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	<title>speakUP &#187; campusKREATIV</title>
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	<description>Studierendenzeitschrift der Universität Potsdam.</description>
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		<title>20 Jahre Brandenburg auf 200 Seiten</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 09:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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,,Hoch über Sumpf und Sand&#8221; &#8211; frei nach der Hymne Brandenburgs benannt &#8211; heißt das kürzlich erschiene Sachbuch über die neuere Geschichte eines facettenreichen Bundeslandes. Der freie Potsdamer Journalist Matthias Krauß (50) ist selbst Brandenburger und schildert die Höhen und Tiefen des Landes seit der Deutschen Einheit 1990. Renzensiert von Ina Starke
Das vom Autor selbst als ,,politische Heimatkunde“ bezeichnete Buch gliedert er locker in fünf Abschnitte. Nach einigen einleitenden Bemerkungen beginnt er mit ,,Die Rolle der Persönlichkeit“. Es werden politische Figuren und ihre Geschichten in Verbindung mit Brandenburg vorgestellt. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_238" class="wp-caption alignleft" style="width: 181px"><strong><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/02/Hoch-ueber-Sumpf-und-Sa_web.jpg"><img class="size-full wp-image-238  " title="Buchcover &quot;Hoch über Sumpf und Sand&quot;" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/02/Hoch-ueber-Sumpf-und-Sa_web.jpg" alt="Hoch über Sumpf und Sand" width="171" height="273" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Buchcover</p></div>
<p><strong>,,Hoch über Sumpf und Sand&#8221; &#8211; frei nach der Hymne Brandenburgs benannt &#8211; heißt das kürzlich erschiene Sachbuch über die neuere Geschichte eines facettenreichen Bundeslandes. Der freie Potsdamer Journalist Matthias Krauß (50) ist selbst Brandenburger und schildert die Höhen und Tiefen des Landes seit der Deutschen Einheit 1990. </strong><em>Renzensiert von Ina Starke</em></p>
<p>Das vom Autor selbst als ,,politische Heimatkunde“ bezeichnete Buch gliedert er locker in fünf Abschnitte. Nach einigen einleitenden Bemerkungen beginnt er mit ,,Die Rolle der Persönlichkeit“. Es werden politische Figuren und ihre Geschichten in Verbindung mit Brandenburg vorgestellt. Dabei reicht die thematische Spanne von der Stasi-Vergangenheit des ehemaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe bis hin zur Demontage der Leninstatue im Potsdamer Stadtzentrum.</p>
<p>Im zweiten Teil ,,Ganz grundsätzlich“ kontrastiert der Autor die zwei Gesichter Brandenburgs. Geschildert wird, wie die kulturelle Vielfalt der Landeshauptstadt das Grau einzelner verlassener Dörfer noch dunkler erscheinen lässt. Hinzu kommen die finanzielle Abhängigkeit Brandenburgs vom Bund, wirtschaftliche Missstände sowie politische Fehlplanungen im Land. ,,Die politischen Grotesken“ Brandenburgs zeigt der Autor im Folgenden auf. Aus diesen Zeilen erfahren die Leser_innen, wie kompliziert beispielsweise die Abwahl eines Oberbürgermeisters oder auch der Neubau des Potsdamer Landtagsgebäudes sein kann. Die letzten beiden Teile des Buches gehen ineinander über. Krauß beginnt mit ,,Beinahe noch lustig&#8221;, um dann mit dem Kapiteltitel ,,Nicht mehr lustig&#8221; zu enden. Die Leser_innen sehen sich konfrontiert mit einem durchgegangenen Kamel vor dem Potsdamer Landtag, dem brandenburgischen Problem mit dem Rechtsextremismus und der geschichtlichen Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit des Bundeslandes.</p>
<p>Am Ende der Lektüre angekommen, fragt man sich allerdings unweigerlich, was einem der Autor genau mit diesem Buch sagen wollte. Natürlich, man lernt, als nicht im Speziellen mit der brandenburgischen Landespolitik vertraute_r Leser_in, viele mal mehr, mal weniger interessante Details zur Geschichte Brandenburgs. Jedoch fehlt ein roter Faden. Das Werk Krauß&#8217; besteht aus einer Aneinanderreihung von Kurzgeschichten zum Thema ,,Brandenburg seit 1990&#8243;. Es scheint als stünde jede dieser kleinen Handlungen für sich. Auf diese Weise bietet das Buch eine Möglichkeit,  immer mal wieder darin zu lesen.  Denn es scheint trotz fehlender Quellenangaben gut recherchiert und ist unterhaltsam geschrieben. Wer sich jedoch eine politische Gesamteinordnung Brandenburgs in die Bundesrepublik wünscht, ist mit diesem Buch schlecht beraten.</p>
<p>Als Abschluss des Buches hätte ein persönliches Resümee des Autors über das Brandenburg der letzten zwanzig Jahre seit der Wiedervereinigung gut gepasst. Anfänglich wird das Ziel klar benannt: Krauß will herausfinden, inwiefern die Entwicklungen in Brandenburg repräsentativ für alle ostdeutschen Bundesländer nach der Wende sein könnte. Es bleibt offen, weshalb der Autor sich abschließend nicht die Zeit nimmt, den Leser_innen eine Antwort auf diese Frage zu geben.</p>
<p><strong>Bibliographie Matthias Krauß</strong></p>
<ul>
<li>,,Angela Merkel – Das Mädchen für alles: Ein Annäherungsversuch.“ Anderbeck Verlag, Anderbeck 2005.</li>
<li>,,Der Wunderstaat. Richtige Geschichten aus einem falschen Leben.“ Anderbeck Verlag, Anderbeck 2004.</li>
<li>,,Die Partei hatte manchmal Recht.“ Karl Dietz Verlag, Berlin 2009.</li>
<li>,,Hoch über Sumpf und Sand – Zwangzig Jahre Neu-Brandenburg.“ Karl Dietz Verlag, Berlin 2010.</li>
</ul>
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		<title>Knallhartes kalkül statt &#8220;raab in Gefahr&#8221;?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 09:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Ein neues deutsches Sommermärchen“ meinten viele, als Gesangstalent und Unterhaltungskünstlerin Lena Meyer-Landrut letztes Jahr den Eurovision Song Contest gewann. Dieses Jahr hätte Stefan Raab die Chance gehabt, einen Song zu casten. Stattdessen wurde knallhart kalkuliert und dem Publikum ein Dutzend fertige Lieder vorgesetzt. Friss oder stirb. Denis Newiak kommentiert
