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	<title>speakUP &#187; campusPOLITIK</title>
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	<description>Studierendenzeitschrift der Universität Potsdam.</description>
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		<title>Droht den &#8220;Spowis&#8221; das Aus?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hunderte Sportwissenschaftler ( "Spowis" ) der Uni Potsdam haben derzeit arge Probleme Ihre Kurse abzuschließen. Grund dafür ist der Zustand der Turnhalle am Luftschiffhafen.
Die Geräte der Turnhalle wurden von einem Sachverständigen vor dem Semesterbeginn als nicht tauglich erachten.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hunderte Sportwissenschaftler (&#8220;Spowis&#8221;) der Uni Potsdam haben derzeit arge Probleme Ihre Kurse abzuschließen. Grund dafür ist der Zustand der Turnhalle am Luftschiffhafen.<br />
Die Geräte der Turnhalle wurden von einem Sachverständigen vor dem Semesterbeginn als nicht tauglich erachtet.<br />
</em></p>
<p>Die Universitätsleitung hat sich anschließend beraten ob Gelder für die Turnausbildung bereitgestellt werden. Es vergingen mehrere Wochen bis neue Geräte bestellt wurden. Die Spowis sind darüber alles andere als erfreut, es besteht die Angst den Kurs nicht abschließen zu können. Darüber hinaus kann auch nicht abseits des Unterrichts geübt werden, obwohl die Prüfung nach gleichen Bewertungskriterien am Ende des Semesters bewertet wird. Nicht nur die Spowis leiden darunter sondern auch Interessierte des Hochschulsports am Kurs Turnen. <div id="attachment_828" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Neu-002.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Neu-002-300x225.jpg" alt="Spowi_Turnhalle" title="Spowi_Turnhalle" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-828" /></a><p class="wp-caption-text">Sparmassnahmen_im_sportstudium</p></div><br />
Letztendlich dauerte es 3 Wochen bis der Unterricht fortgesetzt werden konnte. Doch der Zustand der Halle ist weiterhin grausam, die Halle wurde seit Erbauung 1960 noch nicht einmal renoviert. Dies schreckt natürlich auch mögliche Interessenten des Sport Studiums an der Uni Potsdam ab.                                                                                                      Viele Spowis sind immer noch verärgert und fühlen sich benachteiligt, denn sie hatten weniger Zeit zum Üben aber die Prüfungen wurden gleichermaßen streng bewertet wie in den vergangenen Jahren. Eine offizielle Stellungnahme dazu gibt es, Seitens der Uni, nicht.Die Turnausbildung ist ein zentrales Element des Sport Studiums an der Uni Potsdam. Turnen ist also kein Wahlpflichtfach sondern ein Pflichtfach, sollte die Turnausbildung also nicht gewährleistet sein, besteht für Sport Studierende ein großes Problem.<br />
Laut internen Quellen soll eine neue Halle gebaut werden diese soll sowohl durch die Uni, der Luftschiffhafen GmbH und der Stadt Potsdam finanziert werden. Die Mitglieder des Märkischen Turnerbundes sammeln kräftig Unterschriften für Unterstützung. Die benachbarte Schwimm- und Leichtathletikhalle wurde vor wenigen Jahren für viel Geld saniert, auch aus diesem Grund sind die Turner verärgert.<br />
Des Weiteren wurde die Leichtathletik-Ausbildung von der Leichtathletikhalle auf den Sportplatz des Neuen Palais verlagert. Grund hierfür sind Mieterhöhungen für die Halle von der Luftschiffhafen GmbH, welche die Uni nicht akzeptiert. Problem dabei ist nun, dass der Kurs nur noch im Sommersemester angeboten werden kann, daher die Kurse überfüllt sind oder viele nicht zugelassen werden. Darüber hinaus ist die Qualität der Ausbildung nun auch stark witterungsbedingt.                                                                                       Die Uni renoviert nun den Sportplatz am Neuen Palais für rund 200.000 Euro damit soll nun in Zukunft die Leichtathletik-Ausbildung gesichert sein. Wann und ob allerdings eine neue Turnhalle gebaut wird ist fraglich.</p>
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		<title>Jung und engagiert &#8211; Erzähle uns von dir!</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gesellschaftliches Engagement ist in den Bewerbungsunterlagen immer gern gesehen. Es zeigt Interesse am Gemeinwohl und an gesellschaftlicher Solidarität. Dabei gilt laut Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahre 2004: Je höher das Bildungsniveau, desto stärker die Partizipation an Vereinen, Organisationen usw. Warum man sich engagiert und welche prägenden Erfahrungen man sammelt, das erzählt uns Faten El-Dabbas.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gesellschaftliches Engagement ist in den Bewerbungsunterlagen immer gern gesehen. Es zeigt Interesse am Gemeinwohl und an gesellschaftlicher Solidarität. Dabei gilt laut Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahre 2004: Je höher das Bildungsniveau, desto stärker die Partizipation an Vereinen, Organisationen usw. Warum man sich engagiert und welche prägenden Erfahrungen man sammelt, das erzählt uns Faten El-Dabbas. Von Souher Nassabieh.<br />
</em></p>
<p>Die Sitze im Bärensaal des Alten Stadthauses in Berlin füllen sich immer mehr. Inzwischen ist es so voll, dass die restlichen Zuschauer_innen auf dem Boden sitzen oder sich mit einem Stehplatz begnügen müssen. Heute ist Fatens großer Auftritt. Einem großen Publikum wird sie gleich ihren selbstverfassten Text präsentieren. Dann ist es soweit. Das Herz pocht. Ein letzter Blick in die gesichtslose Masse und es kann beginnen. &#8220;Ich bin keine Rechthaberin. Ich nehme mir das Recht, meine Meinung zu sagen, nach Antworten zu fragen, von Missständen zu reden, vielleicht … zum Denken anzuregen. Nein, ich bin keine Rechthaberin.&#8221; Das Publikum applaudiert und Fatens Gesicht strahlt eine zunehmende Sicherheit aus. &#8220;Du hattest das Gefühl, nicht mehr von der Bühne runtergehen zu wollen&#8221;, so Faten.</p>
<p><div id="attachment_886" class="wp-caption alignleft" style="width: 221px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Faten.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Faten-211x300.jpg" alt="Faten beim ,,i,Slam&quot;" title="Faten beim ,,i,Slam&quot;" width="211" height="300" class="size-medium wp-image-886" /></a><p class="wp-caption-text">Faten beim ,,i,Slam&quot;</p></div>Faten ist 21 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Palästina. Seit ihrem ersten Lebensjahr lebt sie in Berlin. An der Universität Potsdam studiert sie Politik und Verwaltung und Öffentliches Recht im dritten Fachsemester. &#8220;Als ich Abitur gemacht habe, war es mir nicht so klar, dass ich Politik studieren will. Ich habe mich zwar dafür interessiert, auch durch meinen persönlichen Hintergrund, aber ich dachte mir, so gut bin ich nicht für ein Politik-Studium. Schließlich habe ich mich doch überwunden.&#8221;<br />
