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	<title>speakUP &#187; campusPOLITIK</title>
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	<description>Studierendenzeitschrift der Universität Potsdam.</description>
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		<title>Abschied auf Raten – Mathiopoulos darf (noch) lehren</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 13:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für eine gute wissenschaftliche Reputation gilt der Doktorgrad in der Regel als Grundvoraussetzung. Nicht zuletzt das Internet sorgt jetzt dafür, dass manche, die dafür wissenschaftliche Standards verletzt haben, von ihren früheren Fehlern eingeholt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1277" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1277" title="Plagiat" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/05/Fotolia_30405110_XS-c-Joachim-Opelka-Fotolia-300x200.jpg" alt="Das Wort &quot;Plagiat&quot; kam über Französische aus dem Lateinischen und heißt soviel wie &quot;Menschenraub&quot; oder &quot;Seelenverkauf&quot; (© Joachim Opelka - Fotolia.com)" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Das Wort &quot;Plagiat&quot; kam über das Französische aus dem Lateinischen und heißt soviel wie &quot;Menschenraub&quot; oder &quot;Seelenverkauf&quot; (© Joachim Opelka - Fotolia.com)</p></div>
<p><em>Für eine gute wissenschaftliche Reputation gilt der Doktorgrad in der Regel als Grundvoraussetzung. Nicht zuletzt das Internet sorgt jetzt dafür, dass manche, die dafür wissenschaftliche Standards verletzt haben, von ihren früheren Fehlern eingeholt werden. Vom jüngsten Fall berichtet Paul Köppen.</em></p>
<p>Die Welle von Plagiatsaffären, die im Februar 2011 mit dem Fall Guttenberg begann, hat in den letzten Monaten auch die Universität Potsdam erreicht. Nachdem eine entsprechende Untersuchungskommission Ende letzten Jahres den niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) noch von der Täuschungsabsicht freisprach und lediglich wissenschaftliche „Mängel von erheblichem Gewicht“ feststellte, bat der CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus Florian Graf im April die Uni um den Entzug seiner Doktorwürde. Er hatte sich „aus Respekt gegenüber der wissenschaftlichen Leistung aller anderen Promovierten“ öffentlich zu den Fehlern in seiner Arbeit bekannt.</p>
<p>Ein solches Eingeständnis würde auch in der Causa Mathiopoulos Klarheit schaffen – dass es dazu kommt, ist jedoch nahezu ausgeschlossen. Margarita Mathiopoulos hatte bereits in den 80er Jahren in Bonn beim renommierten Politikwissenschaftler und Zeithistoriker Karl Dietrich Bracher promoviert. Die Uni Bonn sah es jetzt nicht zuletzt wegen der umfänglichen Recherchen der Plagiatsjäger von VroniPlag als erwiesen an, dass dabei vorsätzlich getäuscht worden ist. Die zuständige Kommission machte in ihrer Untersuchung nach eigenen Angaben über 320 Stellen ausfindig, „in denen die Originalquelle systematisch nicht ordnungsgemäß zitiert wurde.“ Auf den Entzug ihres Doktorgrades reagierte Mathiopoulos jedoch nicht mit einem Eingeständnis, sondern mit juristischen Mitteln: In einer Presseerklärung ihres Rechtsbeistandes hieß es, die Entscheidung sei „Ergebnis eines unfairen und von blindem Eifer geprägten Verfahrens“. Der ganze Vorgang sei zudem „unanständig“. Insofern würde man neben der Klage gegen den Beschluss auch erwägen, die Mitglieder des Fakultätsrates und des Promotionsausschusses persönlich haftbar zu machen „wegen massiver Schädigung“ der wissenschaftlichen Reputation Mathiopoulos‘.</p>
<p>Die Vermutung liegt nahe, dass vor diesem Hintergrund der Philosophische Fakultätsrat der Potsdamer Uni, der Mathiopoulos 2002 zur Honorarprofessorin am Historischen Institut ernannt hatte, zunächst vorsichtiger auf die Bonner Entscheidung reagiert hat. Am 9. Mai fasste man den Beschluss, dem Uni-Präsidenten den Entzug der Honorarprofessur für den Fall vorzuschlagen, dass die Aberkennung des Doktortitels rechtskräftig würde. Erst wenn also weitere juristische Instanzen bestätigen, dass bei der Promotion wirklich betrogen worden ist, wird Mathiopoulos ihren Potsdamer Titel verlieren. Das freilich kann Monate, schlimmstenfalls sogar Jahre dauern.</p>
<p>Eine solche Vorgehensweise ist zum Teil heftig kritisiert worden, in der Hamburger ZEIT war sogar von Scheinheiligkeit die Rede. Die Uni selbst reagierte auf derlei Reaktionen mit dem Hinweis, es gebe keine rechtliche Grundlage für einen Entzug der Honorarprofessur, solange das Bonner Widerspruchsverfahren nicht abgeschlossen ist. Offenbar lässt man sich in dieser Argumentation von dem Gedanken leiten, Mathiopoulos könne auch die Uni Potsdam verklagen – oder wegen einer Rufschädigung eben auch einzelne Personen in den zuständigen Gremien. Insofern erscheint die Behutsamkeit der Potsdamer – im Übrigen eine Kopie der Verfahrensweise der TU Braunschweig, die im selben Fall vor Tagen genauso entschieden hat – nachvollziehbar. Vorerst, heißt es seitens der Uni, wird Mathiopoulos ihren Lehrverpflichtungen weiter nachkommen. Das Gute ist, dass ja niemand Studierende zwingen kann, daran auch teilzunehmen.</p>
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		<title>Wir brauchen den langen Atem</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 10:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Oliver Günther]]></category>
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		<description><![CDATA[Im ersten Interview mit den speakUP-Redakteur_innen Mandy Joachim und Paul Köppen spricht der neugewählte Uni-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. über seine Entscheidung für Potsdam, die aktuelle Situation unserer Universität und die besonderen Herausforderungen seiner Amtszeit - für die er sich viel vorgenommen hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im ersten Interview mit den speakUP-Redakteur_innen Mandy Joachim und Paul Köppen spricht der neugewählte Uni-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. über seine Entscheidung für Potsdam, die aktuelle Situation unserer Universität und die besonderen Herausforderungen seiner Amtszeit &#8211; für die er sich viel vorgenommen hat.</em></p>
