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	<title>speakUP &#187; hochschulleitung</title>
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	<description>Studierendenzeitschrift der Universität Potsdam.</description>
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		<title>Bildung statt Brot?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 10:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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von Mandy Joachim  Wir hier in Potsdam studieren aus den verschiedensten Gründen. Aber ein großes Ziel haben wir wohl alle gemeinsam: ein nach unseren Ansprüchen schönes Leben führen. Genug zu essen, eine schöne Wohnung… na, ihr kennt den ganzen Kram ja. Für einige gehört zu diesem Lebensplan der Wunsch nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit. Dazu ist es in nahezu allen Fällen notwendig, eine Doktorarbeit zu schreiben. Doch damit setzt sich betreffende Person einer Reihe von Problemen aus.
Nicht nur, dass sie Thema und Betreuer_in finden muss. Die größte Herausforderung ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_237" class="wp-caption alignleft" style="width: 229px"><em><em><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/02/foto-gregor-hohenberg_web.jpg"><img class="size-medium wp-image-237 " title="Dieser Titel des UniSPIEGELs mit einem Foto von Gregor Hohenberg ist eines der bekanntesten Beispiele für die Medienpräsenz der Intelligenzija" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/02/foto-gregor-hohenberg_web-219x300.jpg" alt="Titel UniSPIEGEL" width="219" height="300" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Titel UniSPIEGEL</p></div>
<p><em>von Mandy Joachim </em> Wir hier in Potsdam studieren aus den verschiedensten Gründen. Aber ein großes Ziel haben wir wohl alle gemeinsam: ein nach unseren Ansprüchen schönes Leben führen. Genug zu essen, eine schöne Wohnung… na, ihr kennt den ganzen Kram ja. Für einige gehört zu diesem Lebensplan der Wunsch nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit. Dazu ist es in nahezu allen Fällen notwendig, eine Doktorarbeit zu schreiben. Doch damit setzt sich betreffende Person einer Reihe von Problemen aus.</p>
<p>Nicht nur, dass sie Thema und Betreuer_in finden muss. Die größte Herausforderung ist wohl die Finanzierung. Also die Frage: Wie zum Geier soll das Ding mich ernähren, während ich es schreibe? Einige Studis haben das Glück und die entsprechenden Noten, ein Stipendium zu bekommen. Die anderen haben entweder reiche, gutmütige Eltern oder einen ausgesprochen beschwerlichen Weg vor sich. Nebenbei zu arbeiten, ist eine Möglichkeit, sich zumindest einigermaßen den Lebensunterhalt zu sichern. Am besten macht man das dann doch gleich an der Uni?! Passt doch! Gleich einsteigen ins Geschäft und da muss es doch auch genug Geld geben für die viele Arbeit. Oder?!</p>
<p>Die Initiative Intelligenzija beschäftigt sich mit diesen und ähnlichen Problemen und engagiert sich für die Belange von wissenschaftlichem  Nachwuchs, nicht festangestelltem Lehrpersonal sowie Niedriglöhnern in Angestelltenverhältnissen an der Uni Potsdam. Sabine Volk und Michael Bahn, beide Promotionsstudierende und Lehrbeauftragte, haben Intelligenzija bereits 2009 ins Leben gerufen.</p>
<p>Ziel der Initiative ist die Verbesserung der Situation von Lehrenden &amp; Studierenden der Uni Potsdam. Auf ihrer Homepage, bei facebook und in vielen Interviews in verschiedensten Medien machen sie sich für ihre Sache stark. Aktuell wollen die Aktiven ihre Ziele mit einer Petition konturieren, welche auf der Homepage der Intelligenzija unterzeichnet werden kann.</p>
<p>Die speakUP hat die Initiative gebeten, ein kurzes Statement zu ihrem Anliegen abzugeben. Dies und die Reaktion der Uni-Leitung, an die sich die Kritik der Intelligenzija hauptsächlich richtet, findet ihr in der vorliegenden Ausgabe. Die Redaktion wird die Entwicklung der Initiative weiter verfolgen und regelmäßig darüber berichten.</p>
<p><strong>Statement der Intelligenzija<br />
</strong>„Exzellenz in der Lehre“ – wie zynisch klingen diese Worte angesichts der Situation zahlreicher Lehrenden und Studierenden an der Universität Potsdam! Dennoch zeigte sich  die  Universitätsleitung erst nach dem Gang an die Öffentlichkeit zu einem Gespräch bereit. Unsere daran geknüpften Hoffnungen wurden bitter enttäuscht.<br />
Wir bemühten uns um einen konstruktiven Dialog und stießen auf eisigen Gegenwind: Man gab sich ahnungslos ob der Situation der Lehrbeauftragten, konnte oder wollte uns keine genauen Zahlen über den Anteil der durch Lehrbeauftragte abgedeckten Lehre an der Uni nennen, zog uns für das in den Augen der Universitätsleitung verantwortungslose Verhalten unserer Professor_innen zur Rechenschaft, versuchte die Problemlage herunterzuspielen und uns als promotionsstudierende Lehrbeauftragte vom Rest der prekär Beschäftigten abzuspalten. Es wurde uns geraten, die Universität Potsdam möglichst schnell zu verlassen.<br />
Ein erstaunliches Verhalten angesichts der Tatsache, dass der universitäre Betrieb ohne die Arbeit der Lehrbeauftragten und der übrigen Prekären schon jetzt nicht mehr zu stemmen wäre.</p>
<p><strong>Reaktion der Unileitung</strong><br />
