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	<title>speakUP &#187; cop 15</title>
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	<description>Studierendenzeitschrift der Universität Potsdam.</description>
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		<title>streit? keine frage! teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 10:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alexandra Tost fragt sich: „Darf man den Klimawandel überhaupt anzweifeln?“
Gibt es Temperaturwechsel? Ist ein wärmeres Klima nicht sogar besser? Spielen die vom Menschen verursachten Treibhausgase überhaupt eine Rolle? Ist alles nur (Wasser-)Dampf oder heizt die Sonne uns mehr ein?
Ohne Frage ist die Bemessung eines menschgemachten Treibhauseffekts eine komplexe Aufgabe mit vielen Einflussfaktoren. Sie wissenschaftlich zu beantworten ist der Anspruch des 1000-seitigen, vierten wissenschaftlichen Berichts des International Panel on Climate Change (IPCC) von 2007, der die Existenz eines menschgemachten Klimawandels als „sehr wahrscheinlich“ eingestuft, was eine mindestens 90-prozentige Wahrscheinlichkeit bedeutet. Selbstverständlich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Alexandra Tost </em><strong>fragt sich: „Darf man den Klimawandel überhaupt anzweifeln?“</strong></p>
<p>Gibt es Temperaturwechsel? Ist ein wärmeres Klima nicht sogar besser? Spielen die vom Menschen verursachten Treibhausgase überhaupt eine Rolle? Ist alles nur (Wasser-)Dampf oder heizt die Sonne uns mehr ein?</p>
<p>Ohne Frage ist die Bemessung eines menschgemachten Treibhauseffekts eine komplexe Aufgabe mit vielen Einflussfaktoren. Sie wissenschaftlich zu beantworten ist der Anspruch des 1000-seitigen, vierten wissenschaftlichen Berichts des International Panel on Climate Change (IPCC) von 2007, der die Existenz eines menschgemachten Klimawandels als „sehr wahrscheinlich“ eingestuft, was eine mindestens 90-prozentige Wahrscheinlichkeit bedeutet. Selbstverständlich bleibt das Thema dadurch strittig.</p>
<p>Doch was passiert außerhalb der Labore und Berichte? Während massive Klimaveränderungen sichtbar sind – von Brandenburg bis China, bestätigt von Stadtbewohner_innen ebenso wie von Bäuer_innen – lesen wir in den seriösen Medien Handlungsaufrufe und sogar von weitgehender Einigkeit der Regierungen in aller Welt. Leider betrifft die Einigkeit bisher eher das Anklagen als das Handeln, doch bei erstem melden sich Große und Kleine zu Wort, wie bspw. die mittlerweile bekannten und liebgewonnen untergangsbedrohten Südseeinseln. 187 Staaten unterschrieben und ratifizierten seit 1997 das Kyoto-Protokoll, dessen Nachfolger nun in Kopenhagen verhandelt wird. Auch die Entwicklungsländer reden lautstark mit, denn ein für sie faires Ergebnis ist ihnen besonders wichtig, da vor allem arme Regionen am meisten leiden würden.</p>
<p>Zurück zur Wissenschaft: Laut dem Potsdamer Klimaforscher Rahmstorf fanden die zehn wärmsten Jahre seit Aufzeichnung alle nach 1990 statt. Irgendwie beängstigend ist das ja, aber so konkret wie ein auf die Erde zurasender Meteorit auch wieder nicht, obwohl die möglichen Folgen einer massiven Erwärmung weithin bekannt sind.</p>
<p>Ich bin gegen ein öffentliches Anzweifeln und Aufgeben des Klimawandels, da eine 90prozentige Wahrscheinlichkeit, dass ein Weitermachen wie bisher die Erde mit ihren Bewohner_innen in ein unvorstellbares Chaos stürzt, 100-prozentig genügt um aktiv zu werden, also gleichzeitig zu Handeln und Handeln zu fordern und dabei auch noch die Ressourcen zu schonen.</p>
<p>Öffentliche Verleugnung hat in den meisten Fällen weniger mit der maximal zehnprozentigen wissenschaftlichen Unklarheit zu tun, sondern meistens mit konsumwachstumsfanatischem Populismus oder Verschwörungstheorien – das darf nicht mit unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Skepsis stecken.</p>
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		<title>streit? keine frage! teil 1</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 10:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Jan Schmieder sucht nach einem „Jein“ zur Frage „Gibt es wirklich einen Klimawandel?“
Einen Temperaturwechsel gab es schon immer, der Klimawandel ist eine permanente Erscheinung in der Erdgeschichte. Die Frage nach der Mitwirkung des Menschen ist vollkommen legitim, nur sollten die Auswirkungen dieser Argumentation und deren Nutznießer nicht vernachlässigt werden. Es sind keine positiven Ergebnisse zu erwarten, wenn Menschen permanent, überall der bevorstehende Klimakollaps und die scheinbar unabwendbare Apokalypse gepredigt werden. Dann im selben Atemzug ein sofortiges Handeln zu verlangen und zu erwirken ist mit Vorsicht zu genießen.