Ein Kontinent in Lenamania: Nach den vielen peinlichen Auftritten von deutschen Vertreter_innen beim weltgrößten Musikereignis ist es Deutschland und Europa nicht übel zu nehmen, dass ihnen Lena und ihr Song „Satellite“ einfach gut taten. Unverbrauchtheit und Andersartigkeit von Sängerin und vorgetragenem Titel ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Ein neues deutsches Sommermärchen“ meinten viele, als Gesangstalent und Unterhaltungskünstlerin Lena Meyer-Landrut letztes Jahr den Eurovision Song Contest gewann. Dieses Jahr hätte Stefan Raab die Chance gehabt, einen Song zu casten. Stattdessen wurde knallhart kalkuliert und dem Publikum ein Dutzend fertige Lieder vorgesetzt. Friss oder stirb.</strong> <em>Denis Newiak kommentiert</em></p>
<p>Ein Kontinent in Lenamania: Nach den vielen peinlichen Auftritten von deutschen Vertreter_innen beim weltgrößten Musikereignis ist es Deutschland und Europa nicht übel zu nehmen, dass ihnen Lena und ihr Song „Satellite“ einfach gut taten. Unverbrauchtheit und Andersartigkeit von Sängerin und vorgetragenem Titel verdrehten einem ganzen Kontinent den Kopf – zu Recht. Als Raab am nächsten Morgen ankündigte, seine Entdeckung Meyer-Landrut würde auch 2011 wieder antreten, hielten das viele für einen Scherz, manche sogar für einen schlechten Scherz. Tatsächlich dürfte die ach so spontane Entscheidung eine zwischen ARD und Raab ausgehandelte Sache gewesen sein.</p>
<p>Lena und Vaterfigur Raab würden es im nächsten Jahr schwerer haben, eine neue Welle von Euphorie auszulösen, das war schon sehr zeitig klar: Nicht wenige hatten den marktwirtschaftlichen Hype um Lena und die um sie kreisenden Beschallungs- und Fanprodukte allmählich „satt“. Wer regelmäßig TVtotal oder die zahlreichen anknüpfenden Sonderformate wie „Schlag den Raab“ konsumiert, wird sich so langsam aber sicher gefragt haben, was der Medienguru im stillen Kämmerlein zusammen mit der ARD wohl ausheckt.<br />
Jeder, der die immer wieder sich selbst überbietenden und nicht selten an Wahnsinn grenzenden Ideen von Raab mochte, muss dieses Jahr sehr enttäuscht gewesen sein: Anfang Januar zeigte sich, dass dem Pro7-Zugpferd nichts Besseres einfiel als eine dreiteilige Show „Unser Song für Deutschland 2011“, in der Lena ein Dutzend vorgefertigte Lieder vorträgt und das Publikum mit dem Hörer in der Hand daraus den Song für die Titelverteidigung Mitte Mai wählt. Das ist ein anderer Raab: Nicht mehr der Risikomensch, der sich von Kamelen durchschütteln lässt, Jungtalenten beim „Bundesvision Song Contest“ eine eigene Plattform bietet oder mit Heidi-Klum-Satire „TVTNSFDWADKHUWGNEMKAKVANBÜDLZT“ handfeste Medienkritik leistet. Es ist eher ein Raab, der Angst hat, die eigenen Erwartungen an sich selbst nicht erfüllen zu können und sich deswegen nach allen Seiten absichert, ohne ein Risiko einzugehen. Aus „Raab in Gefahr“ wird eine zähe Quarantäne-Show „Unser Song für Deutschland 2011“, in welcher Raab seine eigenen Produktionen gut platzieren und die Fäden in der linken Hand halten kann.</p>
<p>Oktober 2010: Eine Handvoll Studierende des Fachs „Europäische Medienwissenschaft“ soll im Rahmen eines Projektseminars ein neuartiges Medienformat entwickeln. Der dreiköpfigen Gruppe spukt der Arbeitstitel „Unser Song für Düsseldorf“ durch den Kopf. Die Idee: Wenn Lena als Sängerin schon feststeht, sollte wenigstens der neue Song demokratisch ausgewählt werden. Alle, die Lust darauf hätten, würden Songs schreiben und sie als Video ins Internet hochladen. Dann würde die Community über ihre Topfavoriten entscheiden. Mit Hilfe von Musikexpert_innen könnten die Rohfassungen dann zum Hitfavoriten geschliffen werden – so wie einst bei „SSDSGPS“, Raabs erster Grand-Prix-Castingshow 2004, als ein unscheinbarer Kandidat seinen Song „Thank You“ in professioneller Bearbeitung mit Band, Streichorchester und Background-Chor zum besten geben durfte und sich – den Tränen nah – die Seele aus dem Leibe sang (zur Erinnerung: tinyurl.com/thank-you-mann). Und es klang sogar gut. Warum also sollte Deutschland nicht seinen eigenen Song schreiben dürfen? Sicherheitshalber hat die Gruppe von Studierenden (Tina Dreisicke, Tobias Gutsche, Denis Newiak) Raab und der ARD mal ihren Entwurf rübergeschickt. Nicht, damit er umgesetzt wird, sondern als Symbol dafür, dass es auch anders hätte laufen können.</p>
<p>Anstatt die historische Chance zu nutzen, etwas Neues zu wagen, setzt Raab auf Sicherheit und Kalkül, doch die Rechnung geht anscheinend nicht auf: Die Fernsehzuschauer_innen merken irgendwie, dass es nicht demokratisch sein kann, wenn man nur wählen, aber nicht selbst kandidieren kann und jede Stimme 50 Cent kostet. Raab sollte stutzig werden, wenn dreimal so viele Leute lieber „Wer wird Millionär?“ als sein neues Gran-Prix-Format schauen. Die Songs, die dort zur Wahl stehen, sind okay, aber sie sind wohl auch nicht der Brüller des Jahres. Die Leute spüren, dass die zwölf Lieder nur eine im dunklen Kämmerlein ausgeklüngelte Masse sind, die genau den Umfang hat, wie er sich für ein neues Album eignet – rein zufällig erschien am Montag Meyer-Landruts neue Platte inklusive neuer Raabkompositionen.<br />
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Raabismus.</p>
<p>Doch Medienkritiker Raab ist selbst größenwahnsinnig geworden. Seitdem er bei seinem selbstgeschaffenen Gladiatorenkampf „Schlag den Raab“ in den letzten 12 Monaten doppelt so oft verloren wie gewonnen hat, wird er sichtbar nervös. Spätestens der Eurovision Song Contest am 14. Mai in Düsseldorf wird dann doch zur Zerreißprobe: Sollte der unwahrscheinliche aber nicht ausgeschlossene Fall eintreten, dass Deutschland erneut als Sieger hervorgeht, könnte Raab in den Olymp befördert werden und vor Selbstzufriedenheit zerplatzen (dass er darauf spekuliert, deutet schon das „2011“ im Sendetitel an). Sollte ein Erfolg ausbleiben, steht der Mediengigant unter Druck, weil er eine Ausnahmekünstlerin verschlissen und offensichtliche Gestaltungschancen aus Kalkül und Geltungsbedürfnis ungenutzt gelassen hat.</p>
