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campusKREATIV campusONLINE — 12 Mai 2014
Wozu das Sparschwein füttern, wenn man eines in seinem Geldbeutel mitführt? (Foto: F. Dickmann)

Wozu das Sparschwein füttern, wenn man eines in seinem Geldbeutel mitführt? (Foto: F. Dickmann)

Als Studierender hat man zumeist recht wenig Geld zur Verfügung. Wohnt man überdies in Berlin, so gestaltet sich das Leben noch ein wenig schwieriger, denn Deutschlands Hauptstadt ist teuer. In Potsdam bezahlt man sich außerhalb der Studiwohnheime angesichts der Mieten dumm und dusslig. Der Studierendenausweis hilft gelegentlich, das auszugleichen: Eine Sammlung der besten Spartipps von Franziska Dickmann.

Gehört man zu den Glücklichen, welche nach monatelanger Suche ein kleines, muffiges Zimmer ihr Eigen nennen können, darf man sich überlegen, wie man denn nun für diesen vollkommen überteuerten Raum aufkommen möchte. Wer weder durch BAföG, noch durch finanzielle Unterstützung der Eltern abgesichert ist, muss sich zumeist einen Job suchen. Dieser Balanceakt zwischen Studieren und Arbeiten gestaltet sich oft als sehr schwierig, denn für keines von beiden ist genug Zeit vorhanden. Was aber, wenn man dennoch einmal ein wenig Freizeit genießen möchte?

Um auf dem teuren Pflaster der Hauptstadtregion nicht sofort pleite zu sein, kann ein ganz besonderer Ausweis Abhilfe leisten: der Studierendenausweis. Die kleine rechteckige Karte scheint eine ziemliche große Wunderwelt an Rabatten und Vergünstigungen zu verbergen, und wenn man sich dessen einmal bewusst ist, so kann sie zum ganz persönlichen Sparschwein in unserer Hosentasche werden.

Einsetzbar ist sie zum Beispiel direkt an der Uni. Wer öfter einmal in der Mensa des Studentenwerks Potsdam isst, spart schon über die Hälfte des üblichen Preises gegenüber einer Mahlzeit in einem der vielen Restaurants in der Umgebung. Für die Aktiven unter uns kann es danach weitergehen (Verdauungspause nicht vergessen!) zum Hochschulsport. Wer beispielsweise in der Breiten Straße im Studiwohnheim wohnt, muss sich nicht in einem teuren Fitnessclub anmelden: Direkt um die Ecke findet sich das ungleich preiswertere Sportstudio der Universitätseinrichtung. Auch in Golm findet sich eine entsprechende Anlage. Natürlich gibt es unzählige Kurse, für die man sich anmelden kann und die oft nur wenige Gehminuen vom Campus oder der eigenen Wohnung entfernt stattfinden und jeden denkbaren Geschmack abdecken. Wenn man in Berlin wohnt, jedoch in Potsdam studiert, gestaltet sich dies ein wenig umständlich, allerdings zahlt man nur den Bruchteil des Preises, den man in einem der schicken Sportstudios Berlins ausgeben müsste. Wer es also schafft, seine Seminare und Vorlesungen günstig zu legen und den Kursen des Hochschulsports anzugleichen, dem steht nichts mehr im Weg, um günstig seinem Hobby nachzugehen.

Da Sport jedoch nicht jedermenschs Sache ist, hat der Studierendenausweis noch mehr auf Lager. Denn auch wer seine Freizeit lieber damit verbringt Museen und Theater zu besuchen, sollte seinen Ausweis unbedingt dabeihaben. Mit der magischen Karte in der Hand spart man schnell ein paar Euro beim Eintritt. Im Potsdamer „Hans Otto Theater“ beispielsweise wird einem Studierenden bei einem Ticketpreis ab 7 Euro der Eintritt so gut wie geschenkt. Ähnliches gilt für die vielen verschiedenen Kinos, Zoos und Tierparks, denn auch große Kinoketten wie die UCI Kinowelt im Potsdamer Hauptbahnhof, das Thalia in Potsdam-Babelsberg sowie natürlich die in Berlin repräsentierten Ketten CineStar und Cinemaxx locken gern mit Rabatten.