<p><strong><em><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/04/prof-gAuenther_grau.jpg"><img class="alignleft" title="Universiät Potsdam" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/04/prof-gAuenther_grau-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a></em>speakUP:</strong> <em>Herr Günther, wie man hört, gab es für Sie durchaus auch andere berufliche Perspektiven und Möglichkeiten. Warum haben Sie sich dennoch für Potsdam entschieden?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong>Ich hatte in der Tat in der Vergangenheit als Professor der Humboldt-Universität immer wieder Optionen, auch woanders hinzugehen, bin aber stets in Berlin geblieben. Dass ich jetzt nach 18 Jahren nach Potsdam gewechselt bin, hat mehrere Gründe. Natürlich hat mich die Aufgabe, eine so junge und dynamische Universität zu leiten, sehr gereizt. Die Uni ist gut aufgestellt und hat sich seit ihrer Gründung sehr positiv entwickelt. Gleichwohl gibt es hier einige sehr spezielle Herausforderungen, insbesondere finanzieller Art, wenn wir uns zur Aufgabe machen wollen, die Universität nicht nur im guten Mittelfeld zu halten, sondern weiter nach oben zu entwickeln.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>In der Politik bilanziert man ja gerne nach den ersten 100 Tagen. Auch Sie sind jetzt beinahe drei Monate im Amt. Wie sieht dementsprechend Ihre erste Bilanz aus? Wie war Ihr Start in Potsdam?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Die ersten Eindrücke haben eigentlich meine Erwartungen bestätigt. Ich hatte mich vor meinem Wechsel sehr detailliert informiert – deshalb gab es jetzt auch keine wirklichen Überraschungen. Die Frage der Ausfinanzierung nicht nur der Universität Potsdam, sondern der brandenburgischen Hochschulen insgesamt ist natürlich heikel; das war mir aber klar. Folglich habe ich bereits sehr intensive Gespräche in den entsprechenden Ministerien geführt. Diese sind bisher konstruktiv verlaufen, auch wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt. Uni-intern wurde ich sehr herzlich aufgenommen, es gab viele anregende Diskussionen mit den Studierenden und den Kolleginnen und Kollegen. Ich lege großen Wert auf solche persönlichen Gespräche.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em> Wo sehen Sie in den nächsten Monaten den größten Handlungsbedarf?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Die zentrale Herausforderung ist momentan die Verhandlung mit der Landesregierung über die mittelfristige Finanzplanung. Wir sind der Ansicht, dass es für ein Land wie Brandenburg nicht klug ist, im bundesweiten Vergleich den geringsten Haushalts-Anteil für Bildung aufzuwenden. Natürlich hat Brandenburg nicht viel Geld, aber muss ich dann auch mit dem Prozentsatz ganz unten liegen? Das ist sehr problematisch. Mir ist zudem daran gelegen, das Image der Uni Potsdam in der Öffentlichkeit zu stärken. An dieser Stelle haben wir einen gewissen Nachholbedarf, viele in Deutschland wissen nicht, was wir hier machen. Das muss sich ändern. Deshalb muss es unser Ziel sein, mit noch mehr Qualität auf uns aufmerksam zu machen.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>Wie ist es denn zurzeit bestellt um die Qualität von Forschung und Lehre? Wo sehen sie Probleme?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Für den Bereich der Forschung werden wir versuchen, noch mehr DFG-Strukturprogramme zu realisieren: Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs und so weiter. Wir wollen auch Professoren gezielt bei den Antragsstellungen dafür unterstützen. Im Bereich der Lehre versuchen wir momentan vor allem die Problematik der Rückmeldungen von Alt-Studierenden zu lösen. Wir führen hier weiterhin Gespräche mit dem AStA und sind, so denke ich, auf einem guten Weg. Es wird darauf ankommen, in persönlichen Beratungen herauszufinden, inwieweit es im Einzelfall Sinn macht, den Magister- oder Diplomstudiengang zu Ende zu bringen, oder ob es vielleicht besser wäre, in ein Bachelorstudium zu wechseln. Mitunter muss man wohl auch eruieren, ob nicht ein Studienabbruch sinnvoller wäre, weil das ganze Studienprojekt bereits obsolet geworden ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass es Studierende gibt in Potsdam, die zwar eingeschrieben sind, aber de facto nicht studieren. Das muss einfach geklärt werden.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em> Wollen Sie in Ihrer Amtszeit denn etwas konkret anders machen als Ihre Vorgänger?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong>Zunächst ist festzustellen, dass von meinen Vorgänger_innen gute Arbeit geleistet worden ist. Ein etwas anderer Akzent wird sein, dass wir uns bezüglich der Ausfinanzierung der Studienplätze höhere Ziele setzen werden. Brandenburg gibt etwa 5000 Euro pro Jahr pro Student_in aus. Das ist viel zu wenig. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 7000 oder 8000. In der Vergangenheit gab es ja eine Tendenz, möglichst viele Studierende zuzulassen, allerdings ohne auf die Gegenfinanzierung zu achten. Das werden wir nicht mehr tun. Hier muss es eine Verschiebung geben: Wenn sich die Finanzierung nicht verbessert, werden wir mittelfristig sogar Studienplätze abbauen. Ich will keine Discount-Studienplätze etablieren in Potsdam.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>‚Discount-Studienplätze‘ könnte aber vielleicht schon jetzt ein guter Begriff sein für die Studiensituation vieler Studierender: Überfüllte Seminare, Klausuren auf dem Fußboden schreiben, Lehrkräfte-Mangel – gerade in den Geisteswissenschaften ist das ja bereits Realität. Wie wollen Sie hier Abhilfe schaffen?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Als Präsident möchte ich mich natürlich um alle Fachdisziplinen bemühen. Was Sie jetzt gerade beschrieben haben, ist letztlich eine Folge der Tatsache, dass Brandenburg sich im Wesentlichen in das Marktsegment Discount-Studienplätze begeben hat. Die Konsequenz ist das, was Sie sehen. Wenn wir 7000 Euro pro Student_in pro Jahr zur Verfügung hätten – wie zum Beispiel in Berlin –, könnten wir ganz anders verfahren. Wir könnten die Lehraufträge angemessen vergüten, was überfällig ist; wir könnten überhaupt mehr und bessere Lehre anbieten. Dass sich die Unterfinanzierung nun unterschiedlich auf die Fachrichtungen verteilt, liegt nicht an unserer Steuerung, sondern an der generellen Nachfrage. Die ist in den Geisteswissenschaften nun mal sehr hoch, in manchen anderen Fächern hingegen gibt es weniger Bewerber_innen als Studienplätze. Das setzt sich direkt um in die Studiensituation. Wir werden hier wohl mit numeri clausi reagieren müssen, weil wir künftig nicht mehr so viele Studierende aufnehmen können, sollte es keine entsprechende Gegenfinanzierung geben.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>Der Fokus bei einer solchen Studienplatz-Reduzierung läge dann also auf den geisteswissenschaftlichen Disziplinen oder gebe es eine allgemeine Verteilung über Fakultätsgrenzen hinweg?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Was das angeht, bin ich vielleicht doch auch Wirtschaftswissenschaftler. Wenn ich sehe, dass Nachfrage nach einem Studiengang besteht und Nachfrage nach Absolventen, dann gibt es keinen Grund, Zulassungszahlen herunterzufahren. Der Arbeitsmarkt ist jedoch ein wichtiger Indikator. Ein glückliche_r Absolvent_in ist, wer einen Arbeitsplatz findet und einen Beitrag für das Wohl der Gesellschaft leisten kann. Das Leben in prekären Arbeitsverhältnissen zu fristen, kann nicht das Ziel sein. Wer nach fünf Jahren zu dem Schluss kommt, er oder sie hätte lieber etwas anderes studieren sollen, um einen Job zu finden, kann nicht zufrieden sein. Arbeitslosigkeit ist eines der größten Unglücke heutzutage. Und wenn es einen Bereich gibt, wo Tausende von Absolvent_innen produziert werden, die von Gelegenheitsjobs leben müssen, dann ist das keine gute Allokation von Steuergeldern. Generell will ich die Studierendenzahl aber auf dem Niveau der letzten Jahre halten. Ich teile jedoch nicht die Meinung der Landesregierung, dass diese Plätze bereits ausfinanziert sind. Im Gegenteil. Die Entwicklungen der letzten Jahre, in denen immer mehr Studierende nach Brandenburg kamen, aber die Finanzmittel im Wesentlichen konstant geblieben sind, waren dramatisch.