<p>Raab hat sich offensichtlich verkalkuliert. In dem Willen kein Risiko einzugehen, droht ihm doch die Gefahr, dass die vermeintlich sichere Nummer schlicht unspektakulär scheitert. Wir sind gespannt, ob und wie sich Strippenzieher Raab zum studentischen Alternativkonzept äußern wird – und ob ihm bald noch genügend Zeit bleiben wird, sich selbst neu zu erfinden. Wer ins Konzept gucken möchte: <a title="Konzept &quot;Unser Song für Düsseldorf&quot;" href="http://www.denis-newiak.de/song-fuer-duesseldorf" target="_blank">http://www.denis-newiak.de/song-fuer-duesseldorf</a></p>
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		<title>it-girl</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 23:30:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Berühmt sind sie alle. Das kann man nicht leugnen. Die große Frage ist jedoch: wofür eigentlich? Ein Denkanstoß zum Begriff der Einzigartigkeit. Von Nathalie Wiechers
Wir kennen sie alle. Obwohl wir das vielleicht gar nicht wollen. Es sind diese Art Menschen, die auf einmal da sind. Vollkommen aus dem Nichts. Und kaum sind sie da, reißen sich alle um sie: Fernsehen, Film und Firmen. Sie scheinen vollkommen in ihrer visuellen Erscheinung, dank Fake-Lashes, Extensions und Acrylnägeln. Sie feiern ausgelassen an Ibizas Stränden, im Londoner West End und in den Clubs am ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_171" class="wp-caption alignleft" style="width: 182px"><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/01/itgirl-speakup-nr3.jpg"><img class="size-medium wp-image-171" title="It-Girl" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/01/itgirl-speakup-nr3-172x300.jpg" alt="It-Girl" width="172" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">It-Girl</p></div>
<p><strong>Berühmt sind sie alle. Das kann man nicht leugnen. Die große Frage ist jedoch: wofür eigentlich? Ein Denkanstoß zum Begriff der Einzigartigkeit.</strong> <em>Von Nathalie Wiechers</em></p>
<p>Wir kennen sie alle. Obwohl wir das vielleicht gar nicht wollen. Es sind diese Art Menschen, die auf einmal da sind. Vollkommen aus dem Nichts. Und kaum sind sie da, reißen sich alle um sie: Fernsehen, Film und Firmen. Sie scheinen vollkommen in ihrer visuellen Erscheinung, dank Fake-Lashes, Extensions und Acrylnägeln. Sie feiern ausgelassen an Ibizas Stränden, im Londoner West End und in den Clubs am New Yorker Broadway. Was sie tragen, trinken, tun, all das ist morgen Trend. Wen sie lieben und wen sie hassen, all das ist Thema in Magazinen von San Francisco bis nach Tokio. Die It-Girls.<br />
Und man darf sich dann irgendwann fragen, warum eigentlich? Gehen wir dafür an die historischen Wurzeln des Begriffs, mit dem jene so häufig klassifiziert werden.</p>
<p>Ursprünglich stammt der Begriff aus dem frühen 20. Jahrhundert, genau gesagt aus den 1920er Jahren. Also aus einer Zeit, in der Stummfilm hip und Kaffee, ein Altweibergetränk, flop ist. Der damalige Filmstar Clara Bow gilt heute als das erste It-Girl überhaupt. Verdanken tut sie diesen Titel ihrem Part im Film „It“, den man in Deutschland später mit dem Titel „Das Gewisse Etwas“ übersetzte. Als „It-Girl“ war jene Mrs. Bow also ein junges Mädchen, das sich durch äußere Reize wie Charisma, Schönheit durch strahlung, und Aus eben das „gewisse Etwas“ auszeichnete und durch ständige Medienpräsenz brillierte. Auch heute noch versteht man unter eben dieser Definition, die 2009 als eines der neuen Wörter in den Duden aufgenommen wurde, ein It-Girl.</p>
<p>Kommt es nun zur Übertragung einer eher theoretischen Definition auf den empirischen Tatbestand, ergibt sich folgendes Problem: Ganz anders als es noch in den 1920er der Fall war, wo Clara Bow die einzige ihrer Art war, ist das It Girl heute nicht mehr durch jene unsagbare Einzigartigkeit  gekennzeichnet. Es gibt eine nahezu unkontrollierbare Zunahme der sogenannten It-Girls. Sie sprießen aus dem Boden wie Unkraut und ehe man sich versieht, ist diese von jener abgelöst. Sterne gehen auf und gehen wieder unter.</p>
<p>Die Einzigartigkeit geht flöten. Wo also ist das „it“, das gewisse Etwas, bei Charakteren die lediglich durch Alkohol- und Drogenexzesse die Medienaufmerksamkeit auf sich ziehen? Wo ist es, wenn jene Magersuchtwahn verfallen und Sozialstunden ableisten? Wo ist das „it“, wenn sie für den Style gelobt werden, den sie lediglich als wandelnde Litfasssäule in jeder Lebenslage präsentieren?<br />
Die Frage ist oft, zu oft, wofür sind j ene eigentlich berühmt? Denn bei den Checkpunkten engelsgleicher Stimme, oscarreifem Showtalent und der unglaublichen sportlichen Fähigkeiten, herrscht in der Summe lediglich Fehlanzeige! Dagegen scheinen jedoch dynastische Bande und vielversprechende Nachnamen immer ein Garant für Ruhm und Reichtum zu sein. Es macht aber im Prinzip auch nichts aus, wenn man gar nichts kann. Hauptsache, der gesamte Globus weiß dank Facebook, Twitter und Co Bescheid, was man zum Lunch verzehrte und mit wem man das Bett teilt.</p>
<p>Der Begriff des It-Girl erfuhr eine inflationäre Entwertung, die dem Niedergang des Dow Jones im Jahre 2008 zum Verwechseln ähnlich sieht. Dies gilt auch für jenen der Stil-Ikone, ein Begriff, der einst Menschen galt, die durch Anmut, Eleganz und Stil noch heute als Namensgeberinnen für gewisse Stoffarten, Schnitte und Formen in aller Munde sind. Jackie O., Audrey H. und Marylin M. seien hier ausnahmsweise genannt.</p>
<p>Man könnte so wie im Schema eines Boulevardmagazins angenehmer „Stepby-Step“-Anleitung den Weg vom grauen Mäuschen zur alles überstrahlenden Ikone herleiten. 1. Schritt: Frau betritt Bühne der Öffentlichkeit (wahlweise durch Fernsehen, Film oder Facebook). 2. Schritt: Frau sieht schön aus (dank Designerrobe, schmerzhafter Enthaarungsprozedur, blondierten Strähnchen und kohlenhydratarmer Kost) 3. Schritt: Weltklatschpresse sieht „neues Produkt“, erlebt Aufschrei: DIE (!) STILIKONE!</p>
