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Heute geht´s um Karotten. Foto: pixaby

Passend zu Ostern widmen wir uns heute bei Küchenchaos dem scheinbaren Lieblingssnack des Hasen: Der Karotte bzw. Möhre, gelbe Rübe, Mohrrübe oder Rübli. Von Jennifer Krutzke.

In Deutschland gehört die Karotte zu einer der beliebtesten und meistverkauften Gemüsesorten. Laut dem statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2017 rund 700 000 Stück geerntet. Kein Wunder! Kaum ein Gemüse ist in der Küche so vielfältig verwendbar. Sie können roh, gedünstet, gekocht, gebraten und gebacken verzehrt werden.

Der genaue Ursprung der Karotte ist übrigens nicht bekannt. Sicher ist, dass sie ursprünglich lila, weiß und gelb waren. Die orangefarbene Möhre, wie wir sie heute kennen, wurde das erste Mal im 17. Jahrhundert in den Niederlanden angebaut. Laut Legende züchteten die holländischen Gärtner_innen die Sorte zur Huldigung des Königs Wilhelm von Oranien. Die Farbe setzte sich durch. Erst vor wenigen Jahren wurden die alten, bunten Sorten wieder entdeckt und erfreuen sich seitdem wieder einer wachsenden Beliebtheit.

Heute gibt es also drei ganz unterschiedliche Rezepte, die das vielseitige Gemüse von ihrer besten Seite zeigen und verschiedene Geschmackserlebnisse liefern:

Die Pommes schmecken alleine oder als Beilage zu deftigen Gerichten lecker. Foto: J.  Krutzke

1. Parmesan-Möhren Pommes

Zutaten (für 2 Personen): 300 g Karotten, 3 El Öl, 100 g Parmesan, Salz, Pfeffer, Kurkuma

Die Karotten schälen, halbieren und in fingerbreite Stäbchen schneiden. Nach Geschmack würzen. Anschließend das Öl hinzugeben und gut durchmischen. Großzügig auf einem Backblech verteilen und den geriebenen Parmesan drüber streuen. Für etwa 30 min bei 180 °C (Umluft) backen.

Für Gourmets: Wer sich traut und es geschmacklich etwas ausgefallener mag, kann zusätzlich noch eine kleine Prise Zimt in die Würzung geben.

Schnelle Suppe ohne viel Schnickschnack. Foto: J. Krutzke

2. Karotten-Kokos-Suppe mit Knoblauchbrot

Zutaten (für 2 Personen): 200 g Karotten, 1 Zwiebel, ½ Knoblauchzehe, 1 El Öl, 300 ml Brühe, 100 ml Kokosmilch, 50 ml Orangensaft (bzw. Saft von ca. ½ frischen Orange), Salz, Pfeffer, Curry, Muskatnuss, 1 Prise Zimt

Die Möhren, Zwiebel und den Knoblauch kleinschneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse kurz bei hoher Hitze anbraten. Anschließend mit Brühe und Kokosmilch ablöschen und abgedeckt bei mittlerer Hitze 15-20 min köcheln lassen. Nach Ablauf der Zeit die Suppe pürieren, den Orangensaft zugeben und würzen.

Knoblauch geht immer. Foto: J. Krutzke

Für das Knoblauchbrot benötigt ihr: 2 Brötchen,2 El Olivenöl, italienische Kräuter, 2 Knoblauchzehen

Den Knoblauch schälen und in grobe Streifen schneiden. Die Brötchen längs in Streifen schneiden und mit dem Öl beträufeln. Mit den Knoblauchstreifen einreiben und diese dann anschließend gleichmäßig auf dem Brot verteilen. Großzügig italienische Kräuter darüber streuen und für 10 min bei 150 °C (Ober/ Unterhitze) backen. 

Schlau mit Küchenchaos

Karotten wird oft nachgesagt, dass sie die Sehkraft steigern. Dieses Märchen stammt aus dem Zweiten Weltkrieg und wurde von den Brit_innen erfunden. Da diese 1940 das erste funktionierende Ortungssystem hatten, konnten sie deutsche Bomber besser orten und einige Flieger_innen wurden sogar zu Legenden. Um ihr System gegenüber dem Feind zu verschleiern, führten sie die hohe Treffsicherheit auf einen hohen Karottenkonsum der Flieger zurück. Denn diese seien gut für die Sehkraft.

Ein Fünkchen Wahrheit steckt schon dahinter, denn die gelben Möhren enthalten viel Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Zur ausreichenden Versorgung der Netzhaut benötigt man allerding nur winzige Mengen des Vitamins und eine Überversorgung kann die Sehkraft nicht steigern. Übrigens stimmt es, dass man Karotten immer mit etwas Fettigem essen sollte, um an das fettlösliche Vitamin A zu kommen. Daneben ist es allerdings noch effizienter, wenn die Karotte möglichst gut zerkleinert (also z.B. geraspelt) wird.

Neben den gesundheitlichen Vorteilen bietet sich hier in Deutschland auch der Vorteil, dass Rüben das ganze Jahr über regional erworben werden können. Von Juli bis Dezember erntefrisch und von Januar bis Juni als Lagerware.

Nicht nur zu Ostern ein Genuss. Foto: J. Krutzke

3. Rübli-Cupcakes

Zutaten (für 12 Stück): 200 g geriebene Karotten, 125 g Mehl, 1 Tl Backpulver, 125 g Zucker, 1 Tl Zimt, 125 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Sonnenblume oder Raps), 2 Eier, 100 g gemahlene Mandeln, 12 Muffinpapier-Förmchen

Für das Frosting: 200 g Frischkäse, 30 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, einige Spritzer Zitronensaft

Eier, Zucker, Öl und Zimt verrühren. Die Karotten und die Mandeln dazugeben. Das Mehl mit dem Backpulver dazugeben und ebenfalls unter den Teig mischen. Diesen anschließend auf die 12 Muffin-Förmchen verteilen und bei 180 °C (Ober/Unterhitze) für 20 bis 30 min backen. Die Muffins sind fertig, wenn bei einer Stichprobe kein Teig mehr kleben bleibt.

Rübli-Cupcakes. Foto: J. Krutzke

Für das Frosting den Puderzucker zu dem Frischkäse sieben und glatt rühren. Den Vanillezucker und nach Geschmack Zitronensaft hinzugeben. Das Frosting in einen Spritzbeutel füllen und diesen in den Kühlschrank stellen. Nach Abkühlen der Muffins können sie mit der Creme dekoriert werden. Wer keinen Spritzbeutel hat, kann sich ganz einfach einen Tiefkühlbeutel nehmen und eine Ecke abschneiden. Alternativ kann auch ein Bogen Backpapier umfunktioniert werden. Eine Anleitung dafür gibt es hier.

Ich wünsche euch wie immer ganz viel Spaß beim Nachmachen und schöne Ostern. Wenn ihr möchtet, könnt ihr eure Kreationen dann auch gerne auf Instagram unter dem #speakupkueche mit uns teilen.

Falls ihr ein leckeres Rezept habt, das ihr gerne mit der Welt teilen möchtet oder Ideen und Anregungen für etwas, das ich unbedingt ausprobieren soll, scheut euch nicht und schreibt gerne eine Email.

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