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>Solche Überlegungen haben ja auch zur Gründung der Brandenburgischen Hochschulkonferenz geführt. Welche Ziele und Erwartungen haben Sie an dieses Projekt?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong>Wichtigster Zweck der Hochschulkonferenz ist Kommunikation. Wir wollen zeigen, warum Hochschulen wichtig sind für ein Land wie Brandenburg und warum die bisherige Unterfinanzierung allen Beteiligten schadet. Wir müssen auf breiter Basis nach außen kommunizieren, dass es uns hier nicht um goldene Wasserhähne geht, sondern um ein Ende der Discount-Studienplätze. Damit wollen wir die zuständigen Ministerien genauso erreichen wie alle anderen. Auch der Agrar-Politiker und letztlich jede_r Steuerzahler_in soll verstehen, warum Brandenburg langfristig gute Hochschulen braucht und warum das Geld kostet – und zwar pro Bewerberplatz genauso viel Geld wie zum Beispiel in Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Das muss die breite Öffentlichkeit erfahren. Für alle wollen wir ein Gesprächspartner sein.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>In den Ministerien erklären, wofür Universitäten gut sein könnten – macht ein Gespräch hier überhaupt Sinn, wenn das erst erklärt werden muss?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Das ist eher ein Kampf um Aufmerksamkeit wie in jeder Lobby-Arbeit. Wir müssen unsere Prioritäten erklären und damit in die Köpfe der Leute kommen. Brandenburg wird ohne gute Hochschulen absteigen, das müssen wir argumentieren. Auch die demographische Entwicklung kann kein Argument gegen eine höhere Bildungs-Finanzierung sein, sondern dafür. Wir müssen attraktiver werden, um dann junge Leute von außen nach Brandenburg zu locken.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>Es gibt landesweit nicht wenige, die glauben, kooperative Kommunikation sei längst unmöglich geworden zwischen Politik und Bildungsinstitutionen. Sie sind da optimistischer?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Für die Hochschulkonferenz haben wir uns bewusst auf die Betonung unserer Gesprächsbereitschaft festgelegt. Das war Programm, weil wir glauben, dass dies der produktivste Weg ist. Ich persönlich bin bezüglich der Mittel, die wir einsetzen, völlig pragmatisch, solange sie legal sind. Wenn ich der Ansicht wäre – was ich aber nicht bin –, gemeinsame Demonstrationszüge seien sinnvoller als die Hochschulkonferenz, hätte ich das auch gemacht. Wir brauchen jedoch eher einen langen Atem. Um langfristig vom letzten Platz wegzukommen und Entwicklungsperspektiven zu schaffen, setze ich auf Dialog. Das hat nichts mit Konfrontation-Scheu zu tun. Die Partnerschaft zur Landesregierung ist einfach eine Conditio sine qua non. Wir müssen hier Schritt für Schritt die Entscheidungsträger_innen überzeugen, dass Investitionen in die Hochschulen sich lohnen.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>… Das klingt nach Sisyphusarbeit…</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Natürlich wäre es mir lieber, ein solcher Überzeugungsprozess ginge schneller. Aber wir brauchen den langen Atem. Auch meine sechsjährige Amtszeit ist eigentlich keine hinreichend langfristige Perspektive, wir müssen uns für 10 bis 15 Jahre überlegen, was passieren soll. Um hinsichtlich der Ausfinanzierung von Studienplätzen ins Mittelfeld zu kommen, bräuchten wir 50 Millionen Euro mehr pro Jahr. Das entspräche einer Steigerung von 20 Prozent. Jedes Jahr ein Prozent – und dann könnten wir es in knapp 20 Jahren schaffen. Wie gesagt, wir brauchen den langen Atem. Das ist der beste Weg zum Ziel.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em> Ein langer Weg. Wie wird die Uni denn nach Ihrer Amtszeit aussehen?</em></p>
<p><strong>Günther:</strong> Wäre ich nicht optimistisch, hätte ich den Job gar nicht erst angetreten. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, den Bürger_innen Brandenburgs die Zukunftsbedeutung der Hochschulen klarzumachen. Gleiches gilt für die Umsetzung unseres Zieles hinsichtlich der Normalfinanzierung der Studienplätze. Und ich glaube auch, dass wir die gute Qualität von Lehre und Forschung in Potsdam halten und in bestimmten Bereichen sogar verbessern können. Die Bedingungen dafür müssen geschaffen werden. Dafür arbeiten wir. Das bedeutet nicht status quo, das bedeutet mehr, als uns momentan von der Politik ermöglicht wird.</p>
<p><strong>speakUP:</strong> <em>Vielen Dank für das Gespräch.</em></p>
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		<title>Uni-Wahlen 2012: Hingehen tut nicht weh!</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 10:00:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jedes Jahr erscheinen zu dieser Jahreszeit wie aus dem Nichts Unmengen an Flyern, Plakaten und aus dem Boden sprießende Stände mit jungen Leuten, die euch von ihren politischen Ideen begeistern wollen. Es signalisiert euch: Bald sind die Wahlen an der Uni. An dieser Stelle möchte euch die speakUPauf die im Sommersemester anstehenden Wahlen des Studierendenparlaments (StuPa) hinweisen und  zeigen, was ihr mit eurem Kreuz alles bewirken könnt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Jedes Jahr erscheinen zu dieser Jahreszeit wie aus dem Nichts Unmengen an Flyern, Plakaten und aus dem Boden sprießende Stände mit jungen Leuten, die euch von ihren politischen Ideen begeistern wollen. Es signalisiert euch: Bald sind die Wahlen an der Uni. An dieser Stelle möchte euch die speakUPauf die im Sommersemester anstehenden Wahlen des Studierendenparlaments (StuPa) hinweisen und  zeigen, was ihr mit eurem Kreuz alles bewirken könnt. Von Mandy Joachim</em></p>
<p>Das StuPa ist das höchste beschlussfassende Gremium der Studierendenschaft. Es wird einmal im Jahr von allen Studis gewählt. Seine Aufgaben sind unter anderem die Wahl des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) und der Beschluss des Haushalts der Studis. StuPa-Sitzungen sind öffentlich und finden in der Regel alle drei Wochen statt, ihr als Studierende unserer Uni könnt an den Sitzungen des StuPas teilnehmen. </p>
<p>Die Wahl findet traditionsgemäß immer kurz vor Ende des Sommersemesters an drei aufeinander folgenden Tagen statt. Der Termin wird also auch in diesem Jahr im Juli sein und wird dann rechtzeitig bekannt gegeben. Ihr könnt dann an allen Campus der Universität in extra eingerichteten Wahllokalen wählen.<br />
Zur Wahl stehen die Mitglieder der verschiedenen politischen Hochschulgruppen unserer Uni. Diese sind in ihrer Vielfalt mit den politischen Parteien in Deutschland vergleichbar. Mit der letzten Wahl, die laut Angaben des StuPas eine Wahlbeteiligung von 20,57% hatte, wurden acht verschiedene Hochschulgruppen entsprechend ihres Stimmanteils mit einer unterschiedlichen Anzahl von Mitgliedern in das StuPa gewählt. Wer die verschiedenen politischen Hochschulgruppen und ihre Mitglieder sind, könnt ihr euch auf der <a href="http://www.stupa.uni-potsdam.de" target="_blank">Website des StuPas</a> ansehen. Detaillierte Infos zu den politischen Inhalten der einzelnen Gruppen findet ihr dann auf deren eigenen Internetauftritten.</p>