<p>Sie wird weiter hochstilisiert zur strahlenden Gallionsfigur einer ganzen Generation, die nun aus ihrem Kleidungsgefühl ein neuartigen „Lifestyle“ kreiert, der natürlich mit nichts vergleichbar ist, was es jemals zuvor gegeben hat. Alles andere scheint daneben zu der Eleganz eines alten ergrauten T-Shirts zu verblassen. Hier werden Menschen idealisiert, die dank stundenlanger Make-Up-Behandlungen, Yoga und Pilates doch eigentlich nur von Stylisten von Kopf bis Fuß eingekleidet werden, damit Image und tatsächliches Bild nicht wie zwei gleichgesinnte Pole sich voneinander abstoßen. Die wahre Stil-Ikone ist also demnach, wenn man überhaupt davon sprechen kann, der Stylist selbst. Doch eins wird anscheinend immer und immer wieder vergessen: Dieses<br />
Phänomen tritt nicht etwa alle 20 bis 30 Jahre auf, wie es sich bei der Verknüpfung mit der Generation eventuell annehmen lässt – dieser Vorgang  vollzieht sich in jedem Promi-Format, sei es in digitaler oder auch in gedruckter Natur.</p>
<p>So werden Ziele erschaffen, die es zu erreichen gilt. Ziele, die oft unerreichbar sind. Bei dieser Medialisierung des Privatlebens und der Idealvorstellung von Menschen, bleibt der einzigartige Mensch mit seiner Persönlichkeit auf der Strecke. Es zählt nicht das eigentlich „gewisse Etwas“, sondern nur der minimale effekthascherische Moment, der irgend wen aus irgendeinem Grund für irgendeine unbegreiflich hohe Gewinnsumme für unbestimmte Zeit am Himmel der Stars und Sternchen strahlen lässt. So gehen die Individualität von Personen und das Streben nach Beständigkeit verloren an jenen Zeichen der Zeit.</p>
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		<title>wo kommst du eigentlich her?</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 23:20:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
In jeder Ausgabe der speakUP stellen wir euch vor die für ihr Studium nach Potsdam gezogen sind. Diesmal: Smaragda aus Athen. Von Denis Newiak
„Meine Heimat ist Griechenland. Aber wenn ich abends in mein Apartment fahre, dann sage ich schon: Ich fahre jetzt nach Hause.“ – Smaragda lebt seit einem Jahr in Potsdam und studiert an der Universität.
Dass die geborene Athenerin schnell neue Freundschaften schließen konnte, ist kein Wunder: Sie fühlt sich wohl, und ihre Freunde und Bekannten in ihrer Anwesenheit genauso. Wenn sie in den Semesterferien zurück nach Griechenland ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_167" class="wp-caption alignleft" style="width: 305px"><strong><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/01/wokommstdueigentlichher-speakup-nr31.jpg"><img class="size-full wp-image-167     " title="Smaragda" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/01/wokommstdueigentlichher-speakup-nr31.jpg" alt="Smaragda aus Athen" width="295" height="203" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Smaragda aus Athen</p></div>
<p><strong>In jeder Ausgabe der speakUP stellen wir euch vor die für ihr Studium nach Potsdam gezogen sind. Diesmal: Smaragda aus Athen.</strong> <em>Von Denis Newiak</em></p>
<p>„Meine Heimat ist Griechenland. Aber wenn ich abends in mein Apartment fahre, dann sage ich schon: Ich fahre jetzt nach Hause.“ – Smaragda lebt seit einem Jahr in Potsdam und studiert an der Universität.<br />
Dass die geborene Athenerin schnell neue Freundschaften schließen konnte, ist kein Wunder: Sie fühlt sich wohl, und ihre Freunde und Bekannten in ihrer Anwesenheit genauso. Wenn sie in den Semesterferien zurück nach Griechenland reist, sieht sie nur einen Unterschied zu Potsdam: den klimatischen. Sie sagt, diesen Winter konnte sie in ihrem neuen Zuhause sämtlichen Schnee nachholen, den sie bisher in ihrem Leben verpasst hat. Ihr Abitur legte die 19-Jährige an einer deutschen Schule in Athen ab. Sie beherrscht die Sprache perfekt, hat beide Staatsangehörigkeiten. Dass sie in Deutschland eine Hochschule besuchen würde, stand für sie schnell fest. Dass sie heute aber in Potsdam „Europäische Medienwissenschaft“ auf Bachelor studiert, ist eher Zufall: Eine Freundin hatte ihr davon erzählt, von der Möglichkeit, in alle Bereiche reinschnuppern zu können, von der Freiheit, die eigenen Interessen kennen zu lernen, sich noch nicht festlegen zu müssen. Einen Master möchte sie auf jeden Fall machen, um sich zu spezialisieren.</p>
<p>In welche Richtung sie gehen möchte, weiß sie aber noch nicht. „Das ist die Qual der Wahl.“ Bis sie sich entscheiden muss, hat sie noch ein paar Jahre Zeit.<br />
Ob Deutsche anders ticken als Griechen? „Es gibt Stereotypen. Manchmal stellen die sich als wahr heraus, auch wenn ich gegen Verallgemeinerungen bin.“ Das Klischee, dass alle Deutschen in Lederhosen durch die Gegend rennen und eine Bratwurst nach der anderen mit Weißbier runterspülen, dürfte sich wohl nicht bestätigt haben. Doch was den öffentlichen Bereich angeht, sei alles etwas besser organisiert, einfach eine andere Mentalität als in der hellenischen Heimat. Dafür sei es manchmal schwer, mit den Deutschen warm zu werden. „Es gibt diese formelle Höflichkeit, wenn man zum Beispiel in ein Geschäft reingeht“, doch auf persönlicher Ebene lassen die Leute einen nicht immer so schnell an sich heran. Manchmal dauert es länger, bis man auf der gleichen Wellenlänge schwebt und sich festlegen möchte.</p>
<p>Monique hat an der Universität Potsdam erst BWL studiert, dann vor einigen Jahren ihren Master als Volkswirtin abgeschlossen. Zwei Dutzend Mal war sie in Griechenland im Urlaub. „Oft wird man schon nach drei gewechselten Sätzen ins heimische Dorf eingeladen, gegrillte Lammkoteletts und Raki all you can drink inklusive.“ Griechen seien sehr warmherzige und gastfreundliche Menschen, in seltenen Fällen etwas zu warmherzig. Ob man die gleiche Sprache kann, sei zweitrangig.</p>
