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campusLEBEN Featured Ganz vorn — 09 August 2017
Blick auf die Glienicker-Brücke und den Park Babelsberg, Foto: M. Dietel

Blick auf die Glienicker-Brücke und den Park Babelsberg, Foto: M. Dietel

Nach mehreren Jahren Studium in Potsdam hat man die Stadt und die Umgebung schon ausgiebig erkundet. Schlösser, Parks und die Brandenburger Straße wurden sogar mit der Familie schon viele Male besucht. Was nun tun, wenn Eltern mit Geschwistern und Großeltern an die WG-Tür klopfen? Altbekannte „Touri-Tour“ zu den Potsdamer Hotspots oder doch mal Lust auf was Neues? Ausflugsideen in und um unsere Lieblingsstadt für verschiedene Generationen. Von Maria Dietel.

Spaßig und lehrreich mit kleinen Geschwistern und spaßbereiten Eltern

Mit Kinderbesuch empfiehlt sich in Potsdam immer der Besuch im Extavium. Museum, auch noch zum Mitmachen – och, nee! Pustekuchen! Schnappt euch eure Verwandten und schwingt euch zur Adresse Am Kanal 57. Mit einem Eintritt von 5 Euro für Kinder und Studis sowie 6 Euro für Erwachsene kann man im Mitmach-Museum spaßige Stunden verbringen.

Ob ihr nun alleine ein Auto per Flaschenzug in die Luft hievt, eigene Blitze erzeugt oder in der Glibberküche eigenen Schleim à la Flubber herstellt – lehrreicher Experimentierspaß ist hier für jede Altersklasse garantiert. Über 60 interaktive Exponate laden im Extavium zum spielerischen Entdecken der Naturwissenschaften ein. Auch die verschiedenen Experimentierkurse, die bei einem Besuch kostenpflichtig zugekauft werden müssen, erklären kindgerecht verschiedenste Aspekte der Naturwissenschaften. Leuchtende Kinderaugen sind beim Mitnehmen des eigenen Glibberschleims garantiert.

Entspannen und Tee trinken mit den Großeltern

Vielfältige Bonsai-Kunst, Foto: M. Dietel

Vielfältige Bonsai-Kunst, Foto: M. Dietel

Auf ins Auto oder auf die Fahrräder und ab in das wunderschöne Ferch zum beeindruckenden japanischen Bonsaigarten. Bei schönem Wetter bietet sich ein schöner Fahrradausflug mit rüstigen Großeltern an. Hierzu verlasst ihr Potsdam auf der Zeppelinstraße in Richtung Geltow und Ferch und könnt hierbei immer wieder schöne Blicke auf den Schwielowsee erhaschen. In Ferch angelangt findet ihr den Bonsaigarten wenige hundert Meter rechterhand hinter dem Ortseingangsschild.

Für bereits 4 Euro pro Person könnt ihr hier laut rbb „einen der 15 schönsten Parks und Gärten in Berlin und Brandenburg“ bestaunen. Der beschauliche japanische Bonsaigarten berauscht durch Stille und Perfektion und lädt zum Verweilen im traditionellen Pavillon ein. Hauptaugenmerk liegt in der Entdeckung der Bonsai-Kunst. 100 Jahre alte Bonsais in verschiedensten Variationen, die im Größenverhältnis noch immer im Schälchen das heimische Wohnzimmer dekorieren könnten, lassen die Augen staunen. Leckere Tee- und Süßspeisenvariationen kann man zudem im kare sansui, den trockenen Landschaftsgarten aus Steinen und Kieseln, schlürfen und dabei dem herrlich angenehmen Windspiel lauschen. Als Souvenir kann man in einer schönen Auswahl

Frischen Eistee im Zen-Garten genießen, Foto: M. Dietel

Frischen Eistee im Zen-Garten genießen, Foto: M. Dietel

japanischer Teekännchen, -schalen und leckeren Teesorten entscheiden. Die Preise der Bonsais übersteigen bei weitem das gewöhnliche Studibudget – aber gucken kostet ja nur 4 Euro. Besonders schön sind die Teeblumen, die wundervoll in einer gläsernen Teekanne aufgehen – fast zu schade zum Trinken.

Wählt ihr den gleichen Rückweg, so könnt ihr auch noch im Sanddorn Garten in Petzow halten und dort durch schnuckelige Hoflädchen, die Orangerie oder den Kräutergarten und die Schauproduktion bummeln. Leckere Sanddornprodukte laden auch hier zum Naschen ein.

Sportlich und gut gelaunt mit frischem Bier über das Potsdamer Wasser mit den Eltern

Bei gutem Wetter lohnt sich zudem ein Ausflug mit dem Tretboot über die Potsdamer Gewässer. In Zentraler Hauptbahnhof-Lage könnt ihr für 12 Euro pro Stunde auf der Freundschaftsinsel lustige Tretboote beim Verleih Moisl ausleihen. Ob nun der klassische pinke Schwan oder doch lieber das coole Polizeiauto, für jeden wird ein passendes Tretboot geboten.

Route mit dem Tretboot bis zur Meierei

Eine schöne zwei bis drei Stunden Tour mit den Eltern ist folgende: Los geht es auf der Alten Fahrt in Richtung „Ostsee“ und Strandbad Babelsberg. Als absolute Potsdam-Profis könnt ihr entlang des Parks Babelsberg mit eurem Wissen über den Flatowturm und dem Schloss Babelsberg glänzen. Passt beim Überqueren des Tiefen Sees auf große Touristenschiffe auf und haltet euch am besten einfach in Ufernähe – lautes imposantes Bootshupen lässt euch ansonsten panisch an die Wasserkante strampeln. Weiter geht es unter der Glienicker Brücke auf den Jungfernsee. Von hier aus passiert ihr rechterhand das Schloss Glienicke. Überquert nun den See, sodass ihr auf der Seite des Neuen Gartens entlangfahrt. Durch schöne Sichtachsen könnt ihr das Marmorpalais und weiter oben die Türme des Belvedere auf dem Pfingstberg sehen.

Frisches Bier auf dem Tretboot genießen, Foto: M. Dietel

Frisches Bier auf dem Tretboot genießen, Foto: M. Dietel

An einem letzten kleinen Landrücken vorbei seht ihr linkerhand das Schloss Cecilienhof und gelangt an das Ausflugsziel – die Meierei Potsdam (Fahrzeit bis hier etwa eine Stunde). Hier könnt ihr direkt mit dem Tretboot anlegen und ein leckeres Essen mit köstlichem Bier verzehren. Oder ihr lasst euch eine Literflasche mit frischem Bier abzapfen und genießt es auf dem Rückweg zur Alten Fahrt. Entlang des Ufers kann man natürlich auch immer wieder in das Wasser hüpfen oder man lässt sich einfach auf dem Boot die Sonne auf den Bauch scheinen. Für bierliebende Papis und Mamis ein schöner Ausflug.

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