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campusKULTUR — 31 Januar 2014
Bucherverfilmungen ein neuer Trend (Bild: Victor Zastol'skiy - fotolia.com)

Bucherverfilmungen ein neuer Trend (Bild: Victor Zastol’skiy – fotolia.com)

Wie gut passen Bücher und Filme zusammen? Ziemlich gut, denn viele von ihnen werden seit Jahrzehnten verfilmt. Anhand von ein paar  Buchverfilmungen des Jahres 2013 möchte ich euch zeigen, welchen Einfluss sie auf die Leser_innen und die Verlagsgesellschaft haben.
von Lucy Wolff

Jede_r liebt es, einmal im Monat am Wochenende ins Kino zu gehen und sich von den Welten des Films hinreißen zulassen. Aber nicht viele denken darüber nach, wie Regisseur­_innen und Drehbuchautor_innen auf diese Handlungen gekommen sind. Oftmals nehmen sie sich die verschiedenen Charaktere aus den Büchern. Allein im letzten Jahr gab es 10 Buchverfilmungen und weitere folgen 2014. Angefangen mit „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel, welcher bei uns im Kino unter dem Titel „Life of Pi“ herauskam , „Seelen“ von Stephanie Meyer, die schon mit ihren Twilight Romanen vor ein paar Jahren die Kinospitze dominierte; „The Great Gatsby“ von F.Scott Fitzgerald; „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, der letztes Jahr seinen zweiten Teil zur Weihnachtszeit in die Kinos brachte; „Drecksau“ von Irvine Welch mit James McAvoy in der Hauptrolle des Polizisten Bruce Robertson und nicht zu vergessen Victor Hugos „ Les Misérables“ , dass 1862 erschien und in den letzten Jahrzehnten mehrfach verfilmt wurde.  All diese Werke von großen und auch kleineren Literaten haben ihr Comeback durch diese Filme geschafft. Auch die Bücher von Suzanne Collins fanden nach der ersten Verfilmung von „ The Hunger Games“ großen Zuspruch in der Lesegemeinschaft, weswegen kurzer Hand entschieden wurde, dass die weiteren Teile verfilmt werden.

Gewinnt das Medium Buch durch die Präsenz in Film und Fernsehen an neuen Leser_innen?

Außerdem gibt es ja noch die heißbegehrte Tv-Serie „ Game of Thrones“, die auf den Büchern von George R.R. Martin basiert.Von denen viele erst nach der Erstausstrahlung der Serie erfuhren und der Ansturm auf die Bücher begann. So wurden die bisher fünf englischen Bände in jeweils zehn deutsche Bücher und weltweit in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Durch ihren enormen Umfang wurden die Bücher in zwei Bände pro Originalband aufgespalten. Zum einen stiegen die Verkaufszahlen von den oben genannten Büchern und deren weiteren Teilen, wie auch im Fall von Tolkiens „Herr der Ringe“. Diese Verfilmungen verschafften bessere Verkaufszahlen von den eigentlichen Büchern und regten Verlage dazu an, zusätzliches Fanmaterial zu Tolkiens Welt herauszubringen. Man könnte sagen, dass der Erfolg der „HdR“ Trilogie dem „Hobbit“ zu seiner Verfilmung verhalf. Erst durch die stark steigenden Verkaufszahlen von Büchern, Fanmaterial und den DVDs kam der Regisseur Peter Jackson darauf den Hobbit zu verfilmen. Daraufhin filmte er den „Hobbit“ und wieder stieg das Interesse an den Büchern bei den Leser_innen an. Aus Sicht von  „Der Hobbit“ und „ Game of Thrones“ kann man sagen, dass die Verfilmungen den Lesekonsum steigerten. Letztendlich konnten die Verlage durch die Verfilmungen von den meist unbekannten Büchern profitieren.

Wer möchte schon wissen, wie es ausgeht ?

Einige wollen dies nicht wissen, weswegen sich viele vor dem Lesen drücken und lieber auf den Film warten.
Die meisten behaupten, es sei der Zeitmangel , der sie kein Buch lesen lässt.
Auf der anderen Seite stehen die Fans, die sehnlichst auf die Buchverfilmung warten und sich darüber meistens freuen. Im Endeffekt tendieren die meisten Zuschauer_innen solcher Filme dazu sich die Bücher zu kaufen, wenn sie diese nicht vorher gekannt haben.  Zudem sollte jede_r den Hollywoodregisseur_innen danken ,die sich für die Bücher interessieren und sie mit einer grandiosen Besetzung ins Kino zurückbringen und den Glanz des Romans wieder aufleben lassen.
Die Leser_innen , wie Ihr, profitieren aus den spannenden, neuen Filmen und finden somit neuen Lesestoff.
Ob die Verfilmungen gut oder schlecht sind, müsst Ihr für Euch selbst beantworten .

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