<p>Erst vor wenigen Monaten war die 26-Jährige, die voraussichtlich nächstes Jahr in München ihre Doktorarbeit verteidigen wird, im Mittelmeerstaat, zu einer mehrtägigen Konferenz internationaler Wirtschaftswissenschaftler in Athen. Topthema: natürlich die allgegenwärtige Finanzkrise. Wenige Tage vor ihrer Anreise Mitte Mai hatten Demonstranten noch Steine auf Polizisten geworfen und fast das Parlament gestürmt – aus Angst um ihre Zukunft. Dass in den letzten Jahren Einiges schief gelaufen ist, streite niemand ernsthaft ab: Die Griechen seien sich einig, dass etwas passieren muss. Wer an der Lage schuld ist, sei hingegen nicht wirklich Konsens. Vielleicht entscheidet das ja die Zeit.</p>
<p>Korruption gibt es überall, auch in Deutschland. Mancher Index bewertet Deutschland sogar als das korrupteste Land überhaupt – gemessen an der Gesamtsumme der Bestechungsgelder, die vor allem durch Wirtschaftskorruption in die Höhe schnellt. In Griechenland seien die Beträge zwar meist kleiner, dafür sei die Korruption aber ständig präsent, erzählt Smaragda. „Kein Rauch ohne Feuer. […] Die Frage ist jetzt, wie man da rauskommt.“ Die Medien hätten einzelne Aussagen unnötig hoch gepuscht und die Lage angeheizt, in Deutschland wie in Griechenland. Die Forderung der deutschen Liberalen, die Griechen sollten ihre Inseln verkaufen, sei taktlos gewesen. Geschichte heißt Erinnern und ans Heute und Morgen denken. Jetzt helfe es aber nicht, einfach nur teures Geld in das Land zu stecken und es zum Sparen zu verdonnern.</p>
<p>Die Strukturen müssten krisenfest gemacht werden. In den sozialistischen Ministerpräsidenten Papandreou steckt Smaragda große Hoffnungen, auch wenn er unter dem internationalen Druck nur stark eingeschränkt vernünftige Entscheidungen treffen kann. Und wenn das ganze Sparen und Sich abhängigmachen doch nichts nützt? „Ich kann wirklich nicht einschätzen, wie sich das entwickeln wird.“<br />
Monique möchte sich der Forschung widmen, am liebsten in den USA. „Dort hat man mehr Freiheiten, auch wenn man als Wissenschaftlerin noch nicht genau weiß, wo die Reise einmal hingehen soll.“ Und wo sieht sich Smaragda in zehn Jahren? „Das weiß ich noch nicht. Das muss man ja auch nicht. Ich bin aber sehr gespannt darauf, was kommt.“</p>
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		<title>„konnichiwa nippon“</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 23:01:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ 
Eine neue Sprache lernen ist immer drin! Da darf es auch ruhig etwas ausgefallener werden. Ich hätte dann gern einmal ,,Japanisch für Anfänger inklusive Kulturschock“, bitte! Von Ina Starke
Als ich mich für einen Japanischanfängerkurs an der Volkshochschule anmeldete, ahnte ich noch nicht, dass mich neben verwirrenden Zeichen und Lauten eine ganz eigene Kulturerfahrung mitten in Europa erwartete.
In meiner ersten Stunde wurde ich von einer Sekunde auf die andere in den Bann der japanischen Sprache gezogen. Angeleitet von einer  Muttersprachlerin begannen wir mit den ersten Übungen. Als ich an der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_163" class="wp-caption alignleft" style="width: 184px"><strong><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/01/konnichiwa-nippon-speakup-nr3.jpg"><img class="size-medium wp-image-163" title="&quot;konnichiwa nippon&quot;" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2011/01/konnichiwa-nippon-speakup-nr3-174x300.jpg" alt="japanisches Schriftzeichen" width="174" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Japanisches Schriftzeichen</p></div>
<p><strong>Eine neue Sprache lernen ist immer drin! Da darf es auch ruhig etwas ausgefallener werden. Ich hätte dann gern einmal ,,Japanisch für Anfänger inklusive Kulturschock“, bitte!</strong> <em>Von Ina Starke</em></p>
<p>Als ich mich für einen Japanischanfängerkurs an der Volkshochschule anmeldete, ahnte ich noch nicht, dass mich neben verwirrenden Zeichen und Lauten eine ganz eigene Kulturerfahrung mitten in Europa erwartete.<br />
In meiner ersten Stunde wurde ich von einer Sekunde auf die andere in den Bann der japanischen Sprache gezogen. Angeleitet von einer  Muttersprachlerin begannen wir mit den ersten Übungen. Als ich an der Reihe war, lauteten meine ersten japanischen Wörter: ,,Watashi wa Ina desu. Douzo yoroshiku.“ Zu deutsch: ,,Ich bin Ina. Schön, euch kennenzulernen.“ Das wäre geschafft, dachte ich noch. Doch in diesem Moment begann die freundliche Japanerin in einem Affenzahn ihren Sprachneulingen verschiedene Zeichen, Redewendungen und grammatikalische Besonderheiten an den Kopf zu werfen. Dabei ließ sie keine Gelegenheit aus, zu betonen, wie einfach die Sprache doch eigentlich sei, was man leicht an der Entlehnung<br />
des Wortes ,,Internetto“ aus dem Englischen sehen könne.</p>
<p>Meine Gehirnzellen versuchten verzweifelt die millionenfach gesendeten Signale zu verarbeiten. So kam es, dass ich es bald für völlig normal hielt, mich vor versammelt Mannschaft mit gefalteten Händen zu v e r b e u g e n um auf Japanisch meine Dankbarkeit für das gute Essen auszudrücken. Mittlerweile versuche ich mich seit einem Jahr an der Sprache und werde einfach nicht müde ihre Eigenheiten in allen Facetten kennenzulernen. Jetzt ist es mir schon möglich nach der Uhrzeit zu fragen und mich am Bahnhof zurechtzufinden.</p>
<p>Kleine Fortschritte schleichen sich beständig ein. So langsam habe ich auch das Gefühl, mich einigermaßen in Japan durchschlagen zu können. Auch  wenn vermutlich jeder zweite Satz ,,Sumimasen ga mou ichi dou yukkuri onegaishimasu.“ – ,,Entschuldigung, aber können Sie das bitte noch mal langsam sagen?“ lauten würde. Aber warum nicht einmal ins kalte Wasser springen? ,,Hallo Japan“, ich bin bereit!</p>
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		<title>wo kommst du eigentlich her?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute: Nadine aus Weimar. Von Denis Newiak