<p>Mit der Wahl des StuPas könnt ihr direkt an der politischen Gestaltung unserer Uni mitwirken und nehmt auch Einfluss auf die Zusammensetzung des AStAs, der die Interessen der Studis direkt vertritt. Wichtige Themen, die ihr mit eurer Wahl beeinflussen könnt – und solltet! –, zum Beispiel das kulturelle Angebot an unserer Uni, Verhandlungen mit der Bahn zum Semesterticket, die Zusammenarbeit mit der Landespolitik und landes- sowie bundesweiten studienrelevanten Vereinigungen und ganz lebensnahe Themen, wie zum Beispiel das Essensangebot in der Mensa – Stichwort vegetarische und vegane Ernährung. Neben dem Studierendenparlament werden auch zwei studentische Mitglieder für den Senat, das höchste beschlussfassende Gremium der akademischen Selbstverwaltungen, gewählt. Die entsprechenden Vertreter_innen treten dann im Senat neben Professor_innen und Mitarbeiter_innen der Uni für die studentische Belange ein.</p>
<p>All diese Themen betreffen direkt euer Leben an unserer Uni. Achtet also in den nächsten Wochen auf die Wahlkampagnen der einzelnen Hochschulgruppen, um die zu finden, in der ihr eure politischen Interessen wahrgenommen seht. Und geht dann gut informiert zur Wahl. </p>
<p><em>Die Wahlen an der Universität Potsdam finden dieses Jahr vom 3. bis zum 5. Juli statt. Jede_r Studierende hat drei Stimmen fürs Stupa und zwei für den Senat. Außerdem werden die Fakultätsräte neu gewählt.</em></p>
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		<title>&#8220;Wir wollen keine goldenen Wasserhähne&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 15:06:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Meldungen immer drastischerer Kürzungen im Bildungshaushalt in Brandenburg überraschen mittlerweile keinen mehr. Dass es jetzt aber zu diesem Thema eine gemeinsame Konferenz aller Beteiligten gibt, ist neu: In Potsdam wurden am Mittwoch vom Dozierenden bis zum Studierenden wirklich alle Beteiligten zur Brandenburgischen Hochschulkonferenz eingeladen und am Campus Griebnitzsee eine Resolution "für den weiteren Aufbau und die Verteidigung" des Brandenburgischen Hochschulwesens präsentiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 309px"><img alt="Johannes Vielhaber in Turnschuhen auf der Brandenburgischen Hochschulkonferenz 2012. Foto: Newiak" src="http://www.denis-newiak.de/speakup/120307_johannes-vielhaber-in-turnschuhen.jpg" title="Johannes Vielhaber in Turnschuhen auf der Brandenburgischen Hochschulkonferenz 2012. Foto: Newiak" width="299" height="457" /><p class="wp-caption-text">Johannes Vielhaber in Turnschuhen auf der Brandenburgischen Hochschulkonferenz 2012. Foto: Newiak</p></div>
<p><em>Die Meldungen immer drastischerer Kürzungen im Bildungshaushalt in Brandenburg überraschen mittlerweile keinen mehr. Dass es jetzt aber zu diesem Thema eine gemeinsame Konferenz aller Beteiligten gibt, ist neu: In Potsdam wurden am Mittwoch vom Dozierenden bis zum Studierenden wirklich alle Beteiligten zur Brandenburgischen Hochschulkonferenz eingeladen und am Campus Griebnitzsee eine Resolution &#8220;für den weiteren Aufbau und die Verteidigung&#8221; des Brandenburgischen Hochschulwesens präsentiert. Ein Bericht von Mandy Joachim und Denis Newiak.</em></p>
<p>Einen ganzen Nachmittag lang standen die Teilnehmer_innen in einem aktiven Diskurs. Nach Begrüßung und einleitenden Referaten fand aktive Arbeit in Arbeitsgruppen statt, deren Ergebnisse bis zum Erscheinen dieses Artikels noch nicht vorlagen.</p>
<p>Gemeinsam war allen Rednern der Konferenz &#8211; tatsächlich ausschließlich männliche Herrschaften &#8211; die Sorge um die Hochschulen in Brandenburg. Konfrontiert mit den starken finanziellen Belastungen der kommenden Jahre sehen sie sich einer prekären Situation sowohl in der Lehre, als auch bei der Beschäftigung zum Beispiel im wissenschaftlichen Mittelbau gegenüber. Daher sollte die Konferenz ein erster Schritt dahin sein, ständige Strukturen zu schaffen, in denen sich die Hochschulen und die Landesregierung auf Augenhöhe zu konstruktiven Gesprächen treffen können. Es gehe den Hochschulen ausdrücklich nicht um eine Gegnerschaft zum Land, betonte unter anderem der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther. Ziel dieser Gespräche müsse ein Weg aus dem Dilemma sein, dessen Ursache Günther in der Prioritätensetzung des Landes sieht. &#8220;Wir wollen keine goldenen Wasserhähne in den Unis, sondern eine Anpassung des Niveaus in Brandenburg an den bundesdeutschen Durchschnitt&#8221;, so Günther.</p>
<p>Gemein war auch allen Rednern die Ansicht, dass die Investition in Bildung ein Eigeninteresse und eine Priorität des Landes Brandenburg darstellen muss. &#8220;Hochschulpolitik darf nicht von der Haushaltslage eines Landes abhägig sein&#8221;, betonte Günter Verheugen, EU-Kommissar a.D. Die Zukunft nicht nur für Brandenburg, sondern im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang hänge laut Verheugen demnach maßgeblich von der Innovationskraft der Menschen ab. &#8220;Innovationskraft kann man nicht einfach schaffen, wohl aber die Vorraussetzungen dafür, unter anderem mit solider Bildungspolitik&#8221;, appelierte Verheugen. Ausgaben für Bildung und Forschung sollten nicht länger als finanzielle Belastungen, sondern als lohnende Investitionen in die Zukunft der gesamten Gesellschaft gesehen werden. Christian Mewes, Sprecher der Brandenburgischen Studierendenvertretung (BrandStuVe) mahnte die Schließung zukunftsweisender Studiengänge im ganzen Land an. Während einer Podiumsdiskussion, moderiert vom ehemaligen studentischen Senatsmitglied Maja Wallstein, wurde unter anderem auch die prekäre Situation von &#8211; oft komplett unbezahlten &#8211; Lehrbeauftragten diskutiert. </p>
<p>Brandenburg verfügt über elf öffentliche Hochschulen, an denen derzeit etwa 50.000 Studierende eingeschrieben sind. Im Haushaltsjahr 2012 müssen die Hochschulen im Land Brandenburg mit 12 Millionen Euro weniger als im Vorjahr auskommen. Wissenschaftsministerin Kunst hatte am Sonntag gesagt, das Budget der Hochschulen in Brandenburg werde in den kommenden Jahren &#8220;annähernd konstant&#8221; bleiben.</p>
<p><em>In der nächsten Ausgabe der &#8220;speakUP&#8221; ist ein Interview mit dem Universitätspräsidenten, Oliver Günther, zu finden. Auf der Konferenz wurde den Teilnehmer_innen eine Resolution ausgehändigt, welche wir <a href="http://www.denis-newiak.de/speakup/120307_Resolution_der_Brandenburgischen_Hochschulkonferenz_2012.pdf" target="_blank">hier als Download</a> anbieten. Die aktualisierte verabschiedete Fassung ist <a href="http://www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/pm/pressmitt/ResolutionBHK.pdf" target="_blank">auf der Universitätswebsite</a> herunterladbar.</em></p>
<p><em>Einen aktuellen Kommentar zur Hochschulkonferenz 2012 findet ihr unter <a href="http://www.speakup.to/wo-sind-die-impulse" title="Wo sind die Impulse?" target="_blank">www.speakup.to/wo-sind-die-impulse</a>.</em></p>
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		<title>Droht den &#8220;Spowis&#8221; das Aus?</title>
		<link>http://speakup.to/sparmassnahmen_im_sportstudium</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hunderte Sportwissenschaftler ( "Spowis" ) der Uni Potsdam haben derzeit arge Probleme Ihre Kurse abzuschließen. Grund dafür ist der Zustand der Turnhalle am Luftschiffhafen.