Seit Anfang des Jahres 2011 engagiert sich Faten in JUMA (Jung, Muslimisch, Aktiv), einem Projekt, das muslimischen Jugendlichen eine Stimme geben und sie zu Brückenbauern und Vorbildern machen soll. &#8220;Wir wollen unseren Platz in der Gesellschaft verbessern.&#8221; Schon lange schwebte Faten gesellschaftliche Aktivität im Kopf herum, nur wusste sie nicht recht wo und wie.  &#8220;Meine Bekannte hatte mir damals eine Email geschrieben und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei JUMA mitzumachen. Dann habe ich sofort ja gesagt. Ich war total überrascht und begeistert, wie groß das Projekt eigentlich ist.&#8221;</p>
<p>Am 3. Dezember 2010 fand im Berliner Abgeordnetenhaus die Auftaktveranstaltung von JUMA statt, u.a. mit Innensenator und Schirmherr des Projekts Dr. Erhart Körting und rund 250 jungen Muslim_innen. Es war der Anfang eines großen Projekts. Und tatsächlich stieß es bei den jungen  Leuten auf großes Interesse.<br />
Ein Blick durch die Reihen in JUMA zeigt eine Vielfalt an jungen Muslim_innen. Alle sind sie hier vertreten, Sunnit_innen, Schiit_innen, Konvertit_innen, doch eines haben sie gemein: Sie wollen bewegen. Sie wollen mitgestalten und sie wollen gehört werden.</p>
<p>&#8220;Mit JUGA (Jung, Gläubig, Aktiv) habe ich angefangen&#8221; erzählt Faten rückblickend. JUGA ist eine der Teilgruppen innerhalb von JUMA. Die Gruppen sind nach Themenschwerpunkten geordnet, so gibt es u.a. die Gruppe für den interreligiösen Dialog, für den politischen Diskurs oder die Medien-Gruppe. In diesen kleineren Gruppen treffen sich schließlich die Teilnehmer_innen und arbeiten Projekte aus, die sie politischen Entscheidungsträger_innen, Medienvertreter_innen und anderen wichtigen Gruppen in unterschiedlicher Weise vorstellen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.<br />
Gerne erinnert sich da sich Faten an ihr erstes großes Projekt bei JUGA: &#8220;Wir hatten gleich am Anfang ein Riesen-Projekt. Das Thema war der 11. September. Wir haben einen Turm gebaut aus Kisten, die Kinder aus Jugendclubs und Schulen bemalt haben mit ihren Wünschen, Hoffnungen, dem was sie unter Frieden verstehen oder Religion, Toleranz. Und dieser Turm sollte symbolisch dastehen für den Wiederaufbau und nicht für den 11. September nur als Anlass für Trauer und Pessimismus. Wir wollten mit dem Turmaufbau das Gegenteil bewirken. Und zwar Optimismus für die Zukunft.&#8221;<br />
<div id="attachment_889" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Turm.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/02/Turm-300x200.jpg" alt="Gruppenbild vor dem Turm am Berliner Hauptbahnhof" title="Gruppenbild vor dem Turm am Berliner Hauptbahnhof" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-889" /></a><p class="wp-caption-text">Gruppenbild vor dem Turm am Berliner Hauptbahnhof</p></div></p>
<p>Einer der Höhepunkte war für Faten das Treffen mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit am Roten Rathaus am Tag des 11. Septembers. &#8220;Es war die ganze Zeit eine Trauerstimmung und dann waren wir dran. Wir haben unseren Song &#8220;Sweet Coexistence&#8221; vorgestellt. Wir waren die ersten, bei denen dann alle geklatscht haben und am Ende der Veranstaltung haben wir ein Foto gemacht mit Klaus Wowereit und dem US-Botschafter. Und der US-Botschafter war begeistert von  uns und fand es schön, dass sich hier etwas gegründet hat, das so viel positive Ausstrahlung hat.&#8221;</p>
<p>Erst kürzlich hat Faten auch am <em>i,Slam</em> teilgenommen. Was der<em> i,Slam</em> ist?<br />
Der <em>i,Slam</em> ist ein <em>Poetry Slam</em>, wörtlich übersetzt eine &#8220;Dichterschlacht&#8221;, in denen Teilnehmer_innen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Geschichten, Gefühle und Gedanken einem breiten Publikum vorzustellen, ganz gleich ob in Form eines Gedichts, eines Raps oder als Dialog.<br />
Das &#8220;i&#8221; steht dabei für Islam. Der<em> i,Slam</em> ist also ein <em>Poetry Slam</em> aus der Perspektive von Muslim_innen.<br />
Ursprünglich hatte Faten nicht vor, daran teilzunehmen. &#8220;Ich schreibe selbst schon sehr lange Texte, aber ich habe sie nie veröffentlicht. Ich hab dann davon gehört und ich fand, dass es eine sehr gute Idee ist, aber ich war mir nicht so sicher, ob ich da mitmachen will. Ich hab dann einfach einen Text geschrieben und den ihnen geschickt und mich nicht mehr gemeldet. Danach wollte ich nur als Zuschauerin hingehen mit einigen Freund_innen. Dann haben sie sich aber wieder bei mir gemeldet und gesagt, sie fanden meinen Text so gut.&#8221; Faten erzählt in ihrem Text über in ihren Augen vermeintliche Gleichberechtigung, die im Gesetz, aber nicht in der Praxis zu finden ist, über Sachen, die ihr nicht gefallen, aber in der Gesellschaft verankert sind. Sie möchte eine Stimme haben und sie möchte gehört werden.</p>
<p>Genau wie Faten gibt es viele junge Erwachsene, die gesellschaftlich aktiv sind und ein Gefühl, einen Gedanken, eine Geschichte erzählen möchten.<br />
Gesellschaftliches Engagement ist aber nicht nur der Gemeinschaft förderlich, sondern auch dem eigenen Ich. Es bereichert an wertvoller Erfahrung und an wertvollen Kontakten. &#8220;Man lernt viele Leute kennen und hat Kontakte für später, man wird unterstützt und einem werden neue Zugänge und Perspektiven eröffnet&#8221;, erzählt Faten. Gesellschaftliches Engagement fördert und fordert. Es dient der Gesellschaft und ist zugleich eine Investition in die eigene Zukunft. Für den einen mag ersteres gewichtiger sein, für den anderen letzteres. Das aber bleibt jedem selbst überlassen. </p>
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		<title>Keiner hat gesagt, dass Demokratie einfach wäre</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor eineinhalb Jahren versuchte die Piratenpartei, die Software ,,Liquid Feedback” an der Universität Potsdam zu etablieren – mit ernüchternder Bilanz. Geschaffen, um neue Wege studentischer Mitbestimmung zu ermöglichen, bleiben die Nutzer_innen-Zahlen gering und die Initiator_innen optimistisch. Fehlt es der Universität Potsdam an engagierten Studierenden oder fehlt es den Studierenden an Möglichkeiten zur Partizipation?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vor eineinhalb Jahren versuchte die Piratenpartei die Software ,,Liquid Feedback” an der Universität Potsdam zu etablieren – mit ernüchternder Bilanz. Geschaffen, um neue Wege studentischer Mitbestimmung zu ermöglichen, bleiben die Nutzer_innen-Zahlen gering und die Initiator_innen optimistisch. Fehlt es der Universität Potsdam an engagierten Studierenden oder fehlt es den Studierenden an Möglichkeiten zur Partizipation? Von Clara Billen.</em></p>
