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campusKREATIV Featured Ganz vorn — 31 März 2017

Durch die Nacht (Foto: Eileen Schüler).

„City of Stars – are you shining just for me?“, singt Ryan Gosling im Film La La Land. Wenn ich durch die Nacht gehe, frage ich mich das manchmal auch, denn die Nacht scheint klar und ruhig. Nur ich befinde mich auf der Straße. Es fehlt nicht viel und ich könnte nach den Sternen greifen. Die Nacht ist auch zum Träumen da. Wie wird meine Zukunft wohl aussehen? Von Eileen Schüler.

Mittlerweile bin ich fast am Ende meines Bachelorstudiums. Die Mehrheit der Kurse sind besucht und bestanden, das Praktikum ist absolviert und in ein paar Monaten wird auch mein Auslandsjahr zu Ende sein. Ich stehe somit kurz vor meinem Bachelorabschluss. Wie schnell die Zeit doch rast. So laufe ich rastlos durch die Nacht, denn die Zukunft kann einem manchmal Angst machen.

Was fange ich mit meinem Leben an?

Egal ob bei Familienfeiern, auf einer WG-Party oder in den Medien, wenn man Geisteswissenschaften studiert, kommt immer wieder die Frage auf, was man mit dem Studium anfangen möchte. Gibt man keine zufriedenstellende Antwort, wird man von der Gesellschaft bemitleidenswert belächelt. Dabei bin ich glücklich mit dem, was ich mache, denn ich studiere leidenschaftlich gerne. Wohingegen ich Leute kenne, die BWL oder Jura nur studieren, um später viel Geld zu verdienen, sich aber eigentlich durch das Studium quälen. Das wäre nichts für mich! Alles, was ich im Leben mache, möchte ich aus Überzeugung machen.

Mit einem geisteswissenschaftlichen Studiengang kannst du alles oder nichts anfangen, aber du bestimmst deinen eigenen Weg. Es ist kein fester Beruf vorgegeben. Manchmal kann einem das Ungewisse auch Angst machen. Aber habe den Mut, zu träumen und deinen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen!

Die Sterne vom Himmel holen

Du denkst deine Träume sind unerreichbar wie die Sterne. Du studierst, weil du die Zeit genießen willst, und vielleicht weißt du noch nicht, wo dich dein Weg hinführt. Das ist auch nicht wichtig, denn man sagt, der Weg sei das Ziel. Durch dein Studium erfährst du sehr viel über dich selbst, in dem du Projekte planst, für dich selbst lernst und dir viele Eigenschaften und Fähigkeiten aneignest.

Ist das Ende des Bachelors in Sicht, sollte man sich langsam Gedanken über seine Zukunft machen. Für viele Studierende ist es glasklar: Sie studieren weiter und wollen den Masterabschluss erreichen. Vorher sollte man sich jedoch die Frage stellen: Ist der Master für meinen Berufswunsch wirklich notwendig? Viele Arbeitgeber schätzen nämlich langjährige Berufserfahrungen mehr als den Studienabschluss oder den Notendurchschnitt. Man sollte rechtzeitig planen und sich informieren, damit man sich auch nur die glänzenden Sterne vom Himmel holt.

Wo kann ich mich informieren?

An der Uni Potsdam gibt es verschiedene Angebote: Man kann sich z.B. auf der Seite des Career Service informieren, der auch viele Beratungssitzungen oder Seminare anbietet (speakUP berichtete). Außerdem findet auf dem Unigelände die Berufsmesse uniContact statt. Hier hat man die Möglichkeit, sich über verschiedene Unternehmen zu informieren und die ersten Kontakte zu knüpfen (speakUp berichtete).

Auch Jobbörsen von Zeitungen, ob online oder in der Printausgabe, sind gute Möglichkeiten, um den Beruf seiner Wahl zu finden. Bewerbungen sind dann relativ schnell geschrieben. Jedoch solltest du vorher genau überlegen, wo du dich bewerben möchtest und was du erreichen musst.

Das mitternächtliche Gespenst: Perfektionismus

Du liegst schlafend in deinem Bett. Plötzlich schreckst du aus dem Schlaf hoch, weil dir bewusst wird, dass du niemals dein Studium in der Regelstudienzeit schaffen wirst, dein Lebenslauf Lücken aufweist, die schlecht zu erklären sind, oder du dein Studium geschmissen hast. Auf einmal packt dich die Angst, was dein zukünftiger Chef davon halten könnte oder ob du jemals einen guten Job finden wirst.

Nimm es mit Ruhe und Gemütlichkeit! Die Menschen sind keine Maschinen! Wir sind für unser Leben verantwortlich und gestalten es so, wie wir es wollen. Manchmal lohnt es sich aus dem Denken der Leistungsgesellschaft auszubrechen, weil man sonst die besten Sachen nicht gemacht oder nicht erlebt hätte. Auch wenn wir Menschen nach dem besten Ergebnis streben, sollten schlussendlich wir mit unserem Ergebnis zufrieden sein und uns nicht in Leistungssysteme quetschen lassen oder auf dem Maßstab von anderen schauen.

Ich bin Perfektionistin, weil ich sehr selbstkritisch bin. Mir fällt immer noch ein, was ich z.B. an meiner Hausarbeit, an Projekten oder an meiner Persönlichkeit verbessern könnte. Jedoch musste ich auch lernen, dass Fehler, Ecken und Kanten gut sind. Aus diesen kann man nur lernen und sie machen dich einzigartig.

Umwege gehen

Sich trauen, Umwege zu gehen (Foto: Eileen Schüler).

Mia und Sebastian haben in dem Film La La Land einen Traum: Sie möchte Schauspielerin werden und rennt von Casting zu Casting, allerdings hat sie keinen Erfolg und arbeitet stattdessen in einem Café der Filmstudios in Hollywood. Er träumt von einer eigenen Jazz-Bar, jedoch spielt er in Restaurants Klavier, in denen er seine Kompositionen nicht vorspielen darf. Die beiden kreativen Menschen treffen aufeinander und inspirieren sich gegenseitig, ihre Träume in die Wirklichkeit umzusetzen. Mit etwas Ausdauer funktioniert dies auch: Mia schreibt ihr eigenes Theaterstück und Sebastian geht mit einer Jazz Band auf Tour.

Dieser Film ist nicht nur ein kitschiges Musical, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint, sondern er gibt auch Hoffnung, dass Zukunftsträume mit Geduld und Ausdauer wahr werden können, wenn man an sich glaubt. Durch die Nacht geht man oft gerne Umwege, um den Moment zu genießen. Im Leben führen Umwege früher oder später ebenfalls ans Ziel. Wichtig ist, dass du dir immer selbst treu bleibst bei dem, was du machst.

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