Die Geräte der Turnhalle wurden von einem Sachverständigen vor dem Semesterbeginn als nicht tauglich erachten.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hunderte Sportwissenschaftler (&#8220;Spowis&#8221;) der Uni Potsdam haben derzeit arge Probleme Ihre Kurse abzuschließen. Grund dafür ist der Zustand der Turnhalle am Luftschiffhafen.<br />
Die Geräte der Turnhalle wurden von einem Sachverständigen vor dem Semesterbeginn als nicht tauglich erachtet.<br />
</em></p>
<p>Die Universitätsleitung hat sich anschließend beraten ob Gelder für die Turnausbildung bereitgestellt werden. Es vergingen mehrere Wochen bis neue Geräte bestellt wurden. Die Spowis sind darüber alles andere als erfreut, es besteht die Angst den Kurs nicht abschließen zu können. Darüber hinaus kann auch nicht abseits des Unterrichts geübt werden, obwohl die Prüfung nach gleichen Bewertungskriterien am Ende des Semesters bewertet wird. Nicht nur die Spowis leiden darunter sondern auch Interessierte des Hochschulsports am Kurs Turnen. <div id="attachment_828" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Neu-002.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Neu-002-300x225.jpg" alt="Spowi_Turnhalle" title="Spowi_Turnhalle" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-828" /></a><p class="wp-caption-text">Sparmassnahmen_im_sportstudium</p></div><br />
Letztendlich dauerte es 3 Wochen bis der Unterricht fortgesetzt werden konnte. Doch der Zustand der Halle ist weiterhin grausam, die Halle wurde seit Erbauung 1960 noch nicht einmal renoviert. Dies schreckt natürlich auch mögliche Interessenten des Sport Studiums an der Uni Potsdam ab.                                                                                                      Viele Spowis sind immer noch verärgert und fühlen sich benachteiligt, denn sie hatten weniger Zeit zum Üben aber die Prüfungen wurden gleichermaßen streng bewertet wie in den vergangenen Jahren. Eine offizielle Stellungnahme dazu gibt es, Seitens der Uni, nicht.Die Turnausbildung ist ein zentrales Element des Sport Studiums an der Uni Potsdam. Turnen ist also kein Wahlpflichtfach sondern ein Pflichtfach, sollte die Turnausbildung also nicht gewährleistet sein, besteht für Sport Studierende ein großes Problem.<br />
Laut internen Quellen soll eine neue Halle gebaut werden diese soll sowohl durch die Uni, der Luftschiffhafen GmbH und der Stadt Potsdam finanziert werden. Die Mitglieder des Märkischen Turnerbundes sammeln kräftig Unterschriften für Unterstützung. Die benachbarte Schwimm- und Leichtathletikhalle wurde vor wenigen Jahren für viel Geld saniert, auch aus diesem Grund sind die Turner verärgert.<br />
Des Weiteren wurde die Leichtathletik-Ausbildung von der Leichtathletikhalle auf den Sportplatz des Neuen Palais verlagert. Grund hierfür sind Mieterhöhungen für die Halle von der Luftschiffhafen GmbH, welche die Uni nicht akzeptiert. Problem dabei ist nun, dass der Kurs nur noch im Sommersemester angeboten werden kann, daher die Kurse überfüllt sind oder viele nicht zugelassen werden. Darüber hinaus ist die Qualität der Ausbildung nun auch stark witterungsbedingt.                                                                                       Die Uni renoviert nun den Sportplatz am Neuen Palais für rund 200.000 Euro damit soll nun in Zukunft die Leichtathletik-Ausbildung gesichert sein. Wann und ob allerdings eine neue Turnhalle gebaut wird ist fraglich.</p>
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		<title>Jung und engagiert &#8211; Erzähle uns von dir!</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gesellschaftliches Engagement ist in den Bewerbungsunterlagen immer gern gesehen. Es zeigt Interesse am Gemeinwohl und an gesellschaftlicher Solidarität. Dabei gilt laut Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahre 2004: Je höher das Bildungsniveau, desto stärker die Partizipation an Vereinen, Organisationen usw. Warum man sich engagiert und welche prägenden Erfahrungen man sammelt, das erzählt uns Faten El-Dabbas.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gesellschaftliches Engagement ist in den Bewerbungsunterlagen immer gern gesehen. Es zeigt Interesse am Gemeinwohl und an gesellschaftlicher Solidarität. Dabei gilt laut Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahre 2004: Je höher das Bildungsniveau, desto stärker die Partizipation an Vereinen, Organisationen usw. Warum man sich engagiert und welche prägenden Erfahrungen man sammelt, das erzählt uns Faten El-Dabbas. Von Souher Nassabieh.<br />
</em></p>
<p>Die Sitze im Bärensaal des Alten Stadthauses in Berlin füllen sich immer mehr. Inzwischen ist es so voll, dass die restlichen Zuschauer_innen auf dem Boden sitzen oder sich mit einem Stehplatz begnügen müssen. Heute ist Fatens großer Auftritt. Einem großen Publikum wird sie gleich ihren selbstverfassten Text präsentieren. Dann ist es soweit. Das Herz pocht. Ein letzter Blick in die gesichtslose Masse und es kann beginnen. &#8220;Ich bin keine Rechthaberin. Ich nehme mir das Recht, meine Meinung zu sagen, nach Antworten zu fragen, von Missständen zu reden, vielleicht … zum Denken anzuregen. Nein, ich bin keine Rechthaberin.&#8221; Das Publikum applaudiert und Fatens Gesicht strahlt eine zunehmende Sicherheit aus. &#8220;Du hattest das Gefühl, nicht mehr von der Bühne runtergehen zu wollen&#8221;, so Faten.</p>
<p><div id="attachment_886" class="wp-caption alignleft" style="width: 221px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Faten.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Faten-211x300.jpg" alt="Faten beim ,,i,Slam&quot;" title="Faten beim ,,i,Slam&quot;" width="211" height="300" class="size-medium wp-image-886" /></a><p class="wp-caption-text">Faten beim ,,i,Slam&quot;</p></div>Faten ist 21 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Palästina. Seit ihrem ersten Lebensjahr lebt sie in Berlin. An der Universität Potsdam studiert sie Politik und Verwaltung und Öffentliches Recht im dritten Fachsemester. &#8220;Als ich Abitur gemacht habe, war es mir nicht so klar, dass ich Politik studieren will. Ich habe mich zwar dafür interessiert, auch durch meinen persönlichen Hintergrund, aber ich dachte mir, so gut bin ich nicht für ein Politik-Studium. Schließlich habe ich mich doch überwunden.&#8221;<br />
Seit Anfang des Jahres 2011 engagiert sich Faten in JUMA (Jung, Muslimisch, Aktiv), einem Projekt, das muslimischen Jugendlichen eine Stimme geben und sie zu Brückenbauern und Vorbildern machen soll. &#8220;Wir wollen unseren Platz in der Gesellschaft verbessern.&#8221; Schon lange schwebte Faten gesellschaftliche Aktivität im Kopf herum, nur wusste sie nicht recht wo und wie.  &#8220;Meine Bekannte hatte mir damals eine Email geschrieben und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei JUMA mitzumachen. Dann habe ich sofort ja gesagt. Ich war total überrascht und begeistert, wie groß das Projekt eigentlich ist.&#8221;</p>
<p>Am 3. Dezember 2010 fand im Berliner Abgeordnetenhaus die Auftaktveranstaltung von JUMA statt, u.a. mit Innensenator und Schirmherr des Projekts Dr. Erhart Körting und rund 250 jungen Muslim_innen. Es war der Anfang eines großen Projekts. Und tatsächlich stieß es bei den jungen  Leuten auf großes Interesse.<br />
Ein Blick durch die Reihen in JUMA zeigt eine Vielfalt an jungen Muslim_innen. Alle sind sie hier vertreten, Sunnit_innen, Schiit_innen, Konvertit_innen, doch eines haben sie gemein: Sie wollen bewegen. Sie wollen mitgestalten und sie wollen gehört werden.</p>