<p>,,Es muss viel Aufklärungsarbeit geleistet werden”, meint Justus Pilgrim. Der Potsdamer Pirat sitzt im Café Bohne am Standort Griebnitzsee und kennt die Fakten: Geringe Wahlbeteiligung bei Wahlen für das Studierendenparlament (StuPa) und wenige Studierende, die Hochschulpolitik aktiv mitgestalten wollen. Um dies zu ändern, hat die Piratenpartei vor eineinhalb Jahren die Online-Plattform ,,Liquid Feedback” an der Universität Potsdam eingerichtet – eine Software, mit der die studentische Mitbestimmung fern von Gremien und Ausschüssen realisiert werden soll.</p>
<p>Als die Hochschulpiraten 2010 mit zwei Mandaten im StuPa vertreten waren, wollten sie Elemente der ,,Liquid Democracy” in die verfasste Studierendenschaft einbringen. ,,Liquid”, also fließend, soll dabei der Übergang zwischen direkter und repräsentativer Demokratie sein. Neben gewählten Repräsentant_innen wird mit Hilfe des Internets die Möglichkeit geschaffen, jederzeit über bestimmte Themen selbst zu diskutieren und abzustimmen. Hierzu wurde die Plattform ,,Liquid Feedback” konzipiert. Via Internet besteht so für angemeldete Nutzer_innen die Möglichkeit, Anträge des StuPa’s zu bewerten und eigene Ideen einzubringen. Ein Modell, das besonders nach Protesten wie um den Bahnhof „Stuttgart 21” attraktiv erscheint und dem Ruf nach mehr direkter Demokratie folgt. Die zentrale Forderung dahinter lautet: „Viel mehr direkte Mitbestimmung ohne dabei das Repräsentativitätsprinzip aufzugeben”, erklärt Justus Pilgrim.</p>
<p>Dieses Modell ist auch hochschulpolitisch sinnvoll, meinen die Piraten und erhalten Unterstützung von der Grün-Alternative Liste (GAL). Björn Ruberg, Mitglied der GAL, hält es für eine „durchaus interessante Idee“. Die Studierenden bekämen so die Möglichkeit, bei Themen, die sie persönlich interessieren und zu denen sie eine Meinung haben, ihre Stimme kundzutun – ohne sich über Jahre hinweg in politischen Hochschulgruppen und Ausschüssen engagieren zu müssen.</p>
<p>Angenommen wurde „Liquid Democracy“ dennoch nicht. Die Nutzer_innen-Zahlen sind gering – nur circa 100 Studierende sind derzeit registriert. Erklärungen für die ernüchternde Bilanz halten sowohl Piraten als auch GAL bereit. Die Software sei für viele Studierende „vielleicht noch zu kompliziert“, gesteht der Pirat Justus Pilgrim ein und fügt hinzu: „Aber es hat ja keiner gesagt, dass Demokratie einfach wäre“. Hinzu käme, so Pilgrim, dass den Studierenden durch die Bachelor- und Masterstudiengänge schlichtweg die Zeit fehlen würde, sich mit Hochschulpolitik zu beschäftigen – und genau diese Auseinandersetzung fordert „Liquid Feedback“. Ein Lösungsvorschlag der Piraten: Jeder Studierende bekommt im ersten Semester Zugangsdaten für die Software. Die Beteiligung kann so nicht schon an der Registrierung scheitern und wäre verbindlicher. </p>
<p>Für die GAL ist das Scheitern von „Liquid Feedback“ eher Symptom einer größeren hochschulpolitischen Krankheit: Desinteresse an Uni- Politik und geringe Macht der Studierendenvertretungen. Denn auch wenn durch „Liquid Feedback“ andere Möglichkeiten zur Mitbestimmung geschaffen würden,  meint Ruberg, ändere sich das Grundproblem nicht &#8211; die Einflussmöglichkeiten der Mandatsträger_innen bleibe gleich gering. Der Pirat Justus Pilgrim ist bei der Software etwas zuversichtlicher: „Hoffnung? Wenn wie die nicht hätten, würden wir das Ganze nicht machen.“  </p>
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		<title>Verwirrung um die Rückmeldung zum Sommersemester</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 11:08:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen gab es bei bis zu 600 Studierenden der Universität Potsdam große Verwirrung um die Rückmeldung zum kommenden Sommersemester. Scheinbar hat die Uni den betreffenden Studierenden bisher keine Unterlagen und somit auch keinen Überweisungs-träger für das Verfahren der Rückmeldung zukommen lassen. Laut Information des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) handelt es sich bei den Betroffenen um Studieren-de der auslaufenden Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_792" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Panik.jpg"><img src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2012/01/Panik-225x300.jpg" alt="Mitten in der Prüfungsphase dürften 600 Studierende aus allen Wolken gefallen sein." title="Mitten in der Prüfungsphase dürften 600 Studierende aus allen Wolken gefallen sein." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-792" /></a><p class="wp-caption-text">Mitten in der Prüfungsphase dürften 600 Studierende aus allen Wolken gefallen sein.</p></div><em>In den letzten Wochen gab es bei bis zu 600 Studierenden der Universität Potsdam große Verwirrung um die Rückmeldung zum kommenden Sommersemester. Scheinbar hat die Uni den betreffenden Studierenden bisher keine Unterlagen und somit auch keinen Überweisungs-träger für das Verfahren der Rückmeldung zukommen lassen. Laut Information des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) handelt es sich bei den Betroffenen um Studieren-de der auslaufenden Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge.</em> Von Mandy Joachim.</p>
<p>Das Verfahren wird vom AStA stark kritisiert, der Uni wird ein Rechtsbruch vorgeworfen: „Für die Verweigerung der ordnungsgemäßen Durchführung der Rückmeldung existiert aus unserer Sicht keinerlei rechtliche Grundlage. Deshalb empfehlen wir allen betroffenen Studierenden auf ihre ord-nungsgemäße Rückmeldung zu bestehen.“, sagt Daniel Sittler, Referent im AStA. Zu diesem Zweck steht <a href="http://www.asta.uni-potsdam.de/2012/01/keine-ruckmeldung-bekommen/" target="_blank">auf der  Homepage des AStAs ein Vordruck bereit</a>, den die Studierenden, mit persönlichen Daten ergänzt, dem Studierendensekretariat zukommen lassen können.</p>
<p>Die Pressestelle der Universität widerspricht diesem Vorwurf hingegen vehement. Demzufolge hat die Universität die entsprechenden Studierenden mehrfach über das Verfahren informiert. Desweiteren gäbe es für sie die Möglichkeit, sich unter bestimmten Bedingungen doch noch bis zum 31. März zurückzumelden. Dazu müssten die Studierenden ein Beratungsge-spräch beim entsprechenden Prüfungsausschuss in Anspruch nehmen, in dessen Folge ein Prüfungsplan erstellt werden muss. Die Beratung beruht auf der Neuordnung für die Aufhebung der der auslaufenden Studiengänge vom 28. September 2011, <a href="http://speakup.to/diplom-und-magister-studis-unerwunscht" target="_blank">speakUP berichtete</a>. Wenn der Prüfungsausschuss weiterhin einer Fristverlängerung zur Erbringung der Prüfungsleistungen zustimmt, könnte diese Zustimmung dem Studierendensekretariat vorgelegt werden. Die Studierenden erhalten dann die Rückmeldeunterlagen für das kommende Sommersemester, so die Universitätssprecherin auf Nachfrage der speakUP. Alle Studierenden, die diese Bedingungen bis zum 31. März jedoch nicht erfüllt haben, müssen laut Uniinformation mit einer Zwangsexmatrikulation rechnen.</p>