Vergabe und Vergütung von Lehraufträgen werden in Deutschland durch den Gesetzgeber geregelt. Dieser hat die Person des Lehrbeauftragten als jemanden charakterisiert, der beruflich außerhalb der Hochschule fest verankert ist und das Lehrangebot mit seinen speziellen praktischen Erfahrungen ergänzt. In unserer Hochschule werden etwa zehn Prozent des Lehrangebots von Lehrbeauftragten übernommen. Damit liegen wir unter dem  Bundesdurchschnitt. Lehraufträge werden im Land Brandenburg mit Summen zwischen 16 und 52 Euro pro Lehrveranstaltungsstunde entlohnt, je nach Qualifikation. Das kann nicht mehr sein, als eine Anerkennung des zusätzlichen Aufwandes und auf keinen Fall einzige Lebensgrundlage. Unterstrichen werden muss, dass besoldete Lehraufträge kein Instrument zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind. Hierfür existieren andere Instrumente. In erster Linie das Promotionsstipendium im Rahmen der strukturierten Doktorandenausbildung. Es liegt in der Verantwortung der betreuenden Hochschullehrerinnen und  –lehrer, ihren Doktorandinnen und Doktoranden den Zugang zu diesem Förderinstrument zu gewährleisten.</p>
<p><em>Dr. Thomas Grünewald, Vizepräsident für Lehre und Studium</em></p>
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		<title>wer jetzt gegen wen? und warum überhaupt?</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 13:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Kommentar zum Bildungsstreik. Von Mandy Joachim
Das Jahr 2009 steht für tausende Studierende in ganz Deutschland zu Recht im Zeichen des Bildungsstreiks. Die verpatzte Umsetzung von Bologna gibt dazu allen Anlass. Doch neben Demos und Besetzungen fechten Streikende, Hochschulleitung, politische Hochschulgruppen, sowie interessierte Studierende noch einen weiteren ebenso erbitterten Kampf aus: den Kampf gegeneinander.
Die genannten Gruppen beanspruchen für sich, für die Studierenden der Universität Potsdam nur das Beste zu wollen, für sie als Gemeinschaft zu sprechen. Obwohl die beteiligten Parteien bei verschiedenen Forderungen konform gehen, ist trotzdem nur eine verschwindend ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/strike.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-36" style="margin: 6px;" title="strike" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/strike-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Ein Kommentar zum Bildungsstreik. </strong><em>Von Mandy Joachim</em></p>
<p>Das Jahr 2009 steht für tausende Studierende in ganz Deutschland zu Recht im Zeichen des Bildungsstreiks. Die verpatzte Umsetzung von Bologna gibt dazu allen Anlass. Doch neben Demos und Besetzungen fechten Streikende, Hochschulleitung, politische Hochschulgruppen, sowie interessierte Studierende noch einen weiteren ebenso erbitterten Kampf aus: den Kampf gegeneinander.</p>
<p>Die genannten Gruppen beanspruchen für sich, für die Studierenden der Universität Potsdam nur das Beste zu wollen, für sie als Gemeinschaft zu sprechen. Obwohl die beteiligten Parteien bei verschiedenen Forderungen konform gehen, ist trotzdem nur eine verschwindend geringe Minderheit beinahe täglich aktiv dabei für bessere Studienbedingungen zu kämpfen. Viele Studierende, ob in Hochschulgruppen organisiert, oder unabhängig interessiert, teilen beispielsweise die Forderung der Streikenden nach mehr demokratischer Beteiligung der Studierenden und der deutlichen Verbesserung der Situation in den übervollen Seminaren.</p>
<p>Die Frage ist nun, welche Form der Arbeit für die Erreichung der Ziele die Beste ist. Ist es das Beste, das Audimax zu besetzen? Ist es das Beste reißerische Anti-Streik-Veröffentlichungen zu publizieren, ohne sich anderweitig zu beteiligen? Ist es das Beste sich schlicht gar nicht zu beteiligen? Oder wäre es vielleicht richtig miteinander zu arbeiten?</p>
<p>Statt nach gemeinsamen Zielen und Lösungen zu suchen, scheinen die Beteiligten nur nach der eigenen Profilierung im Rahmen ihrer politischen Überzeugungen zu schielen. So verbauen sich die verschiedenen Akteur_innen die Chance, sich gemeinsam als komplette Studierendenschaft der Universität Potsdam zu organisieren und so als mächtiges Sprachrohr für sich selbst einzutreten.</p>
<p>Sollten nicht gerade jetzt, da die Streikenden den dauernden Dialog mit der Landespolitik geschaffen haben und die Möglichkeit besteht das Hochschulgesetz wieder für Verhandlungen zu öffnen, alle Studierenden von ihren Partikularinteressen zurücktreten?</p>
<p>Sollten die Studierenden nicht genau jetzt nach gemeinsamen Zielen suchen und zusammen unter den bereits erkämpften Voraussetzungen für bessere Bedingungen an der Universität eintreten? Die Chance zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Landespolitik ist jedenfalls das erste Mal seit Jahren gegeben. Diese Chance muss genutzt werden! Augenscheinlich stehen die Studierenden hier jedoch allein auf weiter Flur: Auf produktive Beiträge seitens der Universitätsleitung warten sie vergeblich. Statt dessen stellt diese Zelte auf, um Lehrveranstaltungen aus dem Audimax herauszuhalten. Das fadenscheinige Argument, die abgeschraubten Sitzreihen im Audimax stellten ein Risiko dar, zeigt einmal mehr, dass die Universitätsleitung nicht an einer Zusammenarbeit interessiert ist. Hätte sie sich sonst nicht längst konstruktiv in den Dialog mit der Landespolitik eingebracht oder an einem Plenum teilgenommen?</p>
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