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campusLEBEN — 14 Oktober 2013
Potsdam bei Nacht

Potsdams Nachtleben bietet viele Möglichkeiten (Bild: Bernd Kröger – fotolia.com)

Nach Berlin fahren, nur um im Anschluss an Vorlesung, Bib und Klausur ein Feierabend-Bier zu zischen? Das muss wirklich nicht sein: Potsdam hat selbst genug zu bieten, wo man Leib und Seele gepflegt etwas Gutes tun kann. Deine speakUP-Redaktion war unterwegs, um Potsdams fünf beliebteste Studi-Kneipen zu testen. Guten Durst!

 

Hafthorn
Friedrich-Ebert-Straße 90
0331-2800820
www.hafthorn.de
getestet von Vinzenz Lange
KuZe-Kneipe
Hermann Elflein Straße 10
0331-6471014
www.kuze-potsdam.de
getestet von Denis Newiak
In einem Hinterhof an der Friedrich-Ebert-Straße liegt etwas versteckt, aber altbekannt die Kneipe Hafthorn. Schon 1993 gegründet, finden die (Neu-)Potsdamer_innen hier täglich ab 18 Uhr ein rustikal-alternatives Ambiente und gemütliche Gastlichkeit. Im Sommer draußen im Hof auf Bierbänken oder im Innenraum an groben, großen und kleinen Holztischen, zwischen bizarren Eisenskulpturen an der Wand, können die Gäste Longdrinks, Cocktails, Whisky oder einfach gutes böhmisches Bier genießen und sich die Köstlichkeiten aus der Küche schmecken lassen. Es gibt Sandwiches, Nudelgerichte, Fingerfood, Suppen und Burger, groß und mächtig – vielleicht die besten und günstigsten der Stadt. Die Portionen sind immer überreichlich uns gut sättigend. Selbstverständlich finden sich auf der Karte auch vegetarische Alternativen. Der Laden ist sehr beliebt, darum solltet ihr immer sehr zeitig da sein, um noch einen guten Platz zu bekommen. Größere Gruppen sollten reservieren. Das vom Studentenwerk Potsdam geförderte „KuZe“ ist natürlich mehr als eine Kneipe: Als Potsdams studentisches kulturelles Epizentrum, mitten im Herzen der sonst touristisch bevölkerten Innenstadt, bebt es förmlich vor Musik, Literatur und Theater (siehe auch campusTERMINE). Doch mit nüchternem Magen macht das Programm natürlich weniger Spaß. In der mehrstöckigen urigen Kneipe steht wie im ganzen Haus das Konzept im Mittelpunkt: Jede_r, der Zeit und Lust dazu hat, kann sich hinter den Tresen stellen und Schmackhaftes ausschenken. Das könnte noch besser funktionieren – leider ist die Kneipe viel zu oft zu. Wenn sie abends aber ihre Pforten öffnet, gibt es nichts auszusetzen: Etwas Gemütlicheres als die KuZe-Kneipe wird man in Potsdam kaum finden. Je nachdem, wonach man sucht, findet man eine Ecke für das persönliche Gespräch und den zweisamen Austausch genauso wie einen größeren Tisch für das Treffen mit seinen liebsten Kommiliton_innen.

Lage und Anbindung: 1,7

Lage und Anbindung: 1,7
Ambiente und Komfort: 1,3 Ambiente und Komfort: 1,0
Speisen und Getränke: 1,3 Speisen und Getränke: 1,3
Preis-Leistungsverhältnis: 1,3 Preis-Leistungsverhältnis: 1,3
Gesamtnote: 1,4 Gesamtnote: 1,5

 

Nil Student-Innenkeller
Am neuen Palais 10
www.planet-nil.de
getestet von Fabian Lamster
Albers am Griebnitzsee
Rudolf-Breitscheid-Straße 201
0331-7404288
www.albers.tv
getestet von Christoph Freytag
Nach der Lehrveranstaltung am Abend mit Kommiliton_innen noch ein erfrischendes Kaltgetränk konsumieren und weiter ins Gespräch kommen? Am Neuen Palais der Universität Potsdam kein Problem: Dort existiert mit dem Nil StudentInnenkeller seit 15 Jahren ein Plätzchen, das direkt neben Haus 11 (dem Philosophicum) liegt und alle Gäste zu Veranstaltungen unterschiedlichster Natur wie Filmabende, Lesungen oder ausgelassene Discoabende einlädt (siehe auch campusTermine). Besonders das Barangebot kann sich sehen (sowie trinken) lassen und versorgt alle Gäste mit vielfältigster alkoholischer wie unalkoholischer Flüssignahrung. Wasser kann man gänzlich kostenfrei erwerben. Etwas Festes zu Beißen findet man hier aber leider nicht. Ein Besuch im Nil StudentInnenkeller lohnt sich aber trotzdem: Speziell an Disco- und Partyabenden (meist donnerstags) platzt der Club aus allen Nähten und dann gibt es viel zu erleben. Für Student_innen am Unicampus Griebnitzsee ist das Restaurant Albers nur einen Katzensprung entfernt. Gleich am S-Bahnhof Griebnitzsee gegenüber vom Unigelände gelegen, bietet es eine Mischung aus überwiegend deutscher und italienischer Küche. Während es in der Vorlesungszeit im Lokal vor allem abends gern mal voller wird, ist es während der vorlesungsferien Zeit überschaubarer.
Das Ambiente lässt Parallelen zur der daneben liegenden Bahnhofshalle aufkommen: Sauber und aufgeräumt präsentierte sich der Gastraum mit dunkelbraunen Holzmöbeln und orange gefliestem Boden. Alte Plakate in einer Ecke stellen mit Mühe die Verbindung zum Namensgeber der Kneipe, Schauspieler Hans Albers, her.
Ein Blick auf die Karte offenbart Mittelklassepreise, die aber gerade beim Essen schon ein Loch in die studentische Geldbörse reißen können (Spaghetti Bolognese: 8,60 Euro). Die Getränke gehen preislich in Ordnung. Die bestellte Pizza Hawaii (6,90 Euro) war optisch und geschmacklich gut, doch die Soße deutlich zu flüssig und der Boden nicht ganz durchgebacken. Bei dem Preis könnte man etwas mehr erwarten. Dennoch: Die Nähe zum Campus und die Beliebtheit bei den Potsdamer Studis macht diese Kneipe zum Klassiker.

Lage und Anbindung: 2,0

Lage und Anbindung: 1,3
Ambiente und Komfort: 2,0 Ambiente und Komfort: 1,7
Speisen und Getränke: 1,7 Speisen und Getränke: 2,0
Preis-Leistungsverhältnis: 1,3 Preis-Leistungsverhältnis: 2,3
Gesamtnote: 1,7 Gesamtnote: 1,8

 

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