Und während sich der Hochschulsport nur auf die jeweilige Universität beschränkt, ist es dem kulturinteressierten sowie tierlieben Studierenden möglich, Vergünstigungen in ganz Deutschland zu erhalten. Doch wie reist man am besten durchs Land, ohne dabei horrende Summen auszugeben? Zum Beispiel mit der Bahncard 25 beziehungsweise 50. Mit dem vergünstigten Kauf dieses Bahnangebots wird es auch den weniger gut Verdienenden möglich gemacht, auf Reisen zu gehen: Auf Fernverkehrreisen gibt es dann 25 oder 50 Prozent Rabatt. Für lange im Voraus planende Reisewillige lohnt sich die Bahncard 25, mit der man sogar noch Nachlässe auf Sparpreise in Anspruch nehmen kann, spontane Vielfahrer_innen sind mit der Bahncard 50 besser bedient. Und wer es vorzieht, im Bundesland zu bleiben, genießt sogar freie Fahrt mit jeglichen öffentlichen Verkehrsmitteln, da der Preis für diese bereits in den Semesterbeiträgen enthalten ist – einfach Studiausweise vorzeigen und Berlin und Brandenburg erkunden.

Der Studierendenausweis hilft nicht nur in der Freizeit

Aber was kann der Studierendenausweis noch alles? Ist es mit ihm auch möglich, im alltäglichen Leben Geld zu sparen? Die Antwort lautet ja. Wer sich für seine neue Wohnung einen Telefon- und Internetanbieter sucht, sollte seinen Ausweis gezückt haben. Denn mit ihm ist es möglich, ein bis zwei Euro monatlich zu sparen. Bei Mobilfunkverträgen, beispielsweise bei T-Mobile, fallen die Rabatte mit bis zu 10 Euro im Monat recht ordentlich aus, die junge Zielgruppe ist eben heiß begehrt. Auch beim Anlegen eines Bankkontos kann es durchaus nützlich sein, die kleine Karte bei sich zu tragen. Mittlerweile bieten viele Banken Girokonten speziell für Studierende an, welche oft gebührenfrei sind und manchmal sogar einen einmaligen Bonus bereithalten.

Überdies muss man als Studierender auch nicht auf seine Tages- oder Wochenzeitungen verzichten. Wer ausgezogen ist und nicht mehr bei seinen Eltern mitlesen kann, auf die oder den warten viele attraktive Angebote. Wenn man das Blatt lieber in der Hand hält, anstatt es online zu lesen, hat man die Möglichkeit, aus verschiedensten Abonnements auszuwählen. Da man so bis zu 75 Prozent sparen kann, sollte man sich dies nicht entgehen lassen: Ob lokale Angebote wie die Märkische Allgemeine und die Potsdamer Neuesten Nachrichten oder weltumfassende Angebote wie die International New York Times – Jede_r kommt auf seine Kosten.

Doch wie findet man eigentlich die angeblich überall verstecken Rabatte? Da häufig nicht alle Vergünstigungen öffentlich ausgeschrieben sind, kann oft schon eine einfache Frage viele Türen öffnen. Wer sich vorher ausführlich genug informiert und dann gezielt nach seinem Rabatt fragt, dem wird dieser zumeist auch nicht verwehrt.

Ist man also Studierende_r und somit im Besitz eines Studierendenausweises, so sollte man ihn unbedingt zu mehr benutzen als nur der täglichen Bahnfahrt. Da die Lebenserhaltungskosten immer weiter ansteigen, ist es für viele Studierende immer wichtiger, an allen Ecken und Enden zu sparen. Und zumal dies mit dem kleinen Sparschwein unkompliziert und schnell möglich ist, wäre es schade, ständig unnötiges Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Denn auch wenn die Vergünstigungen auf den ersten Blick nicht viel zu bringen scheinen, so summiert sich das Geld dennoch und man hat am Ende des Jahres zumindest einen kleinen Teil sparen können.

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