Nadine war auf dem Goethe-Gymnasium. Ein anderes in der Stadt heißt Schiller-Gymnasium. „Außerdem haben wir ein Goethe-Kaufhaus und ein Schiller-Kaufhaus, die Hauptstraße heißt Schillerstraße, und dann gibt es noch den Goetheplatz.“ Die knapp 65.000 Weimarer wissen anscheinend, auf welche Pferde sie setzen müssen. Die viertgrößte Stadt Thüringens hat aber noch mehr zu bieten: „Wir haben einen ganz schönen Stadtpark, den Ilmpark – das Herz der Stadt.“, erzählt Nadine. In ihrer Stimme hört man, dass sie von der Heimat erzählt. Im Sommer setzt man sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2010/03/nadinel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-140" style="margin: 6px;" title="nadinel" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2010/03/nadinel.jpg" alt="" width="280" height="431" /></a>Heute: Nadine aus Weimar.</strong><em> Von Denis Newiak</em></p>
<p>Nadine war auf dem Goethe-Gymnasium. Ein anderes in der Stadt heißt Schiller-Gymnasium. „Außerdem haben wir ein Goethe-Kaufhaus und ein Schiller-Kaufhaus, die Hauptstraße heißt Schillerstraße, und dann gibt es noch den Goetheplatz.“ Die knapp 65.000 Weimarer wissen anscheinend, auf welche Pferde sie setzen müssen. Die viertgrößte Stadt Thüringens hat aber noch mehr zu bieten: „Wir haben einen ganz schönen Stadtpark, den <em>Ilmpark</em> – das Herz der Stadt.“, erzählt Nadine. In ihrer Stimme hört man, dass sie von der Heimat erzählt. Im Sommer setzt man sich einfach aufs Fahrrad, fährt in den Park, guckt sich um – und mit Sicherheit sitzt da irgendwo jemand, den man kennt. „Hier hat sich immer der Sommer abgespielt.“</p>
<p>Seit fünf Jahren lebt Nadine Lilienthal in Potsdam. „Politik und Soziologie – das hat mich schon zu Schulzeiten total interessiert. [...] Mich interessiert eigentlich alles auf der Welt. Ich will wissen, wie das alles läuft.“ Dass sie heute außerdem Slawistik studiert, könnte man als logische Konsequenz einer spontanen Entscheidung werten: Den Zettel für die Anmeldung der zweiten Fremdsprache hatte die Mutter schon mal blanko unterschrieben, und weil die Anderen alle Latein und Französisch belegten, machte Nadine ihr Kreuz – direkt vor der Abgabe – einfach bei <em>Russisch</em>. „Eine Schicksalsentscheidung.“ Sieben Jahre später entschied sie sich, Slawistik zu studieren. „Das war am Anfang echt schwer.“ Dann machte sie ein Praktikum in St. Petersburg, arbeitete als Deutschlehrerin in einem Moskauer Ferienlager. „Seitdem liebe ich das Land.“ Und die Sprache wohl noch mehr als vorher.</p>
<p>Ihre Wunschfächer hätte sie auch woanders studieren können. „Doch ich wollte im Osten bleiben. Es war keine rationale Entscheidung, einfach mein Gefühl.“ Nach einem Urlaub in Caputh merkte sie, dass Potsdam „nicht gerade hässlich“ ist. Seitdem führt sie ein Doppelleben, als „gebürtige Thüringerin, vom Herzen her. Aber ich würde eher sagen, dass ich eher Potsdamerin als Weimarerin bin.“</p>
<p>Florian Heinrich ist auch ein Potsdamer, vor 20 Jahren in der Landeshauptstadt geboren. Bis vor Kurzem hat er noch in der Nähe von Potsdam gewohnt, im beschaulichen Caputh, ein Jahrzehnt lang. Vor ein paar Monaten ist Florian – von seinen Freunden liebevoll „Feivel“ genannt – seinem Wunschstudienplatz, Fach „Mediengestaltung“, nach Weimar gefolgt. „Im Fach Medien kann man sich mit allem Möglichen beschäftigen, viel Allgemeinwissen ansammeln.“ Jetzt wohnt er nicht weit vom Ilmpark entfernt. Große Unterschiede zu Potsdam sieht er nicht, höchstens, dass es in Weimar „kleiner“ ist – und „auf jeden Fall nicht so krass wie in Potsdam, wo es so derbe Parkwächter gibt, die einen vom Rasen wegscheuchen.“ Weil in Leipzig das Medienstudium viel theoretischer sein soll, entschied er sich für die UNESCO-Welterbestadt. Als Feivel der Familie von seinen Studienabsichten erzählte, hielt sich die Begeisterung in Grenzen: „Mach doch lieber was Richtiges, wo du danach auch ’nen Job kriegst!“, zitiert Florian seine Eltern. Als es aber ernst wurde, stand die Familie geschlossen hinter ihm.</p>
<p>Nadine ging es am Anfang ähnlich. „Was willst du damit werden?“, fragten sie die Verwandten. Doch schon jetzt arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für die „Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch“, organisiert Jugendbegegnungen und Workshops – macht also genau das, was ihr Spaß macht. „Das macht mich echt unendlich glücklich.“ Als Mitglied im SprecherInnenrat der Juso-Hochschulgruppe und des Studentenparlaments setzt sie sich in Potsdam für eine soziale Hochschulpolitik ein. „Ich dachte mir irgendwann: Du studierst Politik. Du kannst eigentlich gar nicht neutral sein, das geht gar nicht.“ Auf dem Weg zu ihrem baldigen Abschluss hat sie viel mitgenommen – Erfahrung gesammelt. Sich jeden Tag aufs Neue zu engagieren, kostet Kraft: „Man ist nicht immer mit allem einverstanden, was so gemacht wird“ – aber sie hat das Gefühl, etwas bewegen zu können. Es gibt Tage, an denen sie zweifelt. Doch das ist kein Verbrechen.</p>
<p>Wenn alles klappt, möchte sie noch weiter Richtung Osten ziehen. Vielleicht treibt es sie aber auch irgendwann wieder zurück nach Thüringen, „dann aber vielleicht nach Erfurt.“ Und in 20 Jahren? „Da bin ich Bundesaußenministerin – die Erste.“ Sie lacht.</p>
<p>Feivel möchte sich nach seinem Bachelor-Abschluss weiter spezialisieren, am liebsten an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen. Er ist wohl immer noch eher Potsdamer als Weimarer. Trotzdem hat er sich in seinem neuen Zu Hause schon eingelebt. Die beiden Kaufhäuser kennt er, auch die Schillerstraße und den Goetheplatz. Doch es kommt noch besser: „Das <em>Goethe-Schiller-Denkmal</em> steht auf dem Theaterplatz vor dem Deutschen Nationaltheater“, wo auch die Weimarer Verfassung geboren wurde. Und: „Goethes Wohnhaus sieht aus wie ’ne Messibude.“ Er sammelte wohl gerne.</p>
<p><em>Dies ist die ungekürzte Originalversion des Artikels. Exklusiv auf speakup.to.</em></p>