<p><em>Ihr habt Erfahrungen mit dem oben beschriebenen Problem? Schreibt eine Mail mit euren Erlebnissen an <a   rel="nofollow" id="sto_emailShroud0" href="http://www.somethinkodd.com/emailshroud/emailaddress.php?domainName=uni-potsdam.de&amp;userName=mjoachim&amp;ver=2.2.0" >mjoachim[a]uni-potsdam.de</a>.</em></p>
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		<title>Krach machen für bessere Bildung</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 11:05:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Hochschulen in Brandenburg müssen mit finanziellen Einschnitten von 12 Millionen Euro rechnen, Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft werden die Zuschüsse um circa 17,3 Millionen Euro gekürzt. Das hat gestern der Landtag beschlossen, entgegen aller zuvor geäußerten Kritik. Das “Aktionsbündnis Bildung und Wissenschaft”, unterstützt von Studierenden- und Schüler_innenvertretungen, Lehrenden und politischen Hochschulgruppen aus Brandenburg, will diese Kürzungen nicht hinnehmen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_726" class="wp-caption alignleft" style="width: 195px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7807.jpg"><img class="size-medium wp-image-726 " title="Krach machen für bessere Bildung (Am Alten Markt)" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7807-185x300.jpg" alt="" width="185" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Demozug an der alten Fachhochschule am Alten Markt. Foto: Clara Billen.</p></div>
<p><em>Dem brandenburgischen Bildungsbereich drohen mit der Verabschiedung des Landeshaushalts 2012 Kürzungen in Millionenhöhe. Schlechtem Wetter zum Trotz zogen am Mittwoch Schüler_innen, Studierende und Lehrende gegen den Beschluss durch die Potsdamer Innenstadt zum Landtag und forderten ein “Recht auf Bildung für alle”. Von Clara Billen</em></p>
<p>Symbolischer könnte es kaum sein: Eine Demonstration gegen die Kürzungen im Bildungsbereich zieht durch die Potsdamer Innenstadt – zu ihrer Linken steht das baufällige Gebäude der FH Potsdam und wird überragt von der strahlenden , sanierten Nikolaikirche. Ungefähr 200 Schüler_innen, Studierenden und Lehrenden haben sich am Mittwoch versammelt, um gegen die brandenburgische Bildungspolitik zu demonstrieren. Zur gleichen Zeit verabschiedete der brandenburgische Landtag den Haushalt für das kommende Jahr. Die Regierungsparteien SPD und Linke beschlossen darin Kürzungen im Wissenschafts- und Bildungsbereich. Hochschulen müssen mit finanziellen Einschnitten von 12 Millionen Euro rechnen, Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft werden die Zuschüsse um circa 17,3 Millionen Euro gekürzt.</p>
<p>Das “Aktionsbündnis Bildung und Wissenschaft”, unterstützt von Studierenden- und Schüler_innenvertretungen, Lehrenden und politischen Hochschulgruppen aus Brandenburg, will diese Kürzungen nicht hinnehmen. Sie fordern die „Verwirklichung des Menschenrechtes auf gute Bildung für alle“. Im Widerspruch zu den Kürzungen sieht das Aktionsbündnis vor allem die Wahlprogramme und den Koalitionsvertrag der Regierungsparteien. So beschlossen SPD und Linke nach den Landtagswahlen 2009 in ihrem Koalitionsvertrag die Bildungssituation Brandenburgs zu verbessern. Die Investitionen in Wissenschaft und Forschung seien „Investitionen in die Zukunft” und müssten als „zentrale Bausteine für die künftige Entwicklung des Landes” erhalten bleiben, hieß es im Koalitionsvertrag.<br />
„Bei einer rot-roten Koalition hätten wir gedacht, dass wir gemeinsam über emanzipatorische Bildung reden können”, erklärt Steffen Brumme, Referent für externe Hochschulpolitik des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Potsdam.</p>
<div id="attachment_727" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7804.jpg"><img class="size-medium wp-image-727" title="Krach machen für bessere Bildung (Protestzug)" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/12/DSCN7804-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Die Demonstrant_innen ziehen durch die Potsdamer Innenstadt. Foto: Clara Billen</p></div>
<p>Auch der designierte Hochschulpräsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, äußerte sich in einer Pressemitteilung Mitte September enttäuscht über den Entschluss der Landesregierung und lehnt die geplanten Kürzungen ab. Die Einsparungen im Bildungsbereich müssten besonders aufgrund der prognostizierten Steuermehreinnahmen zurückgenommen werden. Bis 2014 stehen Brandenburg zusätzliche Gelder in Höhe von 610 Millionen Euro zur Verfügung, eine Kürzung im Bildungsbereich hält Günther deshalb für „obsolet“. Die Angaben des Statistischen Bundesamtes stellen der brandenburgischen Bildungspolitik kein gutes Zeugnis aus: Bei wachsenden Studierendenzahlen ist gleichzeitig das Wissenschaftsgebiet in Brandenburg das am schlechtesten finanzierte im Ländervergleich – nur 0,5% des Bruttoinlandsproduktes werden für die Bereiche Wissenschaft und Bildung ausgegeben.</p>
<p>Diese vergleichsweise niedrigen Bildungsinvestitionen des Landes bemerken auch die Jura-Studentinnen Hannah und Franzi von der Universität Potsdam, die zu der Demonstration gekommen sind. „Ein Überangebot an Bildung ist in Brandenburg nicht gerade vorhanden, warum dann kürzen?“, eine Frage, die sich die rot-rote Landesregierung wahrscheinlich in Zukunft öfter stellen lassen muss. Auch das Aktionsbündnis will weiterhin vor dem Landtag „Krach machen“ – vielleicht machen die Minister_innen die Fenster auf.</p>
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		<title>Diplom- und Magister-Studis unerwünscht?</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 09:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Sitzung des Senats der Universität Potsdam am 28. September wurde nicht nur der neue Unipräsident Prof. Oliver Günther gewählt, sondern auch die höchst umstrittene Regelung zur „Neufassung der Ordnung für die Einstellung und Aufhebung von Studiengängen an der Universität Potsdam“ beschlossen. Damit will sich die Hochschulleitung die Rechtsgrundlage zur Zwangsexmatrikulation von Diplom- und Magisterstudierenden schaffen. Von Denis Newiak.