Kopenhagen startete mit immensen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Jan Schmieder </em><strong>sucht nach einem „Jein“ zur Frage „Gibt es wirklich einen Klimawandel?“</strong></p>
<p>Einen Temperaturwechsel gab es schon immer, der Klimawandel ist eine permanente Erscheinung in der Erdgeschichte. Die Frage nach der Mitwirkung des Menschen ist vollkommen legitim, nur sollten die Auswirkungen dieser Argumentation und deren Nutznießer nicht vernachlässigt werden. Es sind keine positiven Ergebnisse zu erwarten, wenn Menschen permanent, überall der bevorstehende Klimakollaps und die scheinbar unabwendbare Apokalypse gepredigt werden. Dann im selben Atemzug ein sofortiges Handeln zu verlangen und zu erwirken ist mit Vorsicht zu genießen.</p>
<p>Kopenhagen startete mit immensen Erwartungen und viele Menschen erhoffen sich dadurch die Wende in der „Klimapolitik“. Da traf es sich sehr schlecht für die „Klimaretter“ als Hacker brisante Daten des CRU (Climate Research Unit) stahlen und veröffentlichten. Das CRU ist eine der vier wichtigen Klimainstitute, die dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) seine Daten für seine so sicher geglaubten Thesen liefern. In den deutschen Medien lange unbeachtet. Kurz vor Kopenhagen sahen sich die Medien jedoch dazu gezwungen zu berichten. Der Anlass war schwerwiegend genug. Der Leiter des CRU Phil Jones trat wegen der oben genannten Affäre zurück und die Skeptiker bekamen auf breiter Front auftrieb. In der englischsprachigen Presse trägt der Skandal einen Namen von historischen Ausmaßen. Man spricht vom „Climategate“.</p>
<p>Ein denkbar schlechter Start für die Rettung des Klimas unseres Planeten. Die ersten Dokumente sind eher bescheiden. Die Entwicklungsländer laufen Sturm gegen die Absicht die Kohlendioxid-Reduktion auf ihrem Rücken auszutragen, mit einigen Milliarden Unterstützung, was gegen den weltweiten „Bankenbailout“ wie ein Taschengeld wirkt. Sollen die Entwicklungsländer jetzt auch noch für die (angeblich) vom Westen verursachten Probleme geradestehen?</p>
<p>Das Konstrukt des Emissionshandels und die allseits geforderte Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoß erscheinen sinnvoll, aber sind sie es auch wirklich? Durch diese Agenda eine Sicherung der Interessen der Industrieländer zu schaffen ist nicht sehr unrealistisch. Ein abschließendes Urteil werden wir uns mit Hilfe der Zeit später machen können. Deswegen ist es, einfach und wichtig wie immer zu fragen und dadurch mehr zu verstehen: Cui bono?</p>
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		<title>fragen zu kopenhagen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 11:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[cop 15]]></category>
		<category><![CDATA[klimakonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Vom 7. bis 18. Dezember findet in der dänischen Hauptstadt die 15. UN-Klimakonferenz statt. Ein Interview mit der Klimaaktivistin Jana Bosse, Studentin an der Universität Potsdam. Von Teresa Renner
Die „Klimapiraten“, ein Netzwerk junger Klimaaktivisten, sind seit dem 5. Dezember mit dem Segelschiff nach Kopenhagen unterwegs. Und du, Jana, bist dabei! Warum setzt du dich fünf Tage Wind und Wetter aus, um zu einem Gipfeltreffen zu fahren, bei dem deine Stimme gar nicht erwünscht ist?