<p>&#8220;Mit JUGA (Jung, Gläubig, Aktiv) habe ich angefangen&#8221; erzählt Faten rückblickend. JUGA ist eine der Teilgruppen innerhalb von JUMA. Die Gruppen sind nach Themenschwerpunkten geordnet, so gibt es u.a. die Gruppe für den interreligiösen Dialog, für den politischen Diskurs oder die Medien-Gruppe. In diesen kleineren Gruppen treffen sich schließlich die Teilnehmer_innen und arbeiten Projekte aus, die sie politischen Entscheidungsträger_innen, Medienvertreter_innen und anderen wichtigen Gruppen in unterschiedlicher Weise vorstellen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.<br />
Gerne erinnert sich da sich Faten an ihr erstes großes Projekt bei JUGA: &#8220;Wir hatten gleich am Anfang ein Riesen-Projekt. Das Thema war der 11. September. Wir haben einen Turm gebaut aus Kisten, die Kinder aus Jugendclubs und Schulen bemalt haben mit ihren Wünschen, Hoffnungen, dem was sie unter Frieden verstehen oder Religion, Toleranz. Und dieser Turm sollte symbolisch dastehen für den Wiederaufbau und nicht für den 11. September nur als Anlass für Trauer und Pessimismus. Wir wollten mit dem Turmaufbau das Gegenteil bewirken. Und zwar Optimismus für die Zukunft.&#8221;<br />
<div id="attachment_889" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Turm.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Turm-300x200.jpg" alt="Gruppenbild vor dem Turm am Berliner Hauptbahnhof" title="Gruppenbild vor dem Turm am Berliner Hauptbahnhof" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-889" /></a><p class="wp-caption-text">Gruppenbild vor dem Turm am Berliner Hauptbahnhof</p></div></p>
<p>Einer der Höhepunkte war für Faten das Treffen mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit am Roten Rathaus am Tag des 11. Septembers. &#8220;Es war die ganze Zeit eine Trauerstimmung und dann waren wir dran. Wir haben unseren Song &#8220;Sweet Coexistence&#8221; vorgestellt. Wir waren die ersten, bei denen dann alle geklatscht haben und am Ende der Veranstaltung haben wir ein Foto gemacht mit Klaus Wowereit und dem US-Botschafter. Und der US-Botschafter war begeistert von  uns und fand es schön, dass sich hier etwas gegründet hat, das so viel positive Ausstrahlung hat.&#8221;</p>
<p>Erst kürzlich hat Faten auch am <em>i,Slam</em> teilgenommen. Was der<em> i,Slam</em> ist?<br />
Der <em>i,Slam</em> ist ein <em>Poetry Slam</em>, wörtlich übersetzt eine &#8220;Dichterschlacht&#8221;, in denen Teilnehmer_innen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Geschichten, Gefühle und Gedanken einem breiten Publikum vorzustellen, ganz gleich ob in Form eines Gedichts, eines Raps oder als Dialog.<br />
Das &#8220;i&#8221; steht dabei für Islam. Der<em> i,Slam</em> ist also ein <em>Poetry Slam</em> aus der Perspektive von Muslim_innen.<br />
Ursprünglich hatte Faten nicht vor, daran teilzunehmen. &#8220;Ich schreibe selbst schon sehr lange Texte, aber ich habe sie nie veröffentlicht. Ich hab dann davon gehört und ich fand, dass es eine sehr gute Idee ist, aber ich war mir nicht so sicher, ob ich da mitmachen will. Ich hab dann einfach einen Text geschrieben und den ihnen geschickt und mich nicht mehr gemeldet. Danach wollte ich nur als Zuschauerin hingehen mit einigen Freund_innen. Dann haben sie sich aber wieder bei mir gemeldet und gesagt, sie fanden meinen Text so gut.&#8221; Faten erzählt in ihrem Text über in ihren Augen vermeintliche Gleichberechtigung, die im Gesetz, aber nicht in der Praxis zu finden ist, über Sachen, die ihr nicht gefallen, aber in der Gesellschaft verankert sind. Sie möchte eine Stimme haben und sie möchte gehört werden.</p>
<p>Genau wie Faten gibt es viele junge Erwachsene, die gesellschaftlich aktiv sind und ein Gefühl, einen Gedanken, eine Geschichte erzählen möchten.<br />
Gesellschaftliches Engagement ist aber nicht nur der Gemeinschaft förderlich, sondern auch dem eigenen Ich. Es bereichert an wertvoller Erfahrung und an wertvollen Kontakten. &#8220;Man lernt viele Leute kennen und hat Kontakte für später, man wird unterstützt und einem werden neue Zugänge und Perspektiven eröffnet&#8221;, erzählt Faten. Gesellschaftliches Engagement fördert und fordert. Es dient der Gesellschaft und ist zugleich eine Investition in die eigene Zukunft. Für den einen mag ersteres gewichtiger sein, für den anderen letzteres. Das aber bleibt jedem selbst überlassen. </p>
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		<title>Keiner hat gesagt, dass Demokratie einfach wäre</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor eineinhalb Jahren versuchte die Piratenpartei, die Software ,,Liquid Feedback” an der Universität Potsdam zu etablieren – mit ernüchternder Bilanz. Geschaffen, um neue Wege studentischer Mitbestimmung zu ermöglichen, bleiben die Nutzer_innen-Zahlen gering und die Initiator_innen optimistisch. Fehlt es der Universität Potsdam an engagierten Studierenden oder fehlt es den Studierenden an Möglichkeiten zur Partizipation?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vor eineinhalb Jahren versuchte die Piratenpartei die Software ,,Liquid Feedback” an der Universität Potsdam zu etablieren – mit ernüchternder Bilanz. Geschaffen, um neue Wege studentischer Mitbestimmung zu ermöglichen, bleiben die Nutzer_innen-Zahlen gering und die Initiator_innen optimistisch. Fehlt es der Universität Potsdam an engagierten Studierenden oder fehlt es den Studierenden an Möglichkeiten zur Partizipation? Von Clara Billen.</em></p>
<p>,,Es muss viel Aufklärungsarbeit geleistet werden”, meint Justus Pilgrim. Der Potsdamer Pirat sitzt im Café Bohne am Standort Griebnitzsee und kennt die Fakten: Geringe Wahlbeteiligung bei Wahlen für das Studierendenparlament (StuPa) und wenige Studierende, die Hochschulpolitik aktiv mitgestalten wollen. Um dies zu ändern, hat die Piratenpartei vor eineinhalb Jahren die Online-Plattform ,,Liquid Feedback” an der Universität Potsdam eingerichtet – eine Software, mit der die studentische Mitbestimmung fern von Gremien und Ausschüssen realisiert werden soll.</p>
<p>Als die Hochschulpiraten 2010 mit zwei Mandaten im StuPa vertreten waren, wollten sie Elemente der ,,Liquid Democracy” in die verfasste Studierendenschaft einbringen. ,,Liquid”, also fließend, soll dabei der Übergang zwischen direkter und repräsentativer Demokratie sein. Neben gewählten Repräsentant_innen wird mit Hilfe des Internets die Möglichkeit geschaffen, jederzeit über bestimmte Themen selbst zu diskutieren und abzustimmen. Hierzu wurde die Plattform ,,Liquid Feedback” konzipiert. Via Internet besteht so für angemeldete Nutzer_innen die Möglichkeit, Anträge des StuPa’s zu bewerten und eigene Ideen einzubringen. Ein Modell, das besonders nach Protesten wie um den Bahnhof „Stuttgart 21” attraktiv erscheint und dem Ruf nach mehr direkter Demokratie folgt. Die zentrale Forderung dahinter lautet: „Viel mehr direkte Mitbestimmung ohne dabei das Repräsentativitätsprinzip aufzugeben”, erklärt Justus Pilgrim.</p>
<p>Dieses Modell ist auch hochschulpolitisch sinnvoll, meinen die Piraten und erhalten Unterstützung von der Grün-Alternative Liste (GAL). Björn Ruberg, Mitglied der GAL, hält es für eine „durchaus interessante Idee“. Die Studierenden bekämen so die Möglichkeit, bei Themen, die sie persönlich interessieren und zu denen sie eine Meinung haben, ihre Stimme kundzutun – ohne sich über Jahre hinweg in politischen Hochschulgruppen und Ausschüssen engagieren zu müssen.</p>
<p>Angenommen wurde „Liquid Democracy“ dennoch nicht. Die Nutzer_innen-Zahlen sind gering – nur circa 100 Studierende sind derzeit registriert. Erklärungen für die ernüchternde Bilanz halten sowohl Piraten als auch GAL bereit. Die Software sei für viele Studierende „vielleicht noch zu kompliziert“, gesteht der Pirat Justus Pilgrim ein und fügt hinzu: „Aber es hat ja keiner gesagt, dass Demokratie einfach wäre“. Hinzu käme, so Pilgrim, dass den Studierenden durch die Bachelor- und Masterstudiengänge schlichtweg die Zeit fehlen würde, sich mit Hochschulpolitik zu beschäftigen – und genau diese Auseinandersetzung fordert „Liquid Feedback“. Ein Lösungsvorschlag der Piraten: Jeder Studierende bekommt im ersten Semester Zugangsdaten für die Software. Die Beteiligung kann so nicht schon an der Registrierung scheitern und wäre verbindlicher. </p>
