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Mit Sport kommt ihr leichter durchs Studium. (Bild: A. Amon)

Mit Sport kommt ihr leichter durchs Studium. (Bild: A. Amon)

Sport treiben nur Verrückte. Und Sportstudent_innen. Und die sind auch verrückt. Sicher? Die speakUP macht eine Reise in die Welt der sportlich Aktiven und derer, die es noch werden wollen. Der Weg führt von den positiven Wirkungen des Sports über nicht geltende Ausreden hin zu einem Wirkungszusammenhang zwischen Sport und Lernverhalten. Es muss also nicht immer Verrücktheit im Spiel sein. Von Alexandra Amon.

Für viele Menschen klingt das Wort Sport wie eine Drohung in den Ohren. Körperliche Bewegung bezeichnen sie als qualvoll und schikanierend. Viele gehen noch weiter und nennen Sport und Mord in einem Atemzug, viel zu „schädigend“ und „gefährlich“ für den empfindlichen Körper. Sie meiden jegliche Bewegungsänderung der Gliedmaßen, sofern sie anstrengend ist oder über ihr Normalniveau hinausgeht.

Und wieso sollte man sich dann freiwillig einer Sache hingeben, bei der man absolut nichts Positives erkennen kann? Weil mit Sport auch Begriffe wie Spaß, Wohlbefinden und verletzungspräventive Wirkung verbunden werden. Spaß im Sinne von Freude an der Aktivität, Wohlbefinden als eine positive Körperwahrnehmung und verletzungspräventive Wirkung in Bezug auf Prellungen, Stauchungen und viele andere körperlichen Einschränkungen.

Für die einen ist Sport schon ein Spaziergang am Sonntagnachmittag, die tägliche Fahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit oder das Rennen auf den bereits eingefahrenen Zug. Für die anderen wiederum ist es eine körperliche Anstrengung, bei der der Puls über einen längeren Zeitraum gewollt in die Höhe getrieben wird und die mindestens 2-3 Mal in der Woche stattfindet. Und eben nur diese Definition einer bewussten körperlichen Betätigung bringt eine Reihe nachgewiesener physischer und psychischer Vorteile mit sich.

Positive Nebenwirkungen

Regelmäßige körperliche Aktivitäten bringen euren Kreislauf in Schwung und helfen mit, euren Stoffwechsel anzukurbeln. Dabei wird euer Fettverbrennungsmotor in Gang gesetzt. Fett ist, wie wir wissen, einer der größten Feinde unserer heutigen Gesellschaft im Hinblick sowohl auf die Gesundheit als auch auf die Ästhetik. Zudem wird in der kalten Jahreszeit den Frostbeulen unter uns „eingeheizt“.

Euer Körper schüttet während des Sports massenhaft Glückshormone aus. Einige davon, wie Serotonin, Dopamin und Endorphine, können Schmerzen lindern, Entspannungszustände auslösen und euch glücklich machen. So gesehen sind sie eure körpereigenen Drogen und wer lechzt nicht nach einer gesunden Art der Alltagsflucht?

Und während ihr schlank und beseelt über die Waldwege schwebt, jubelt das Immunsystem. Husten, Schnupfen und Heiserkeit haben bei fleißigen Sportsfreunden fast keine Chance, den Körper zu schwächen. Es liegt auf der Hand: So gestärkt wissen wir, dass sich unser Einsatz bezahlt macht und dass wir uns aufgrund so vieler lohnenswerter Aspekte mit regelmäßigem Sport solidarisieren sollten.

Keine Zeit und auch kein Geld?

Jetzt sagen sicher viele von euch: Wir haben keine Zeit für so eine Solidarisierung. Wie soll das bei unserem vollen Terminkalender funktionieren? Ihr könnt zum Beispiel den bis in die frühen Abendstunden ausgedehnten Brunch eine Stunde früher verlassen oder das Abendessen mit der Clique nicht schon um 17 Uhr sondern erst um 19 Uhr beginnen lassen. Sich Zeitfenster zu schaffen, ist gar nicht so schwer. Es erfordert nur etwas Willen und schon könnt ihr euch eurer grenzenlosen Sportlust hingeben.

