 150 g kernige Haferflocken, 200 g Mehl, eine Prise Zimt, einen Teelöffel Backpulver, 100 ml Sojamilch (funktioniert auch mit Kuhmilch) und 250 g gemischte Nüsse, und für die Sammler unter euch einen Nussknacker.

Je nachdem, wie braun und knusprig ihr die Kekse mögt, variiert in der Backzeit.

Je nachdem, wie braun und knusprig ihr die Kekse mögt, variiert in der Backzeit.

Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor. Schmelzt zunächst die Margarine in einem Topf, gebt dann Zucker und Milch hinzu. Vermengt Mehl, Haferflocken, Zimt und Backpulver in einer Schüssel miteinander und gebt die Milch-Butter-Mischung mit in die Rührschüssel. Hackt nun die Nüsse und gebt diese unter den Teig. Belegt das Blech mit Backpapier und verteilt kleine Häufchen, die die Größe eines Teelöffels nicht überschreiten. Der Teig läuft während des Backens auseinander und die Kekse werden doppelt so groß. Im Ofen 15 Minuten backen und gut auskühlen lassen.

Rotwein mit Schnaps

Wer schon in Weihnachtsstimmung ist und eifrig Lebkuchen und Spekulatius kauft, wird dieses Rezept lieben. Aber auch wer noch keine Lust auf Glühwein hat, aber gern mal einen Schoppen Wein trinkt, findet Gefallen an diesem Schnaps. Wir haben Rotweinlikör gemacht.

Prost, auf das neue Semester! Ihr habt die Wahl zwischen Kürbiskern- (rechts) und Rotweinlikör.

Prost, auf das neue Semester! Ihr habt die Wahl zwischen Kürbiskern- (rechts) und Rotweinlikör.

Für diese schon weihnachtlich angehauchte Idee benötigt ihr etwa 8 Euro und: Anderthalb Liter Rotwein, 400 g Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, 250 ml Orangensaft und 400 ml Kornbrand. Aufgrund der schmalen Studentenkasse haben wir den „Klaren“ verwendet. Etwas hochwertigere Alternativen sind weißer Rum oder Cognac.

In einem Topf den Rotwein, den Zucker und Vanillezucker erwärmen. Wichtig ist dabei, dass die Flüssigkeiten nicht anfangen zu kochen. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, das Gemisch abkühlen und den Orangensaft und den Kornbrand hinzugeben und gut vermischen. In Flaschen abgießen und anstoßen. Für eine extra weihnachtliche Note gebt einfach eine Zimtstange, Nelken und Sternanis mit in den Topf.

Dicker Kürbis im Suppentopf

Happy Halloween. Ob ausgehöhlt als gruselige Dekoration vor der Eingangstür oder im Eintopf: Eines der beliebtesten Zutaten im Oktober ist und bleibt der Kürbis. Auch wir haben uns an die orange Frucht herangetraut und eine bunte Gemüse-Kürbissuppe ausprobiert.

Nachdem ihr fleißig geschnippelt habt, heißt es warten...

Nachdem ihr fleißig geschnippelt habt, heißt es warten…

Für vier Personen benötigt ihr etwa 8 Euro sowie: ein Kilogramm Hokkaido-Kürbis, anderthalb Zwiebeln, zwei Zehen Knoblauch, Ingwer, drei Kartoffeln, einen Schluck Milch und drei Möhren. Zudem peppen Salz, Pfeffer, Chili und frische Petersilie die Suppe auf.

Zunächst alle Zutaten waschen. Die Kartoffeln, den Knoblauch, den Ingwer, die Zwiebeln und die Möhren schälen und klein schneiden. Den Kürbis waschen und in circa zwei Zentimeter große Stücke schneiden. Etwas Öl in einen Topf geben und die Zwiebeln glasig dünsten. Die restlichen Zutaten hinzugeben und kurz anbraten. Nun das angebratene Gemüse im Topf mit Wasser ablöschen. Hierbei gilt, umso weniger Wasser umso dicker die Suppe. Wir empfehlen allerdings mindestens das Gemüse vollständig mit Wasser zu bedecken. Kurz umrühren und zum Kochen bringen. Dies kann bis zu 20 Minuten dauern. Ab und zu mit der Gabel in den Kürbis und die Kartoffeln stechen und prüfen, ob diese schon bissfest sind. Ist dies der Fall, den Topf vom Herd nehmen und die Masse pürieren.

...bis ihr den Pürierstab zücken könnt. Guten Appetit!

…bis ihr den Pürierstab zücken könnt. Guten Appetit!

Wir wollten die Suppe ohne Stücke und haben daher ordentlich püriert. Ist euch die Suppe zu cremig oder es haben sich zwei Gäste mehr angekündigt, dann fügt mehr Wasser hinzu. Fehlt euch der Pürierstab im Haushalt, tut’s der Mixer auch. Den Topf nun erneut auf den Herd stellen und Milch sowie die gewünschten Kräuter hinzugeben. Abschmecken und einmal aufkochen. In der Zeit die Petersilie kleinhacken und den Tisch decken. Bei einem gemütlichen Abend unter Freunden, einem Candle-Light-Dinner oder zum Besuch bei Oma ist dieses Rezept im Oktober schon fast ein Muss. Mit all diesen Wegbegleitern zum Naschen und Aufwärmen im Handgepäck genießt den Semesterbeginn und das (noch) sonnige Herbstwetter!

Unser Dank geht an Kathis Cousine, die uns tatkräftig beim Köcheln und Brutzeln geholfen hat, sowie an Chefkoch, Eat Smarter und Fuseln.de für die zum Teil ungewöhnlichen und leckeren Rezepte.

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