Rückblick: Anfang Februar erhielten etwa 3.000 Studierende, die noch in einem Diplom- oder Magisterstudiengang eingeschrieben sind, von der Hochschulverwaltung ein Schreiben über die „Einstellung Ihres Studienganges“. Im Rahmen des „Bologna-Prozesses“ zur ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auf der Sitzung des Senats der Universität Potsdam am 28. September wurde nicht nur der neue Unipräsident Prof. Oliver Günther gewählt, sondern auch die höchst umstrittene Regelung zur „Neufassung der Ordnung für die Einstellung und Aufhebung von Studiengängen an der Universität Potsdam“ beschlossen. Damit will sich die Hochschulleitung die Rechtsgrundlage zur Zwangsexmatrikulation von Diplom- und Magisterstudierenden schaffen. Von Denis Newiak.</em></p>
<p>Rückblick: Anfang Februar erhielten etwa 3.000 Studierende, die noch in einem Diplom- oder Magisterstudiengang eingeschrieben sind, von der Hochschulverwaltung ein Schreiben über die „Einstellung Ihres Studienganges“. Im Rahmen des „Bologna-Prozesses“ zur Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums sollen die spezifisch deutschen Abschlüsse „Diplom“ und „Magister“ schrittweise durch die neuen Grade „Bachelor“ und „Master“ ersetzt werden – das ist bereits lange bekannt. Doch der Brief, der bei den Betroffenen für einen großen Aufschrei gesorgt hatte, enthielt nun für die einzelnen Studiengänge verbindliche Fristen, wann die Studierenden spätestens ihre Abschlussprüfung ablegen müssen; sollten die Studierenden bis dahin ihr Studi- um nicht abgeschlossen haben, würden sie zwangsexmatrikuliert – nach jahrelangem Studium stünden sie dann vor dem Nichts. Außerdem werden mit der Ordnung alle Studierenden der abzuschaffenden Studiengänge zu einem Beratungsgespräch verpflichtet – ebenfalls unter Androhung der Erlöschung des Prüfungsanspruchs.</p>
<p>Über solche weit reichenden Änderungen der Studienordnungen muss der Senat, das höchste Beschluss fassende Gremium der Universität Potsdam, etnscheiden Außerdem müssen alle Beschlüsse im Detail veröffentlicht werden. Beides sei nicht passiert, kritisiert der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA): „Studierende auf Ordnungen zu verpflichten, die nicht im Ansatz beschlossen geschweige denn veröffentlicht waren und sind“, grenze an Rechtsbruch, heißt es in einer Pressemitteilung. Der AStA hatte bereits seit Februar auf Gespräche mit der Hochschulleitung gedrängt und erhebliche Bedenken geäußert: „Hier sollen Studierende abgespeist und die Basis für eine solide Lebensplanung entzogen werden“, so Roland Gehrmann, AStA-Referent für Externe Hochschulpolitik.</p>
<p>Ein Rechtsgutachten, welches im Auftrag des AStAs erstellt wurde (siehe <em>tiny- url.com/gutachten-exma</em>), erhebt beträchtliche Zweifel daran, dass die Beschlüsse des Senats und die bisherige Vorgehensweise mit geltendem Recht vereinbar sind: Insbesondere der Zwang zum Beratungsgespräch sei rechtswidrig, es „stellt regelmäßig weder einen Prüfungsbestandteil noch eine Prüfungsvoraussetzung dar“ und könne daher nicht von den Studierenden verlangt werden, heißt es im Gutachten des hochschulpolitischen Experten Matthias Trenczek.</p>
<p>Dem widersprach auf Nachfrage von SpeakUP die Unileitung: „Die Senatsbeschlüsse zur Einstellung der auslaufenden Diplom- und Magisterstudiengänge sind schon vor vielen Jahren getroffen worden. Seitdem weist die Hochschulverwaltung regelmäßig bei der Versendung der Rückmeldeunterlagen auf die Problematik hin. Es handelt sich also um eine alte Beschlusslage, die nur jetzt ins Bewusstsein gerückt ist“, sagte Interimspräsident Thomas Grünewald.</p>
<p>Die Verfasste Studierendenschaft sieht das anders und hat sich auf einer Vollversammlung schon Ende des Sommersemesters mit großer Mehrheit gegen die Bestimmungen ausgesprochen. Nun verstärkt die Studierendenvertretung erneut den Druck auf die Hochschulleitung, indem sie einen Forderungskatalog vorlegt, der unter anderem verlangt, dass die Studierenden ihr Magister- oder Diplomfach in Ruhe zu Ende studierenden oder all ihre bisher erbrachten Leistungen in einem neuen Bachelorstudiengang anrechnen lassen können. Außerdem hat der AStA sich die Möglichkeit einer Klage gegen die Hochschulleitung offen gehalten. Diese gibt sich jedoch betont gelassen: „Dass die Beschlüsse einer Rechtsprüfung unterzogen werden, ist kein Problem. Wir wollten die Situation für die Studierenden der auslaufenden Studiengänge regeln und haben dafür eine gute Lösung gefunden. Sollte es tatsächlich rechtlichen Änderungsbedarf geben, werden wir uns dem stellen. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Regelung rechtmäßig ist.“, so der Universitätspräsident.</p>
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		<title>Der neue AStA und seine Aufgaben</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 16:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der zweiten ordentlichen Sitzung des 14. Studierendenparlaments der Uni Potsdam wurde am Abend des 30. August der neue AStA ins Amt gewählt. Während der Sitzung stellten die potenziellen Referent_ innen sich selbst und ihr Konzept für das von ihnen angestrebte Referat vor. Nach dem dritten Wahlgang waren alle vorgeschlagenen Referent_innen in der ebenfalls vorgeschlagenen Referatsstruktur gewählt. Mandy Joachim stellt euch die einzelnen Referent_innen vor.
Jan Eckhoffs Referat für Antimilitarismus ist im Zusammenhang mit dem Studiengang „Military Studies“ eingerichtet worden. Der Referent möchte über die zunehmende Verwebung von Militär und Forschung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auf der zweiten ordentlichen Sitzung des 14. Studierendenparlaments der Uni Potsdam wurde am Abend des 30. August der neue AStA ins Amt gewählt. Während der Sitzung stellten die potenziellen Referent_ innen sich selbst und ihr Konzept für das von ihnen angestrebte Referat vor. Nach dem dritten Wahlgang waren alle vorgeschlagenen Referent_innen in der ebenfalls vorgeschlagenen Referatsstruktur gewählt. Mandy Joachim stellt euch die einzelnen Referent_innen vor.</em></p>
<p>Jan Eckhoffs <em>Referat für Antimilitarismus </em>ist im Zusammenhang mit dem Studiengang „Military Studies“ eingerichtet worden. Der Referent möchte über die zunehmende Verwebung von Militär und Forschung informieren und eine „kritische Gegenöffentlichkeit herstellen“. Jans Koreferent Stefan Schmidtke arbeitet darüber hinaus als <em>Referent für Antifaschismus </em>auch zu Themen wie Nationalismus, Drogenpolitik, Stadtentwicklung, Selbstorganisierung und Überwachungswahn. Er möchte vor allem ähnlich arbeitende Gruppen an der Uni miteinander vernetzen und Ansprechpartner für Studis sein, die seine Themen berührende Probleme haben.</p>
<p>Wie auch schon im letzten AStA ist das <em>Referat für ausländische Studierende </em>von Pierre Vicky Sonkeng Tegouffo besetzt. Ihm zur Seite steht in der aktuellen Legislaturperiode Maimouna Ouattara. Die beiden setzen sich für die speziellen Belange ausländischer Studierender an der Uni Potsdam ein. Ihr Ziel ist es, dass sich die ausländischen Studis rundum wohl und als Teil der Gemeinschaft fühlen.</p>
<p>Sebastian Geschonke hat das <em>Referat Campuspolitik </em>inne. Wesentliche Inhalte dieses Referats sind unter anderem die Vernetzung der engagierten Studis an der Uni, die Umsetzung studentischer Interessen innerhalb der inneruniversitären politischen Struktur sowie die aktive Auseinandersetzung mit Ordnungsentwürfen der Gremien auf Instituts-, Fakultäts- und Senatsebene.</p>
<p>Roland Gehrmann und Steffen Brumme besetzen das <em>Referat für Externe Hoch- schulpolitk</em>. Es soll sich vor allem mit Gesetzen und Änderungen von Gesetzen auseinandersetzen, die einen hochschulpolitischen Bezug haben.</p>
<p>Alexander Gayko kümmert sich in den folgenden Monaten um das Geld der Stu- dierendenschaft. Er besetzt das <em>Referat für Finanzen.</em></p>
<p>Annabell Ertel hat die <em>Geschlechterpolitik </em>zu ihrer Aufgabe gemacht. Sie arbeitet in ihrem Referat zu Themen wie Gender, Sexualität, Sexismus und Diskriminierung. Sie möchte allen, die es für sich in Anspruch nehmen wollen, zu diesen Themen eine Ansprechpartnerin sein.<a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/10/auszählen-der-stimmen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-622" title="auszählen-der-stimmen" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/10/auszählen-der-stimmen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Claudia Fortunato und Benjamin Mosebach sind für das <em>Kulturreferat </em>zuständig. Neben der Kultur kümmern sich die beiden vorläufig auch um das KUZE, bis sich jemand gefunden hat, der das dafür vorgesehene Referat ganz übernimmt.</p>