Auch für diejenige, die jetzt noch die gähnende Leere in ihrem Geldbeutel anführen, gibt es eine Lösung – den Hochschulsport. Dies ist eine Einrichtung der Universität Potsdam, die euch neben den klassischen Sportarten wie Basketball, Fußball, Handball und Leichtathletik eine riesige Palette an allgemein bekannten und außergewöhnlichen Aktivitäten anbietet und dies zu einem Bruchteil der Kosten, die ihr in einem Fitnessstudio oder einem Verein zahlen müsstet. Von Aerobic über Aquafitness, Babyschwimmen, Bauch spezial, Capoeira, Frisbee, Hockey bis hin zu Pilates ist für jeden von euch etwas dabei. Badminton-Turniere, Zumba-Partys, Skiausfahrten oder Wanderfahrten ergänzen das umfangreiche Angebot.

Und jetzt kommt das Beste daran: Es ist ein Leichtes für euch, bei den vielen angebotenen Terminen einen zu finden, der in euren eigenen Wochenkalender passt.

Der Mensch als soziales Wesen

Bei fast allen Kursen kommt außerdem die Geselligkeit als sozialer Aspekt mit ins Spiel. So findet sich zu Kurszeiten ein kunterbunter Haufen jeglicher universitärer Schichten zusammen. Neben neuen Gesichtern aus verschiedenen Studiengängen lernt ihr auch Mitarbeiter_innen der Universität, Alumni und sogar universitätsfremde Personen kennen. Sport kann als Bindeglied von sich fremden Menschen gesehen werden und schafft den ersten Brückenschlag zu neuen Kontakten und Freundschaften. Aber auch wer von euch lieber alleine Sport macht, findet beim Hochschulsport den richtigen Kurs.

Mens sana in corpore sano

Das Problem mit der rinnenden Zeit kennt ihr als Studenten sicherlich. Es stresst die Psyche und die daraus entstehenden Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder schlechte Laune sind bei keinem gern gesehene Gäste. Ist es nicht naheliegend, dass Bewegung euch mehr Kraft und Durchhaltevermögen verleiht?

Denn beim Sport könnt ihr den Stress für eine kurze Zeit vergessen, abschalten, entspannen und das eigene Wohlbefinden neu definieren. Nachdem ihr euch ausgepowert und neue Kräfte getankt habt, könnt ihr mit frischem Elan die lang aufgeschobene Hausarbeit, die drohende Klausur oder die Bachelorarbeit angehen. Mit einem großen Unterschied zu einem sportlich unproduktiven Studierenden: Euer Gehirn ist jetzt mit genügend Sauerstoff versorgt, um die ganze Nacht durchpauken zu können und am nächsten Tag gut vorbereitet in die Klausur zu gehen.

Zeit, aktiv zu werden

Nun denkt vielleicht so mancher: Reicht es denn nicht aus, wenn ich jeden Tag fünf Kilometer mit dem Fahrrad zur Universität fahre? Das kurbelt doch meinen Stoffwechsel genauso an und krank war ich schon seit zwei Jahren nicht mehr? Außerdem sind meine Noten doch ganz passabel!

Es ist natürlich nichts daran auszusetzen, körperliche Bewegung mit etwas Notwendigem zu verbinden. Das Fahrrad statt dem Bus zu nehmen oder die Treppe statt dem Aufzug zu nutzen, ist löblich und sollte sowieso in eurem Alltagsrepertoire vorhanden sein. Aber um wirkliche Fitness zu bekommen, braucht ihr mehr als dieses Minimum an Einsatz.

Schon in der Antike hatte „mens sana in corpore sano“ einen hohen Stellenwert und auch heute gilt dies nach wie vor. Schafft euch die Zeit und tut eurer Gesundheit und eurem Denkvermögen etwas Gutes – bewegt euch zusätzlich im Rahmen eines regelmäßigen Trainings! Drohen kann euch jetzt anfangs nur noch der Muskelkater und der ist auszuhalten. Und Mord findet ihr nur noch beim Tatort.

Hier geht’s zum Sport! Sportangebote gibt es für junge Menschen in Potsdam in Hülle und Fülle. Für Studis ist natürlicher Weise der Hochschulsport der erste Anlaufpunkt, aber es gibt auch zahlreiche Sportvereine mit den verschiedensten Angeboten – und häufig so gut wie kostenlos: So startet z.B. in wenigen Tagen eine neue Tanzsport-Gruppe im ESV Lokomotive Potsdam. Besonders günstige Konditionen gibt es für Menschen mit Studiausweis auch in den städtischen Bädern: Für gerade mal zwei Euro zieht man zwei Stunden seine Bahnen im Kiezbad am Stern und am Brauhausberg.

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