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		<title>prüfungsstress!?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[campusKREATIV]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Semester der gleiche Mist. Wie ihr damit umgeht und was die Expert_innen vorschlagen.  Von Mandy Joachim
„Stress – das sind die Handschellen, die man ums Herz trägt“, sagte einmal der Schauspieler Helmut Qualtinger. Und da hat er verdammt recht. Das fiese Monster Leistungsdruck kann einem eine ordentlich feste Klammer umlegen. Wir sind GESTRESST. Was sich so banal anhört kann aber tatsächlich ernste Folgen haben: Stress ist ein häufiger Grund für Krankmeldungen und kann die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen. Und obwohl die Wellnessbranche in Deutschland boomt, schaffen es die wenigsten, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jedes Semester der gleiche Mist. Wie ihr damit umgeht und was die Expert_innen vorschlagen. </strong><em> Von Mandy Joachim</em></p>
<p>„Stress – das sind die Handschellen, die man ums Herz trägt“, sagte einmal der Schauspieler Helmut Qualtinger. Und da hat er verdammt recht. Das fiese Monster Leistungsdruck kann einem eine ordentlich feste Klammer umlegen. Wir sind GESTRESST. Was sich so banal anhört kann aber tatsächlich ernste Folgen haben: Stress ist ein häufiger Grund für Krankmeldungen und kann die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen. Und obwohl die Wellnessbranche in Deutschland boomt, schaffen es die wenigsten, sich effektiv zu entspannen.</p>
<p>Der Körper braucht eine gute Mischung aus An- und Entspannung. Der krankmachende „Disstress“ wird meist durch Über- oder Unterforderung hervorgerufen. Damit der Disstress wieder abgebaut werden kann, empfiehlt die AOK vor allem die „Kleinen Fluchten im Alltag“. Das enge Korsett des Alltags muss ab und zu durchbrochen werden. Der Anspruch, immer perfekt und leistungsfähig zu sein, darf nicht über uns herrschen! Um aus diesem Kreis auszubrechen, bedarf es einer gezielten Entspannung. Kurze Meditationsübungen können Wunder bewirken. Oder einfach eine Pause in einer ruhigen Ecke der Universität – vielleicht mit der Lieblingsmusik im Ohr? Sobald es wieder warm ist, kann auch ein kurzes Nickerchen auf der Wiese in der warmen Sonne helfen, den Stress herunterzufahren. Der sogenannte „Powernap“ sollte nicht länger als eine halbe Stunde sein und lädt die Akkus schnell wieder auf. Vor allem am Campus Neues Palais lädt die schöne Umgebung zu einem Spaziergang ein. Die Bewegung an der frischen Luft macht den Kopf wieder frei und gilt als Stresskiller Nr. 1! Für eine aktive Entspannung von Körper und Seele ist das Motto: Raus an die frische Luft und Tageslicht tanken. Denn durch das Tageslicht werden Hormone im Körper frei, die – ganz platt gesagt – glücklich machen.  Um den Effekt zu verstärken empfiehlt die AOK regelmäßige Bewegung. Dafür eigen sich verschiedene Sportarten: Ob ihr nun Joggen, Wandern oder Schwimmen wollt ist dabei ganz eurem eigenen Geschmack überlassen. Ihr solltet es nur nicht übertreiben, sonst gibt es gleich den nächsten Stress – beim Sport.</p>
<p>Es gibt außerdem verschiedene Möglichkeiten langfristig für Entspannung im Alltag zu sorgen. Gemeint sind Methoden wie zum Beispiel autogenes Training, progressive Muskelentspannung, die Feldenkrais-Methode, Yoga oder die Aromatherapie. Es ist auf jeden Fall etwas für jede und jeden dabei. Ihr könnt euch auch jederzeit bei eurer Krankenkasse über solche Möglichkeiten informieren. Die AOK zum Beispiel hat auch am Neuen Palais im Haus 6 ein Büro und steht euch für Fragen gerne zur Verfügung.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-144" style="margin: 6px;" title="memo" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2010/03/memo.jpg" alt="" width="96" height="72" /><strong>MEMO: ich entspanne am besten wenn ich mich überhaupt nicht anstrengen muss, weder geistig noch körperlich. Wenn es dann noch ein bisschen schummerig ist und ich eine wasserpfeife dabei habe ist alles perfekt.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-147" style="margin: 6px;" title="stefan" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2010/03/stefan.jpg" alt="" width="96" height="72" />STEFAN: Ich entspanne am besten beim Basketball. Da muss ich mich zu hundert Prozent konzentrieren und kann alles andere vergessen.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-148" style="margin: 6px;" title="christin" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2010/03/christin.jpg" alt="" width="96" height="72" />CHRISTIN: Ich entspanne am besten gemütlich in meinem Zimmer mit einer Riesentüte Chips und ganz vielen Folgen der Serie „Die wilden Siebziger“.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-149" style="margin: 6px;" title="katja" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2010/03/katja.jpg" alt="" width="96" height="72" />KATJA: Ich entspanne am besten eingekuschelt in eine warme Decke mit einem guten Glas Rotwein und einem interessanten Buch.</strong></p>
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		<title>kein talent darf verloren gehen!</title>
		<link>http://speakup.to/kein-talent-darf-verloren-gehen</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 14:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paten für Neukölln gesucht. Von Jan Schmieder

Freiwilliges Engagement ist in der heutigen Gesellschaft leider keine Selbstverständlichkeit. Gerade deshalb ist es so wichtig auf die Bedeutung und den Nutzen von gemeinnütziger Arbeit zu verweisen. Gesellschaft funktioniert nur durch ein miteinander. Wer etwas zu einer besseren Welt beitragen möchte, kann dies bereits im kleinen Mikrokosmos von Neukölln machen. Denn Menschen, die Hilfe, Unterstützung und Orientierung möchten gibt es überall, dabei geht es nicht um Geld, sondern um Vertrauen und neue Horizonte.