<p>Für die GAL ist das Scheitern von „Liquid Feedback“ eher Symptom einer größeren hochschulpolitischen Krankheit: Desinteresse an Uni- Politik und geringe Macht der Studierendenvertretungen. Denn auch wenn durch „Liquid Feedback“ andere Möglichkeiten zur Mitbestimmung geschaffen würden,  meint Ruberg, ändere sich das Grundproblem nicht &#8211; die Einflussmöglichkeiten der Mandatsträger_innen bleibe gleich gering. Der Pirat Justus Pilgrim ist bei der Software etwas zuversichtlicher: „Hoffnung? Wenn wie die nicht hätten, würden wir das Ganze nicht machen.“  </p>
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		<title>Verwirrung um die Rückmeldung zum Sommersemester</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 11:08:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen gab es bei bis zu 600 Studierenden der Universität Potsdam große Verwirrung um die Rückmeldung zum kommenden Sommersemester. Scheinbar hat die Uni den betreffenden Studierenden bisher keine Unterlagen und somit auch keinen Überweisungs-träger für das Verfahren der Rückmeldung zukommen lassen. Laut Information des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) handelt es sich bei den Betroffenen um Studieren-de der auslaufenden Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_792" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Panik.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Panik-225x300.jpg" alt="Mitten in der Prüfungsphase dürften 600 Studierende aus allen Wolken gefallen sein." title="Mitten in der Prüfungsphase dürften 600 Studierende aus allen Wolken gefallen sein." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-792" /></a><p class="wp-caption-text">Mitten in der Prüfungsphase dürften 600 Studierende aus allen Wolken gefallen sein.</p></div><em>In den letzten Wochen gab es bei bis zu 600 Studierenden der Universität Potsdam große Verwirrung um die Rückmeldung zum kommenden Sommersemester. Scheinbar hat die Uni den betreffenden Studierenden bisher keine Unterlagen und somit auch keinen Überweisungs-träger für das Verfahren der Rückmeldung zukommen lassen. Laut Information des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) handelt es sich bei den Betroffenen um Studieren-de der auslaufenden Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge.</em> Von Mandy Joachim.</p>
<p>Das Verfahren wird vom AStA stark kritisiert, der Uni wird ein Rechtsbruch vorgeworfen: „Für die Verweigerung der ordnungsgemäßen Durchführung der Rückmeldung existiert aus unserer Sicht keinerlei rechtliche Grundlage. Deshalb empfehlen wir allen betroffenen Studierenden auf ihre ord-nungsgemäße Rückmeldung zu bestehen.“, sagt Daniel Sittler, Referent im AStA. Zu diesem Zweck steht <a href="http://www.asta.uni-potsdam.de/2012/01/keine-ruckmeldung-bekommen/" target="_blank">auf der  Homepage des AStAs ein Vordruck bereit</a>, den die Studierenden, mit persönlichen Daten ergänzt, dem Studierendensekretariat zukommen lassen können.</p>
<p>Die Pressestelle der Universität widerspricht diesem Vorwurf hingegen vehement. Demzufolge hat die Universität die entsprechenden Studierenden mehrfach über das Verfahren informiert. Desweiteren gäbe es für sie die Möglichkeit, sich unter bestimmten Bedingungen doch noch bis zum 31. März zurückzumelden. Dazu müssten die Studierenden ein Beratungsge-spräch beim entsprechenden Prüfungsausschuss in Anspruch nehmen, in dessen Folge ein Prüfungsplan erstellt werden muss. Die Beratung beruht auf der Neuordnung für die Aufhebung der der auslaufenden Studiengänge vom 28. September 2011, <a href="http://speakup.to/diplom-und-magister-studis-unerwunscht" target="_blank">speakUP berichtete</a>. Wenn der Prüfungsausschuss weiterhin einer Fristverlängerung zur Erbringung der Prüfungsleistungen zustimmt, könnte diese Zustimmung dem Studierendensekretariat vorgelegt werden. Die Studierenden erhalten dann die Rückmeldeunterlagen für das kommende Sommersemester, so die Universitätssprecherin auf Nachfrage der speakUP. Alle Studierenden, die diese Bedingungen bis zum 31. März jedoch nicht erfüllt haben, müssen laut Uniinformation mit einer Zwangsexmatrikulation rechnen.</p>
<p><em>Ihr habt Erfahrungen mit dem oben beschriebenen Problem? Schreibt eine Mail mit euren Erlebnissen an <a   rel="nofollow" id="sto_emailShroud0" href="http://www.somethinkodd.com/emailshroud/emailaddress.php?domainName=uni-potsdam.de&amp;userName=mjoachim&amp;ver=2.2.0" >mjoachim[a]uni-potsdam.de</a>.</em></p>
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		<title>Krach machen für bessere Bildung</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 11:05:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Hochschulen in Brandenburg müssen mit finanziellen Einschnitten von 12 Millionen Euro rechnen, Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft werden die Zuschüsse um circa 17,3 Millionen Euro gekürzt. Das hat gestern der Landtag beschlossen, entgegen aller zuvor geäußerten Kritik. Das “Aktionsbündnis Bildung und Wissenschaft”, unterstützt von Studierenden- und Schüler_innenvertretungen, Lehrenden und politischen Hochschulgruppen aus Brandenburg, will diese Kürzungen nicht hinnehmen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_726" class="wp-caption alignleft" style="width: 195px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7807.jpg"><img class="size-medium wp-image-726 " title="Krach machen für bessere Bildung (Am Alten Markt)" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7807-185x300.jpg" alt="" width="185" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Demozug an der alten Fachhochschule am Alten Markt. Foto: Clara Billen.</p></div>
<p><em>Dem brandenburgischen Bildungsbereich drohen mit der Verabschiedung des Landeshaushalts 2012 Kürzungen in Millionenhöhe. Schlechtem Wetter zum Trotz zogen am Mittwoch Schüler_innen, Studierende und Lehrende gegen den Beschluss durch die Potsdamer Innenstadt zum Landtag und forderten ein “Recht auf Bildung für alle”. Von Clara Billen</em></p>
<p>Symbolischer könnte es kaum sein: Eine Demonstration gegen die Kürzungen im Bildungsbereich zieht durch die Potsdamer Innenstadt – zu ihrer Linken steht das baufällige Gebäude der FH Potsdam und wird überragt von der strahlenden , sanierten Nikolaikirche. Ungefähr 200 Schüler_innen, Studierenden und Lehrenden haben sich am Mittwoch versammelt, um gegen die brandenburgische Bildungspolitik zu demonstrieren. Zur gleichen Zeit verabschiedete der brandenburgische Landtag den Haushalt für das kommende Jahr. Die Regierungsparteien SPD und Linke beschlossen darin Kürzungen im Wissenschafts- und Bildungsbereich. Hochschulen müssen mit finanziellen Einschnitten von 12 Millionen Euro rechnen, Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft werden die Zuschüsse um circa 17,3 Millionen Euro gekürzt.</p>
<p>Das “Aktionsbündnis Bildung und Wissenschaft”, unterstützt von Studierenden- und Schüler_innenvertretungen, Lehrenden und politischen Hochschulgruppen aus Brandenburg, will diese Kürzungen nicht hinnehmen. Sie fordern die „Verwirklichung des Menschenrechtes auf gute Bildung für alle“. Im Widerspruch zu den Kürzungen sieht das Aktionsbündnis vor allem die Wahlprogramme und den Koalitionsvertrag der Regierungsparteien. So beschlossen SPD und Linke nach den Landtagswahlen 2009 in ihrem Koalitionsvertrag die Bildungssituation Brandenburgs zu verbessern. Die Investitionen in Wissenschaft und Forschung seien „Investitionen in die Zukunft” und müssten als „zentrale Bausteine für die künftige Entwicklung des Landes” erhalten bleiben, hieß es im Koalitionsvertrag.<br />