<p>Daniel Sittler und Franz-Daniel Zimmermann sind sozusagen die <em>Pressesprecher des AStAs</em>. Sie sind verantwortlich für das Schreiben der Pressemitteilungen und sind im Referat für Öffentlichkeitsarbeit für die Präsentation der Arbeit des AStAs nach außen zuständig. Sie informieren die Studierenden über alles wichtige aus ihrem Gremium, dem AStA.</p>
<p>Ribana Bergmann und Anneka Cooke sind die neuen <em>Referentinnen für Ökologie. </em>Sie wollen an der Uni ein besseres Bewusstsein für umweltfreundliches Management im weitesten Sinne schaffen. Dazu legen sie ihr Augenmerk auch auf die Zusammenarbeit und eine bessere Vernetzung mit bestehenden Umweltgruppen. Ein wichtiges Ziel ist die Zertifizierung der Universität nach dem EMAS- Umweltstandard.</p>
<p>Susanne Lühmann ist <em>Referentin für Sozialpolitik </em>und somit für die sozialen Belange der Studierenden zuständig. Die Referentin will sich vor allem auf die Themen „studieren mit Kind“ und „bezahlbarer Wohnraum in Potsdam“ konzentrieren“.</p>
<p>Ansgar Seng ist in der laufenden Legislaturperiode der Referent für Verkehr und muss sich für uns ab jetzt unter anderem mit der S-Bahn herumschlagen.</p>
<p>Mehr Infos: www.asta.uni-potsdam.de</p>
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		<title>Berliner setzen klares Zeichen für Wowereit, aber gegen Rot-rot</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 16:19:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ganz vorn]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Denis Newiak
Die Wahlberechtigten in Berlin haben bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus dem Regierenden Bürgermeister Wowereit den Rücken gestärkt: Einer ersten Hochrechnung (laut tageschau.de) zufolge hat die SPD zwar leicht an Zustimmung verloren (1,3 Prozentpunkt), ist aber mit 29,5 Prozent klar der Favorit der Berliner_innen. Die CDU legt leicht zu (2,2 Prozentpunkt) und erreicht 23,5 Prozent der Stimmen. Deutlich zugelegt haben die Grünen, welche 4,9 Prozentpunkte hinzugewinnen und auf 18 Prozent kommen. Nachdem schon lange mit einem Einzug der Piratenpartei in das Berliner Abgeordnetenhaus gerechnet wurde, ist das Ergebnis von ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/09/365px-Berlin-Wappen.svg_.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-584" title="365px-Berlin-Wappen.svg" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/09/365px-Berlin-Wappen.svg_-182x300.jpg" alt="" width="182" height="300" /></a><em>Von Denis Newiak</em></p>
<p><em></em>Die Wahlberechtigten in Berlin haben bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus dem Regierenden Bürgermeister Wowereit den Rücken gestärkt: Einer ersten Hochrechnung (laut tageschau.de) zufolge hat die SPD zwar leicht an Zustimmung verloren (1,3 Prozentpunkt), ist aber mit 29,5 Prozent klar der Favorit der Berliner_innen. Die CDU legt leicht zu (2,2 Prozentpunkt) und erreicht 23,5 Prozent der Stimmen. Deutlich zugelegt haben die Grünen, welche 4,9 Prozentpunkte hinzugewinnen und auf 18 Prozent kommen. Nachdem schon lange mit einem Einzug der Piratenpartei in das Berliner Abgeordnetenhaus gerechnet wurde, ist das Ergebnis von 8,5 Prozent eine große Überraschung, somit schaffen sie den Sprung in das Landesparlament locker. Die Linke wird mit einem Verlust von 4,9 Prozentpunkten abgestraft und kommt auf nur 11,5 Prozent der Stimmen. Klarer Verlierer ist die FDP, die die Fünf-Prozent-Hürde mit 2 Prozent klar verfehlt (minus 5,6 Prozentpunkte). Die Ergebnisse der ersten Hochrechnung von 18 Uhr werden minütlich aktualisiert und dann von den offiziellen Auszählungsergebnissen abgelöst. Die aktuellen Wahlergebnisse sind unter <a title="Wahlen Berlin" href="http://www.wahlen-berlin.de/" target="_blank">http://www.wahlen-berlin.de/</a> abrufbar.</p>
<p>Die SPD kann sich nun die oder den Koalitionspartner_in aussuchen: Für eine Zusammenarbeit der SPD mit der konservativen CDU gäbe es eine Merhehit, aber auch ein rot-grünes Bündnis wäre, der derzeitigen Hochrechnung zufolge, denkbar. Für eine Fortsetzung von Rot-rot fehlt die Mehrheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>2011er AStA wurde gewählt</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 07:25:18 +0000</pubDate>
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Mandy Joachim berichtet von der Wahl des neuen AStA der Uni-Potsdam. Auf der zweiten ordentlichen Sitzung des 14. Studierendenparlaments der Uni-Potsdam wurde am Abend des 30.08. der neue AStA ins Amt gewählt. Während der ausgesprochen harmonischen Sitzung hatten alle potenziellen Referent_innen die Möglichkeit, sich selbst und ihr Konzept für das von ihnen angestrebte Referat vorzustellen. Das Parlament stellte hierzu Nachfragen. Nach dem dritten Wahlgang waren dann alle vorgeschlagenen Referant_innen in der ebenfalls vorgeschlagenen Referatsstruktur gewählt. Die Liste unten zeigt alle Referate und deren Besetzung. Einen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_235" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/02/astalogoBWklein-sw_web.jpg"><img class="size-medium wp-image-235" title="astalogoBWklein sw_web" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/02/astalogoBWklein-sw_web-300x140.jpg" alt="AStA Logo" width="300" height="140" /></a><p class="wp-caption-text">AStA Logo</p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Mandy Joachim berichtet von der Wahl des neuen AStA der Uni-Potsdam.</em> Auf der zweiten ordentlichen Sitzung des 14. Studierendenparlaments der Uni-Potsdam wurde am Abend des 30.08. der neue AStA ins Amt gewählt. Während der ausgesprochen harmonischen Sitzung hatten alle potenziellen Referent_innen die Möglichkeit, sich selbst und ihr Konzept für das von ihnen angestrebte Referat vorzustellen. Das Parlament stellte hierzu Nachfragen. Nach dem dritten Wahlgang waren dann alle vorgeschlagenen Referant_innen in der ebenfalls vorgeschlagenen Referatsstruktur gewählt. Die Liste unten zeigt alle Referate und deren Besetzung. Einen ausführlichen Bericht zur AStA Wahl 2011 und erste Eindrücke von den „Neuen“ könnt ihr im Oktober in der neuen Ausgabe der speakUP nachlesen.</p>
<p><strong>Referat für externe Hochschulpolitik<br />
</strong>Referent: Roland Gehrmann<br />
Koreferent: Steffen Brumme</p>
<p><strong>Referat für ausländische Studierende<br />
</strong>Referent: Pierre Vicky Sonkeng Tegouffo<br />
Koreferentin: Maimouna Ouattara</p>
<p><strong>Referat gegen Militarismus und Faschismus<br />
</strong>Referent für Antimilitarismus: Jan Eckhoff<br />
Referent für Antifaschismus: Stefan Schmidtke</p>
<p><strong>Referat für Öffentlichkeitsarbeit<br />
</strong>Referent: Daniel Sittler<br />
Koreferent: Franz-Daniel Zimmermann</p>
<p><strong>Referat für Kultur<br />
</strong>Referentin: Claudia Fortunato<br />
Koreferent: Benjamin Mosebach<br />
<em>(Das Kulturreferat übernimmt bis zur Wahl eines/ einer Referent_in auch die Zusammenarbeit mit dem KUZE)<br />
</em></p>
<p><strong>Referat für Sozialpolitik<br />
</strong>Referentin: Susanne Lühmann</p>
<p><strong>Referat für Finanzen<br />
</strong>Referent: Alexander Gayko</p>
<p><strong>Referat für Campuspolitik und Verkehr<br />
</strong>Referent für Campuspolitik: Sebastian Geschonke<br />
Referent für Verkehr: Ansgar Seng</p>
<p><strong>Referat für Geschlechterpolitik<br />
</strong>Referentin: Annabell Ertel</p>
<p><strong>Referat für Ökologie<br />
</strong>Referentin: Ribana Bergmann<br />
Referentin: Anne-Karin Cooke</p>
<p><strong>AStA-Vorstand:</strong> Pierre Vicky Sonkeng Tegouffo, Ribana Bergmann und Alexander Gayko.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ich habe nie dagestanden und gezählt&#8221;</title>
		<link>http://speakup.to/464</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 16:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Interview mit Mandy Joachim und Denis Newiak von der speakUP  erzählt der geschäftsführende Präsident der Uni von seinem neuen Job, dem Datenskandal und hoffnungslos überfüllten Lehrveranstaltungen.
speakUP: Herr Grünewald, wie fühlt sich Ihre neue Position als geschäftsführender Präsident der Universität an?