Viel zu häufig bleiben die Talente von Neuköllner Kindern unerkannt, denn viele ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/kromer.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-79" style="margin: 6px;" title="kromer" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/kromer.jpg" alt="" width="350" height="358" /></a>Paten für Neukölln gesucht. </strong><em>Von Jan Schmieder<br />
</em></p>
<p>Freiwilliges Engagement ist in der heutigen Gesellschaft leider keine Selbstverständlichkeit. Gerade deshalb ist es so wichtig auf die Bedeutung und den Nutzen von gemeinnütziger Arbeit zu verweisen. Gesellschaft funktioniert nur durch ein miteinander. Wer etwas zu einer besseren Welt beitragen möchte, kann dies bereits im kleinen Mikrokosmos von Neukölln machen. Denn Menschen, die Hilfe, Unterstützung und Orientierung möchten gibt es überall, dabei geht es nicht um Geld, sondern um Vertrauen und neue Horizonte.</p>
<p>Viel zu häufig bleiben die Talente von Neuköllner Kindern unerkannt, denn viele Kinder sind von der Entdeckung und Entwicklung unterschiedlicher Interessen und Fähigkeiten ausgeschlossen. Sie finden weder angemessene Entwicklungschancen noch können sie Vertrauen in die eigenen Stärken entwickeln. Dabei wäre es ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft, wenn die vielen unterschiedlichen Begabungen, die in den Kindern schlummern, zur Entfaltung kämen.</p>
<p>Die Bürgerstiftung Neukölln hat ein Projekt zur Förderung von Neuköllner Kindern im Grundschulalter, die wegen ihres sozialen Hintergrunds wenige Möglichkeiten haben, ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen zu erproben. Für diese Kinder suchen wir Talent-Patinnen und Talent-Paten bzw. „große Schwestern“ und „große Brüder“.</p>
<p>Diese Talentpaten sollen die Kinder bei der Entdeckung ihrer Begabungen, Talente und Interessen begleiten und ihnen Einblick in die unterschiedlichsten Berufs- und Lebensbereiche gewähren. Talentpaten sollen in keiner Weise ein Ersatz für Förder- oder Nachhilfeunterricht sein, geschweige denn fehlende Sozialarbeiter oder Lehrer ersetzen. Talentpaten sollen etwas tun, was Institutionen im Alltag kaum leisten können: Vertrauensverhältnisse zu den Kindern entwickeln und gemeinsam mit ihnen ihre Talente, Hoffnungen und Wünsche erkunden.</p>
<p>Mehr Informationen gibt es im Internet unter <a href="http://www.neukoellner-talente.de" target="_blank">www.neukoellner-talente.de</a></p>
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		<title>studium – und dann?</title>
		<link>http://speakup.to/studium-und-dann</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 13:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohl viele zweifeln manchmal an ihrer Studienwahl oder fragen sich was sie später damit machen können. Wir stellen euch in jeder Ausgabe einen Studenten vor, der in Potsdam studiert hat und zeigen, wie viele Möglichkeiten es nach dem Studium gibt, welch zahlreiche und interessante Arbeitsmöglichkeiten ein Studium ermöglichen kann, egal was ihr studiert. Ein Interview mit Andre Appel. Von Anne-Kathrin Müller
Was hast du studiert?
Jura, deutsches und französisches Recht.
Was hat dich damals dazu bewogen dieses Fach zu studieren?
Ohne genau zu wissen warum, war mir schon ganz lange klar, dass für mich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/justitia.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-75" style="margin: 6px;" title="justitia" src="http://speakup.to/wp-content/uploads/2009/12/justitia.jpg" alt="" width="350" height="225" /></a>Wohl viele zweifeln manchmal an ihrer Studienwahl oder fragen sich was sie später damit machen können. Wir stellen euch in jeder Ausgabe einen Studenten vor, der in Potsdam studiert hat und zeigen, wie viele Möglichkeiten es nach dem Studium gibt, welch zahlreiche und interessante Arbeitsmöglichkeiten ein Studium ermöglichen kann, egal was ihr studiert. Ein Interview mit Andre Appel. </strong><em>Von Anne-Kathrin Müller</em></p>
<p><em>Was hast du studiert?</em></p>
<p>Jura, deutsches und französisches Recht.</p>
<p><em>Was hat dich damals dazu bewogen dieses Fach zu studieren?</em></p>
<p>Ohne genau zu wissen warum, war mir schon ganz lange klar, dass für mich nur das Jurastudium in Frage kommt. Ohnehin sollte ich besser die Finger von der Mathematik in all ihren Formen lassen, von daher war die Wahl der Studienrichtung von vornherein eingeschränkt.</p>
<p><em>Hattest du eine Traumvorstellung von einem Job?</em></p>
<p>Ja, die hatte ich selbstverständlich. Ich denke, dass jeder ein gewisses Idealbild von seinem Traumjob hat. Ich wollte Rechtsanwalt werden und für die großen und kleinen Probleme seiner Mandanten da sein.</p>
<p><em>Wie ging es weiter nach deinem Studium?</em></p>
<p>Nach dem ersten Staatsexamen habe ich anderthalb Jahre bei einem Bundesverband im Bereich Marketing und IT gearbeitet. Zwar hat das Spaß gemacht, allerdings habe ich auch gemerkt, dass die Verbandsarbeit nichts für mich ist. Parallel dazu habe ich mein Referendariat begonnen und dort erste Praxiserfahrungen im gewerblichen Rechtsschutz gesammelt. In meiner Wahlstation war ich in Wien.</p>
<p><em>Was machst du heute?</em></p>
<p>Seit Februar 2009 bin ich als Rechtsanwalt zugelassen und selbstständig. Ich arbeite als freier Mitarbeiter mit einer Berliner Zivilrechtskanzlei zusammen. Parallel dazu arbeite ich gerade sehr intensiv an der Verwirklichung meines beruflichen Traumes eines Medienrechtsunternehmens, welches ich zusammen mit einer Kollegin in Potsdam gründen möchte.</p>
<p><em>Bist du glücklich mit deiner Arbeit?</em></p>
<p>Sehr sogar. Zwar hat man es als Berufsanfänger alles Andere als leicht, aber ich liebe meine Arbeit und vor Allem genieße ich die Freiheiten, die die freien Berufe bieten. Auch wenn ich nicht verheimlichen möchte, dass ich einen Beruf ergriffen habe, der sehr viel Zeit beansprucht.</p>
<p><em>Welche besonders positive oder auch negative Aspekte hat deine Arbeit?</em></p>
<p>Ich genieße die große Freiheit, die mir meine Arbeit bietet. Ich kann mir meinen Arbeitstag sehr frei gestalten, was ich sehr gut finde. Dann ist es immer wieder schön, meinen Mandanten tatsächlich bei der Lösung ihrer Probleme zur Seite zu stehen. Ich denke, ich trage auch dazu bei, den Berufsstand des Rechtsanwalts in gewissem Sinne zu „entstauben“. Was anfangs schwierig ist, ist die große Verantwortung, die man zwangsläufig übernimmt und die einem die ein oder andere schlaflose Nacht beschert.</p>
<p><em>Wo möchtest du dich beruflich hin entwickeln?</em></p>
<p>Zum einen möchte ich meine Spezialisierung hin zum Medien- und Wettbewerbsrecht weiter ausbauen. Ich habe im Hinblick auf unser Medienunternehmen den Anspruch, die juristische Dienstleistung mit anderen Angeboten aus dem großen Feld der Medien zu verknüpfen und somit eine Vielzahl von Leistungen, die über die reine juristische Beratung hinausgehen, zu verknüpfen.</p>
<p><em>Letzte Frage: Was wolltest du als Kind werden?</em></p>
<p>Bestimmt wollte ich mal Feuerwehrmann oder Lokführer werden.</p>
<p><em>Vielen Dank für das Interview.</em></p>
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