„Bei einer rot-roten Koalition hätten wir gedacht, dass wir gemeinsam über emanzipatorische Bildung reden können”, erklärt Steffen Brumme, Referent für externe Hochschulpolitik des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Potsdam.</p>
<div id="attachment_727" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7804.jpg"><img class="size-medium wp-image-727" title="Krach machen für bessere Bildung (Protestzug)" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7804-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Die Demonstrant_innen ziehen durch die Potsdamer Innenstadt. Foto: Clara Billen</p></div>
<p>Auch der designierte Hochschulpräsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, äußerte sich in einer Pressemitteilung Mitte September enttäuscht über den Entschluss der Landesregierung und lehnt die geplanten Kürzungen ab. Die Einsparungen im Bildungsbereich müssten besonders aufgrund der prognostizierten Steuermehreinnahmen zurückgenommen werden. Bis 2014 stehen Brandenburg zusätzliche Gelder in Höhe von 610 Millionen Euro zur Verfügung, eine Kürzung im Bildungsbereich hält Günther deshalb für „obsolet“. Die Angaben des Statistischen Bundesamtes stellen der brandenburgischen Bildungspolitik kein gutes Zeugnis aus: Bei wachsenden Studierendenzahlen ist gleichzeitig das Wissenschaftsgebiet in Brandenburg das am schlechtesten finanzierte im Ländervergleich – nur 0,5% des Bruttoinlandsproduktes werden für die Bereiche Wissenschaft und Bildung ausgegeben.</p>
<p>Diese vergleichsweise niedrigen Bildungsinvestitionen des Landes bemerken auch die Jura-Studentinnen Hannah und Franzi von der Universität Potsdam, die zu der Demonstration gekommen sind. „Ein Überangebot an Bildung ist in Brandenburg nicht gerade vorhanden, warum dann kürzen?“, eine Frage, die sich die rot-rote Landesregierung wahrscheinlich in Zukunft öfter stellen lassen muss. Auch das Aktionsbündnis will weiterhin vor dem Landtag „Krach machen“ – vielleicht machen die Minister_innen die Fenster auf.</p>
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		<title>Diplom- und Magister-Studis unerwünscht?</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 09:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ganz vorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Sitzung des Senats der Universität Potsdam am 28. September wurde nicht nur der neue Unipräsident Prof. Oliver Günther gewählt, sondern auch die höchst umstrittene Regelung zur „Neufassung der Ordnung für die Einstellung und Aufhebung von Studiengängen an der Universität Potsdam“ beschlossen. Damit will sich die Hochschulleitung die Rechtsgrundlage zur Zwangsexmatrikulation von Diplom- und Magisterstudierenden schaffen. Von Denis Newiak.
Rückblick: Anfang Februar erhielten etwa 3.000 Studierende, die noch in einem Diplom- oder Magisterstudiengang eingeschrieben sind, von der Hochschulverwaltung ein Schreiben über die „Einstellung Ihres Studienganges“. Im Rahmen des „Bologna-Prozesses“ zur ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auf der Sitzung des Senats der Universität Potsdam am 28. September wurde nicht nur der neue Unipräsident Prof. Oliver Günther gewählt, sondern auch die höchst umstrittene Regelung zur „Neufassung der Ordnung für die Einstellung und Aufhebung von Studiengängen an der Universität Potsdam“ beschlossen. Damit will sich die Hochschulleitung die Rechtsgrundlage zur Zwangsexmatrikulation von Diplom- und Magisterstudierenden schaffen. Von Denis Newiak.</em></p>
<p>Rückblick: Anfang Februar erhielten etwa 3.000 Studierende, die noch in einem Diplom- oder Magisterstudiengang eingeschrieben sind, von der Hochschulverwaltung ein Schreiben über die „Einstellung Ihres Studienganges“. Im Rahmen des „Bologna-Prozesses“ zur Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums sollen die spezifisch deutschen Abschlüsse „Diplom“ und „Magister“ schrittweise durch die neuen Grade „Bachelor“ und „Master“ ersetzt werden – das ist bereits lange bekannt. Doch der Brief, der bei den Betroffenen für einen großen Aufschrei gesorgt hatte, enthielt nun für die einzelnen Studiengänge verbindliche Fristen, wann die Studierenden spätestens ihre Abschlussprüfung ablegen müssen; sollten die Studierenden bis dahin ihr Studi- um nicht abgeschlossen haben, würden sie zwangsexmatrikuliert – nach jahrelangem Studium stünden sie dann vor dem Nichts. Außerdem werden mit der Ordnung alle Studierenden der abzuschaffenden Studiengänge zu einem Beratungsgespräch verpflichtet – ebenfalls unter Androhung der Erlöschung des Prüfungsanspruchs.</p>
<p>Über solche weit reichenden Änderungen der Studienordnungen muss der Senat, das höchste Beschluss fassende Gremium der Universität Potsdam, etnscheiden Außerdem müssen alle Beschlüsse im Detail veröffentlicht werden. Beides sei nicht passiert, kritisiert der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA): „Studierende auf Ordnungen zu verpflichten, die nicht im Ansatz beschlossen geschweige denn veröffentlicht waren und sind“, grenze an Rechtsbruch, heißt es in einer Pressemitteilung. Der AStA hatte bereits seit Februar auf Gespräche mit der Hochschulleitung gedrängt und erhebliche Bedenken geäußert: „Hier sollen Studierende abgespeist und die Basis für eine solide Lebensplanung entzogen werden“, so Roland Gehrmann, AStA-Referent für Externe Hochschulpolitik.</p>
<p>Ein Rechtsgutachten, welches im Auftrag des AStAs erstellt wurde (siehe <em>tiny- url.com/gutachten-exma</em>), erhebt beträchtliche Zweifel daran, dass die Beschlüsse des Senats und die bisherige Vorgehensweise mit geltendem Recht vereinbar sind: Insbesondere der Zwang zum Beratungsgespräch sei rechtswidrig, es „stellt regelmäßig weder einen Prüfungsbestandteil noch eine Prüfungsvoraussetzung dar“ und könne daher nicht von den Studierenden verlangt werden, heißt es im Gutachten des hochschulpolitischen Experten Matthias Trenczek.</p>
<p>Dem widersprach auf Nachfrage von SpeakUP die Unileitung: „Die Senatsbeschlüsse zur Einstellung der auslaufenden Diplom- und Magisterstudiengänge sind schon vor vielen Jahren getroffen worden. Seitdem weist die Hochschulverwaltung regelmäßig bei der Versendung der Rückmeldeunterlagen auf die Problematik hin. Es handelt sich also um eine alte Beschlusslage, die nur jetzt ins Bewusstsein gerückt ist“, sagte Interimspräsident Thomas Grünewald.</p>
<p>Die Verfasste Studierendenschaft sieht das anders und hat sich auf einer Vollversammlung schon Ende des Sommersemesters mit großer Mehrheit gegen die Bestimmungen ausgesprochen. Nun verstärkt die Studierendenvertretung erneut den Druck auf die Hochschulleitung, indem sie einen Forderungskatalog vorlegt, der unter anderem verlangt, dass die Studierenden ihr Magister- oder Diplomfach in Ruhe zu Ende studierenden oder all ihre bisher erbrachten Leistungen in einem neuen Bachelorstudiengang anrechnen lassen können. Außerdem hat der AStA sich die Möglichkeit einer Klage gegen die Hochschulleitung offen gehalten. Diese gibt sich jedoch betont gelassen: „Dass die Beschlüsse einer Rechtsprüfung unterzogen werden, ist kein Problem. Wir wollten die Situation für die Studierenden der auslaufenden Studiengänge regeln und haben dafür eine gute Lösung gefunden. Sollte es tatsächlich rechtlichen Änderungsbedarf geben, werden wir uns dem stellen. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Regelung rechtmäßig ist.“, so der Universitätspräsident.</p>
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