Grünewald: Sie fühlt sich gut und nicht ungewohnt an, da ich ja auch bekannte Aufgaben erledige. Sie ist aber ein wenig anstrengender, weil wir mit verkleinerter Mann- und Frauschaft arbeiten.
speakUP: Welche Ihrer neuen Aufgaben ist Ihnen besonders wichtig?
Grünewald: Die wichtigste zusätzliche Aufgabe sind Berufungsgespräche und-verhandlungen für neue Professor_innen. Eine ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 8.5px 0.0px; line-height: 30.0px; font: 26.0px Calibri} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 8.5px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Calibri} span.s1 {font: 9.5px 'OrigGarmnd BT'} --><em>Im Interview mit Mandy Joachim und Denis Newiak von der speakUP </em><em> </em><em>erzählt der geschäftsführende Präsident der Uni von seinem neuen Job, dem Datenskandal und hoffnungslos überfüllten Lehrveranstaltungen.</em></p>
<p><em>speakUP: Herr Grünewald, wie fühlt sich Ihre neue Position als geschäftsführender Präsident der Universität an?</em></p>
<p>Grünewald: Sie fühlt sich gut und nicht ungewohnt an, da ich ja auch bekannte Aufgaben erledige. Sie ist aber ein wenig anstrengender, weil wir mit verkleinerter Mann- und Frauschaft arbeiten.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Welche Ihrer neuen Aufgaben ist Ihnen besonders wichtig?</em></p>
<p>Grünewald: Die wichtigste zusätzliche Aufgabe sind Berufungsgespräche und-verhandlungen für neue Professor_innen. Eine weitere, für mich sehr wichtige Aufgabe liegt in der Qualitätssicherung der Lehre. Sie ist der Schlüssel für den Erfolg der Uni. Desto besser das Studienprogramm der Lehre, desto besser und zufriedener können Studierende ihr Studi-um absolvieren.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Bleiben Sie denn Präsident der Universität?</em></p>
<p>Grünewald: Das weiß ich nicht. Ich bin nicht in das Verfahren involviert und auch nicht unter den Bewerber_innen. Ich bin also selbst ganz gespannt, wer ausgewählt werden wird.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Würden Sie es denn nicht gerne machen?</em></p>
<p>Grünewald: Dann hätte ich mich früher für eine Bewerbung entscheiden müssen. Mir war es wichtiger, für einen reibungslosen Arbeitsablauf an der Uni zu sorgen, indem ich die anfallenden Arbeiten übernehme, anstatt Wahlkampf führen zu müssen.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Aber Sie bleiben der Uni doch erhalten?</em></p>
<p>Grünewald: Ja, in jedem Fall. Ich bin bis 2016 gewählt.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Welche neuen Impulse bringen Sie in Ihre jetzige Arbeit ein?</em></p>
<p>Grünewald: Das kommt auf die Dimensionen an – im Kleinen gibt es sicherlich neue Impul-se. Zum Beispiel kann ich in meiner jetzigen Position das gerade entstehende Berlin-Brandenburgische Zentrum für Jüdische Studien begleiten.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Vor einigen Wochen gab es ja einen Datenskandal, als eine Datei mit persönlichen Studierenden-Daten im Universitätsintranet offen zugänglich war. Wie konnte das passieren?</em></p>
<p>Grünewald: Glücklicherweise handelt es sich um keinen wirklichen Skandal. Das Rechenzentrum hat festgestellt, dass nur der Studierende, der die Tatsache dankenswerterweise auf-gedeckt hat, auf die Datei zugegriffen hat. Es kam durch menschliches Versagen zu dem Vorfall, die Datei wurde versehentlich an falscher Stelle gespeichert. Erfreulicherweise sind die Daten nicht in falsche Hände geraten, wir bedauern den Umstand trotzdem sehr. Ich habe während einer Senatssitzung auch eine Entschuldigung an die Studierenden ausgesprochen.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Wie nehmen Sie die<br />
Initiative Intelligenzija wahr?</em></p>
<p>Grünewald: Wir haben viele Gespräche miteinander geführt, bei denen wir aber nicht immer übereingekommen sind. Der Grund dafür liegt meiner Meinung nach in der Frage nach dem Umfang des Einsatzes von Lehrbeauftragten. Ich bin ein Kritiker von Lehraufträgen in der jetzigen Praxis. Sie sollten nicht als Beitrag zum Lebensunterhalt von Doktoranden verstan-den werden, denn Lehraufträge als solche sind kein Instrument der Nachwuchsförderung. Meine eigene Präferenz dahingehend ist eine Nachwuchsförderung über Stipendien und Doktorandenverträge. Wenn Doktoranden in Existenznöten sind, weil sie nichts anderes haben als ihren Lehrauftrag, dann läuft da mächtig was falsch. Es wird dann auch nicht besser, wenn man den Lehrauftrag mit 680 statt 520 Euro entlohnt. Der Lehrauftrag ist nach meinem Verständnis eine Ergänzung zur Lehre.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Wo sehen Sie Verantwortungen für die von Ihnen präferierte<br />
Doktorandenförderung?</em></p>
<p>Grünewald: Da gibt es große Chancen auf Mitteleinwerbungen durch Professor_innen. Der Königsweg führt über Stipendien.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Wenn jetzt aber – wie zum Beispiel in der Germanistik – ein wesentlicher Bestandteil der Lehre nur durch<br />
Lehraufträge bewältigt wird, wie begegnen Sie dem? </em></p>
<p>Grünewald: In Bezug auf die ganze Uni schöpfen wir das Maximum an Lehraufträgen gar nicht aus. Das, was Sie jetzt ansprechen, ist vielmehr ein punktuelles Problem, dessen Schwerpunkte sich über einige Fakultäten verteilen. In Einzelfällen muss da ein Umdenken passieren. Dazu führe ich häufig sehr kontroverse Gespräche mit den jeweiligen Verantwortlichen, denn ich bin ein entschiedener Gegner dieser Praxis. Das Personal gibt durchaus auch eine andere Planung qualitätsbewusster Lehre her. Ich spreche mich auch dagegen aus, Pflichtseminare durch Lehrbeauftragte erbringen zu lassen. Ich finde das, offen gesagt, furchtbar.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Was aber nun machen Sie mit den „Schwerpunkten“ und mit Seminaren, die mit bis zu 100 Studierenden einfach überbesetzt sind?</em></p>
<p>Grünewald: Ich sage den Lehrenden gebetsmühlenartig: „Ihr müsst einen anderen Lehrveranstaltungsplan machen!“ Wenn einzelne Seminare großen Zulauf finden, während andere leer bleiben, muss man nach den Ursachen forschen und über die Qualität einzelner Seminare nachdenken. Die Studierenden entscheiden das mit den Füßen – sie gehen dahin, wo sie die beste Lehre erwarten. Und bei den Pflichtveranstaltungen muss das Fach so viele Veranstal-tungen anbieten, das alle einen Platz bekommen. Ein weiteres Problem der Fächer mit hohen Studierendenzahlen – zum Beispiel der Germanistik – ist es, dass sie sich aus Bachelor-Studierenden und vielen alten Magisterstudierenden zusammensetzen, die bis heute keinen Abschluss haben.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Aber die alten Magisterstudierenden sitzen doch nicht in den Pflichtveranstaltungen für die frühen Semester des Bachelor&#8230;</em></p>