Ich will in Kopenhagen – gemeinsam mit anderen – den öffentlichen Druck auf die RegierungsvertreterInnen erhöhen. Das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/kbhvn.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15" style="margin: 6px;" title="kbhvn" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/kbhvn-263x300.jpg" alt="" width="210" height="240" /></a>Vom 7. bis 18. Dezember findet in der dänischen Hauptstadt die 15. UN-Klimakonferenz statt. Ein Interview mit der Klimaaktivistin Jana Bosse, Studentin an der Universität Potsdam. </strong><em>Von Teresa Renner</em></p>
<p><em>Die „Klimapiraten“, ein Netzwerk junger Klimaaktivisten, sind seit dem 5. Dezember mit dem Segelschiff nach Kopenhagen unterwegs. Und du, Jana, bist dabei! Warum setzt du dich fünf Tage Wind und Wetter aus, um zu einem Gipfeltreffen zu fahren, bei dem deine Stimme gar nicht erwünscht ist?</em></p>
<p>Ich will in Kopenhagen – gemeinsam mit anderen – den öffentlichen Druck auf die RegierungsvertreterInnen erhöhen. Das Thema ist zu wichtig, als dass wir es den offiziellen VertreterInnen alleine überlassen können – die zudem von Lobby-Gruppen unter Druck gesetzt werden, die ihre eigenen, kurzfristigen, wirtschaftlichen Interessen vertreten.</p>
<p><em>Einige Menschen in Deutschland sind der Meinung, dass wir als Individuen nichts mehr ausrichten können gegen den Klimawandel, und dass eine internationale Konferenz unsere einzige Chance ist. Was sagst du dazu? </em></p>
<p>Nun ja, wir Individuen, alle zusammen, machen den Klimawandel. Jeder und jede Einzelne von uns trägt durch sein bzw. ihr Konsumverhalten dazu bei. Internationale Konferenzen sind wichtig, da hier Weichen von „oben“ gestellt werden können und – so zumindest die Hoffnung – verbindliche Zielvorgaben gemacht werden können. Auf diese Art und Weise können politische Anreize für klimafreundliches Handeln gegeben werden – aber handeln müssen wir. Es hilft nicht, die Verantwortung abzuschieben – wir entscheiden, ob wir beispielsweise fliegen oder nicht. Aber wenn Flugbenzin besteuert wird, steigen die Flugpreise und es ist wahrscheinlicher, dass mensch sich gegen ein Flugzeug entscheidet. Insofern: COP 15 ist nicht alles, aber: politics matter!</p>
<p><em>Und von welchem Ergebnis von CO P 15, der „Conference of the Parties“, träumst du?</em></p>
<p>Die globale Erwärmung muss unter 2°C bleiben. Deshalb dürfen die globalen Kohlendioxid-Emissionen bis 2050 eine Menge von 650 Gigatonnen Kohlendioxid nicht überschreiten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten sich die reichen Industrienationen (aufgelistet im „Annex I“ der Klimarahmenkonvention) zu Emissionssenkungen gegenüber 1990 von mindestens 40 Prozent bis zum Jahr 2020 und 95 Prozent bis zum Jahr 2050 verpflichten, und zwar durch Energieeinsparungen, erneuerbare Energien, nachhaltigen Transport und nachhaltige Landwirtschaft. Außerdem brauchen wir Zahlungen an so genannte Entwicklungsländer von mindestens 110 Milliarden Euro pro Jahr, um Anpassungsmaßnahmen zu finanzieren und energiesparende Technologien zu implementieren. Soweit<br />
zu meinen Träumen&#8230;</p>
<p><em>Was hälst du von dem konsumkritischen Ansatz der „Décroissance“, zu deutsch etwa „Wachstumsverweigerung“?<br />
</em></p>
<p><em> </em>Es gibt mehr und mehr Leute, die das Wirtschaftswachstum bewusst bremsen wollen, mittels so „radikaler“ Maßnahmen wie Verzicht auf Handy, TV , Auto – Anschaffungen ohne die mensch doch gar nicht mehr leben kann&#8230; Natürlich kann man ohne Handy leben, habe ich bis vor kurzem gemacht&#8230; Im Ernst: Wenn wir von Klimagerechtigkeit reden, sind wir natürlich auf der Seite derjenigen, die sich einschränken müssen. Wollten wir weltweit unseren Lebensstandard durchsetzen, erreichen wir die Klimaziele nicht. Für mich persönlich halte ich die Frage danach, ob etwas tatsächlich notwendig ist, für sehr hilfreich. Mensch stellt nämlich fest, dass sehr vieles eigentlich nicht notwendig ist&#8230;</p>
<p><em>Na dann, Leinen los! Ich wünsche euch viel Erfolg in Kopenhagen und danke dir für das Interview!</em></p>
<p>Wer wissen will, wie‘s den die Klimapiraten auf hoher See ergeht, findet hier das Logbuch: <a href="http://www.klimapiraten.net" target="_blank">www.klimapiraten.net</a></p>
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