<p>Grünewald: Doch natürlich, wenn sie ihren Studienplan noch nicht erfüllt haben.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Das kann ja aber nicht die einzige Erklärung sein, zumal eine Handvoll Magisterstudierende die Veranstaltungen doch nicht überfüllen kann&#8230;</em></p>
<p>Grünewald: Ich habe nie dagestanden und gezählt. Wenn die Beobachtungen aber so sind und trotzdem alles überfüllt ist, dann ist das Lehrangebot falsch austariert und es gibt offenbar zu wenig von derartigen Lehrveranstaltungen. Die Verantwortung dafür liegt im Fach. Man muss konsequent nach solchen Sardinenbüchsen suchen – und gegen sie hilft nur ein besseres Lehrangebot. Die einzelnen Fächer stellen sich zwar dem Problem, das Ergebnis ist aber noch nicht immer befriedigend.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Im kommenden Wintersemester werden durch doppelte Abiturjahrgänge und die wegfallende Wehrpflicht deutlich mehr Erstsemester erwartet. Wie ist dafür Ihre kurz- und langfristige Planung?</em></p>
<p>Grünewald: Wir werden im Wintersemester für die Uni Potsdam keine spürbar andere Situation haben als in den Vorjahren. Wir haben in jedem Jahr sehr viel mehr Bewerbungen als Studienplätze. Auf etwa 3.400 Ersti-Plätze kommen schon bislang über 25.000 Bewerber_innen. Wenn es jetzt, wie von Ihnen beschrieben, noch mehr werden sollten, dann bliebe die Zahl der Studienplätze hier immer noch gleich, dann wäre die Auswahl immer noch dieselbe. Nur der Wettbewerb würde sich dann noch etwas verschärfen.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Also wird das Problem die Uni gar nicht erreichen?</em></p>
<p>Grünewald: Ich schätze, wir werden wieder 3.400 aufnehmen. Wir schaffen hier seit zwei oder drei Jahren immer eine Punktlandung. Das hört sich aber planerisch schöner an, als es manchmal in der Wirklichkeit ist. Mit Blick auf die großnachgefragten Fächer wie Geschichte oder Germanistik, die in den letzten Jahren nicht mehr Studierende aufgenommen haben, als ihnen laut Kapazitätsrecht nach der vorhandenen Anzahl an Lehrenden zuzumuten ist, muss man das aber differenziert bewerten. Nach meiner Einschätzung ist das Verhältnis dort eher negativ.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Sie erwarten also im Großen und Ganzen keinerlei Probleme?</em></p>
<p>Grünewald: In anderen nichtzulassungsbeschränkten Fächern, die seit geraumer Zeit wenig nachgefragt werden, kann ich die Entwicklung nicht absehen. Im Großen und Ganzen haben wir diese Aufgabe aber in den vergangenen Jahren beherrscht.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Nochmal zurück zur Problematik der Lehrbeauftragt_innen. Wie ist die deutlich unterschiedliche Bezahlung von 0 bis zum Teil 900 Euro zu erklären?</em></p>
<p>Grünewald: Die Bezahlung richtet sich in der Regel nach Qualifikation. Jemand, der woanders Professor sein könnte, wird natürlich anders bezahlt als ein promovierter Wissenschaftler. Und der wiederum anders als ein Doktorand.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Was ist aber mit jenen Promovierenden, die gar nichts bekommen?</em></p>
<p>Grünewald: Das müsste nicht sein! Eine andere Planung innerhalb der Fächer würde hier helfen. Ich bin total gegen unbesoldete Lehraufträge für Promovierende.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Heißt das, dass Sie durchaus zur Zusammenarbeit mit der Initiative Intelligenzija bereit sind?</em></p>
<p>Grünewald: Ja, klar. Ich freue mich im Prinzip über jede Bemühung, Interessen dialogisch festzustellen und zu bündeln. Gerade Doktorand_innen brauchen eine gute Vertretung. Trotz inhaltlicher Differenzen empfinde ich das als Fortschritt.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Angesichts der neuen Sparmaßnahmen im Land haben Sie die Debatte über sogenannte Studienkonten neu angeregt. Was verstehen Sie genau darunter?</em></p>
<p>Grünewald: Ich bin ausdrücklich kein Protagonist von Studiengebühren, sondern von Studienkonten. Studienkonten geben jedem Studierenden ein Guthaben. Nach meiner Vorstellung müsste das so berechnet sein, dass jeder Studierende sein Studium in der 1,x-fachen Zeit kostenfrei absolvieren kann. Nicht verbrauchtes Guthaben kann dann später für <em>life long learning</em> verwandt werden. So entsteht eine Wertschätzung des öffentlichen Guts Studienplatz, der gerade bei uns in Brandenburg von immer weniger Steuerzahlern finanziert werden muss.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Was ist aber mit Studierenden, die durch Kind und/oder Nebenjob effektiv weniger Zeit haben als andere?</em></p>
<p>Grünewald: Ich bekenne mich ganz klar dazu, dass solche Modelle sozial ausbalanciert werden, indem bedürftige Menschen mehr Guthaben bekommen als weniger bedürftige. Das bedeutet aber auch, dass jemand aus wohlhabenderem Hause weniger Guthaben zur Verfügung bekommt, sein Studium also früher kostenpflichtig wird. Stärkere Schultern tragen mehr. Das ist meine tiefe Überzeugung. Durch ein individualisiertes Guthabenmodell kann man viel gerechter geben und nehmen, als wenn ich alles über einen Kamm schäre.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Wie erklären Sie sich, dass andere Bundesländer dieses System schon wieder abgeschafft haben?</em></p>
<p>Grünewald: Das ist meiner Meinung nach aus wahltaktischen Gründen geschehen. Die Projekte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, an denen ich selbst mitgearbeitet habe, haben sehr gut funktioniert. Nachdem in NRW dann später grundständige Studiengebühren eingeführt wurden, gab es irgendwann keinen Weg mehr zurück zu den Konten – auch nicht für die Gegner der Studiengebühren. Allerdings müssen wir beachten, dass Brandenburg bei weitem nicht die finanziellen Mittel dieser Länder hat. Deshalb war es mir so wichtig, die Diskussion hier anzuregen.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Wie lässt sich Ihrer Meinung nach, Hochschulmanagement mit guter Lehre in Einklang bringen?</em></p>
<p>Grünewald: Hochschulmanagement, das der Hochschule und ihren Bedürfnissen gerecht werden will, ist Feldarbeit in der Qualität der Lehre. Es geht nicht um die Maximierung von Kennzahlen, sondern um Studienprogramme, Modulinhalte und um Lehrbedingungen. Dafür setze ich mich ein. Ich wünsche mir, dass wir unsere Qualitätsversprechen an unsere jetzigen und künftigen Studierenden einhalten können.</p>
<p><em><em>speakUP</em>: Vielen Dank für das Gespräch. </em></p>
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